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 Wiedervereint

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Ota Ao
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Ota Ao

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BeitragThema: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeFr Nov 01, 2019 9:24 pm


Ein kleines Haus mitten im nirgendwo und direkt am Meer gelegen. Fernab von Krieg und Kummer liegt es an einem Teil um welchen sich keines der Dörfer reißt. Zu unbedeutend und unwichtig ist dieses karge Stückchen unfruchtbare Erde. Das Haus steht einsam, umgeben von einem kargen Garten und mäßig wachsendem Gras. Weder Prunk noch Protz verstrahlt es. Es ist klein und zweckdienlich, ein großer Raum mit allem was man benötigt, ein kleines Bad leicht abgegrenzt, sowie ein Kochecke. Alles mit einfachen Möbeln ausstaffiert, meist altes Holz. Das schönste ist die angelegte Terrasse, alte Dielen die teils morsch sind und einen Tisch sowie zwei Stühle halten. Hier und da eine Pflanze, nichts besonderes, irgendwelcher Farn aus den Wäldern und Sasionblumen deren Namen niemand kennt. Meist geht hier ein mäßiger Wind, die Tage sind rau, Strom durch Wind und Wasser erzeugt. Ein Fernsehsignal sollte man hier nicht suchen. Am schönsten ist wohl der alte Kamin, dessen Rauch man immer wieder am Himmel sieht.

Wochen sind vergangen in den Forest und Ao voneinander getrennt waren. Die Unwissenheit nach dem Angriff der Samurai hatte beide eingenommen und zerfressen. Nur die Gewissheit das Forest in Sicherheit war hatte den ehemaligen Shura bei Verstand bleiben lassen. Heute sehen die beiden sich endlich wieder um zu besprechen, was die Zukunft bringen wird.
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Ota Forest
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeDi Nov 05, 2019 8:12 pm



Was genau war hier eigentlich los? Es war immer dieselbe Frage die sie sich stellte ab dem Moment an dem sie die ersten Samurai im Dorf gesehen hatte.  Auch als niemand mehr da war. Auch als sie ihren Sohn in Rins Hände gegeben hatte. Auch als sie fest entschlossen in den Kampf gegen Leute zog zu deren Geschichten sie aufgesehen hatte. Auch als ihre Eltern hingerichtet wurden. Auch als sie wieder zu sich gekommen war und sich an dem Ort wiedergefunden hatte an dem sie nun war. Was zur Hölle war hier eigentlich los? Was war hier los? Unfähig alles zu verarbeiten hatten sie aus Verzweiflung geweint wenn keiner der beiden anderen in ihrer Nähe war. In ihrer Gegenwart lief sie wie besessen auf und ab, fluchte immer wieder und raufte sich die langen blonden Haare. So vergingen die ersten Tage bis sie realisierte das sie so nicht weiter machen konnte. Sie versuchte sich etwas um die Wunden von Tenzou zu kümmern, sie war bei weitem kein guter Medic, doch besser als nichts war es allemal. Sie versuchte zu kochen, doch sie und Tenzou waren bei weitem wohl die schlechtesten Köche die man zusammen an so einen Ort hätte stecken können. Schon ironisch, das die beiden sich immer Fresswettbewerbe geliefert hatten, aber es nicht schafften anständig zu kochen. Taijin und die Raben holten Proviant, während Forest versuchte aus dem Meer Fische zu fangen. Wenn auch das alles nichts half trainierte sie, zumindest so lange bis ihr dann im März sämtliche Mahlzeiten wieder hervor gekommen waren, vor Anstrengung, Nervlicher Erschöpfung und - Schwanger. Auch das noch. War das wirklich noch die Realität? Oder ihr sclhimmster Alptraum? Bei Sinnen blieb sie nur da Tenzou in ihrer Nähe war sowie ein Kind. Forest fühlte sich elendig, Hayato hatte sie mit ihrem Verhalten noch mehr verstört und sie fühlte sich nicht in der Lage ihm zu Helfen oder ihn da raus zu holen oder sich gar zu entschuldigen. Taijin freundete sich mit dem Jungen etwas an da er ihn verstehen konnte, doch ob das wirklich was brachte? Sie hoffte es. Schlimm genug das sie sich nicht zusammenreisen konnte, da sollte kein Kind darunter leiden. Schon gar nicht der Sohn des Mannes der ihr wohl das Leben gerettet hatte. Tenzou war ein guter Mann, nicht umsonst war er der engste vertraute ihres Mannes, sie hatte ihn dadurch noch besser kennengelernt und sie hatte ihm viel zu verdanken. Dennoch. Ihre Familie existierte nicht mehr, sie war getrennt von ihrem Mann und ihrem Kind und konnte sich nur an den Gedanken klammern das man Shigeru nicht zu ihr zurückverfolgen könnte, zu ähnlich wirkte er auf Rin mit seinen blonden Haaren, die sich zu ihrem Stamm aufgemacht hatte als klar wurde das es im Dorf nicht mehr sicher sein würde. Und Ao. Sie konnte nur hoffen. Hoffen das man ihn bald entlassen würde. Töten würden sie ihn icht, zu wichtig war er für das Dorf, er kontrollierte ein gesamtes Viertel das noch den stärksten Widerstand geleistet hatte und wehe den Samurai ihre Bestie zu töten. Das Dorf würde brennen und sämtliche Resourcen verlieren die es noch besaß. In den ersten Tagen, Wochen hatte Forest wenig geschlafen, zu viel war in ihrem Kopf vorgegangen, sie war oft Stundenlang im Seelenversteck des Shichibi und meditierte, kommunizierte mit dem Bijuu und stärkte die Bindung mit dem mächtigen Wesen. Wann genau die Wendung in ihrem Kopf eingetreten war konnte sie nicht sagen. Doch so viel war sicher. Die Zeit würde kommen in der sie ihr Chikyû zurückerobern würde und sie wäre bereit. Inzwischen hatte sich irgendwie ein "Alltag" ergeben, Tenzou erholte sich noch immer von seinen Verletzungen, weshalb es zum großen Teil an Forest lag sich um Essbares zu kümmern. Die Vögel konnten nicht immer etwas von einem Stützpunkt zum anderen schleppen ohne aufzufallen. Das gute an ihrem Unterschlupf war die wärme am Tag, sie musste sich nicht unbedingt gedanken darum machen zu frieren, im Gegenteil, es war wie immer recht heiß in Chikyû, das seichte Meer der Küste war ebenfalls aufgewärmt. Forest brauchte keine Angst zu haben sich zu verkälten, weshalb sie ein paar Stoffetzen um ihren Brustkorb gebunden hatte und sich einen provisorischen Rock gebastelt hatte um besser im Meer fischen zu können ohne sich ihre intakte Kleidung zu ruinieren. Das war aber auch wohl der einzige Vorteil an dem heißen Wetter der Wüste. Ihre langen blonden Haare hatte sie zu einem Zopf zusammen gebunden, watete in dem Wadentiefen Wasser entlang und schnappte sich geschickt einen Fisch nach dem anderen, warf ihn in einen Eimer an der Seite. Fisch. Nichts anderes als Fisch. Wären es wenigstens Makrelen, könnte sie sich noch daran erfreuen da es Ao´s Lieblingsfisch war, doch so? Doch irgendetwas mussten sie Essen, vorallem Forest musste viel Essen, sie aß für zwei - naja für drei, was man inzwischen auch an einen recht kleinen unscheinbaren Wölbung an ihrem Bauch erkennen konnte. Auf dem ersten Blick wirkte es mehr so als hätte sie sich richtig vollgefressen - wie immer - doch wirkte es doch recht seltsam besah man sich ihren sonst so schlanken und trainierten Körper. "Schon wieder Fisch?" "Hast du Alternativen?" Sie grummelte etwas und warf der menschlich gewordenen Gestalt des Shichibi einen kurzen Blick zu. "Du solltest auf eine ausgewogene Ernährung achten Forest-chan~." Neckend watete der grünhaarige Mann neben ihr, ohne im Wasser eine Spur zu hinterlassen. Tatsächlich war es nur ein Scheinbild, eine wirklich physisch feste Form hatte er nicht, nutzte nur das Chakra das ihrem Körper entwich um sich in einem größeren Radius als mit dem Blickwinkel über Forests Augen umsehen zu können. "Ausgewogene Ernährung ist im Moment wirklich mein kleinstes Problem." Lachte sie und schüttelte ihren Kopf um im nächsten Moment mit einem Schwung ihres Armes etwas Wasser nach dem Shichibi zu werfen. Dieser löste sich bei der Berührung prompt auf, materialisierte sich hinter ihr und lehnte sich mit dem Rücken gegen ihren Rücken, starrte in den blauen Himmel. "Ihr solltet das wirklich besser Timen mit den Kindern. Ich meine, ich wusste es ja schon an dem Abend als-" "Wag es nich weiter zu sprechen." Fauchte sie leise und schob Shichibi von sich, unterdrückte die röte in ihren Wangen. "Das ist nicht lustig." Womit sie sich wieder den Fischen zuwenden wollte. "Mach dich nützlich und halt gefälligst Ausschau." "Oh-" "Oh?" Wiederholte sie den überraschten Ausruf. Doch Shichibi war nicht mehr zu sehen. Etwas verwirrt ging ihr Blick Richtung Haus, danach weiter daran vorbei und erblickte ein paar Meter vor sich eine ganz signifikante Statur. ".... Ao?"

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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeDo Nov 07, 2019 1:58 pm

Sein Leben schien eine ständig schwankende Kurve zu sein, ein auf und ab das niemals Ende wollte. Er wünschte sich Ruhe und Frieden, die Gewissheit das alles gut werden konnte und auch würde. Ein Ende von all der Qual, der Last und dem seelischen Schmerz. Doch es gab kein Ende, keines das er kannte außer dem Tod. Seine Beine fühlten sich schwer an nach all den Tagen in der Dunkelheit. Es hatte ihn nicht gestört, dass man ihn nach der Aufgabe in eine Höhle gesperrt hatte. Hier war es ruhig gewesen, er war allein Gewesen und die Geräusche in den Gängen waren so rar gewesen das ihn ein Gefühl von Einsamkeit befallen hatte. Man hätte meinen können der Mann der ständig in den Feldern auf und ab lief, sich um Papiere kümmerte und selbst Sport nicht ohne Aufsicht treiben konnte wäre an der plötzlichen stille zerbrochen. Doch es hatte ihm gutgetan, am Anfang zumindest. Die ersten Tage waren Balsam für seine Seele gewesen. Keine Geräusche, keine Stimmen und endlich viel Zeit
Um nachzudenken. Er hatte sich durch zwei Jahre gewühlt, durch zwei Jahre mit Forest bis er an den Punkt im hier und jetzt gekommen war. Es war schneller gegangen als erwartet und dann war er in seinem Gefängnis in eine Starre verfallen. Bestimmt eine Woche hatte er auf dem Boden gesessen und einfach nichts getan. Man bewachte ihn nicht einmal besonders, denn beiden Seiten war klar um was es ging. Sie wollen die Kontrolle über das Westviertel, denn dieses war am schwersten zu knacken Gewesen und noch immer unruhiger als alle anderen. Wahrscheinlich, weil die meisten Shinobi noch dort lebten und sich gut versteckten. Immerhin konnte man nur das Potenzial ablesen aber nicht die Fähigkeiten. Seine Daten hatte er zerstört wo es nur ging – der einzige Tag, an dem ihm dieser Rechner gefallen hatte. Die Daten waren hin und damit war es vorbei. Auch im Archiv waren Akten gelöscht worden wo es nur ging, sodass viele anonym waren die hier lebten. Jetzt wurde natürlich ein neues System aufgebaut, eines das sich nicht von ihm löschen ließ. Nach einer Woche waren sie gekommen um ihn zu Quälen und hatten es nach wenigen tagen aufgeben müssen. Jemand der keinen Schmerz spürte war nicht zu foltern und da er auch noch bei den Shura gewesen war schien alles fruchtlos. Seine Mutter war fort, sein Vater ohnehin tot und sie hatte Haruka und Shigeru mitgenommen. Keiner kam auf die Idee, dass sie in die Wüste gingen und selbst wenn, würde es ihnen nichts bringen. Es gab unzählige Stämme von Nomaden, unzählige Leute mit seinem Namen und die meisten sahen ihm ähnlich – bis auf seine Mutter und seine, Bruder. Shigeru war bereits jetzt deutlich blond und besaß die blauen Augen seiner Familie. Forest war fort – seine geliebte Blondine war bei Tenzou. Man würde sie nicht finden, niemand würde sie finden und holen kommen. Seine geliebte Blondi war bekannt, doch es gab keine Bilder von ihnen – alles war vernichtet, selbst seine heiligen Hochzeitsbilder. Er musste sich ihr Bild im Herzen bewahren, ihr Lachen, ihre Stimme, all ihre Erinnerungen. Nach dem Schmerz des Verlustes und den ausbleibenden Verhandlungen kehrte Leere in ihn ein. Keiner kam mit ihm, um zu sprechen, seine Kleider wurden dreckiger, seine Haare sahen schlimm aus, er wurde blasser wodurch die Narben deutlich hervorkamen. Alte und neue Wunden kreuzten seinen Körper und gruben sich in seine Seele obwohl er nicht fühlte. Wenn er gewollt hätte wäre es ihm möglich gewesen sein Gefängnis in Schutt und Asche zu legen, aber mit welchem Ziel? Ihm ging es gut, die Gewissheit das alle sicher waren – sie beruhigt ihn. Also döste er an den meisten Tagen in seiner Zelle und drehte an dem Schmuckstück das er von Haruka bekommen hatte. Eine seltsame Frau die darauf aus war die Jinchuriki zu schützen. Das warum scherte ihn nicht, aber er hatte die Idee sehr begrüßt. Sollte jemand versuchen Forest etwas anzutun würde er sie rufen und sie würde kommen und ihm helfen. Es war Wochen her, dass er von ihr gehört hatte und so begann er mitten in der Nacht nach ihr zu Rufen. Es dauerte bis sie ihm antwortete und sie schien müde, wurde jedoch wach als sie erfuhr, was passiert war. In einigen Stunden Sprachen sie nur so, in den meisten erörterten die Bedingungen wie er sich in Sicherheit wiegen konnte, was seine Bedingungen sein mussten und das sie sich auf den Weg machen würde, wenn sie konnte.
Der Tag, an dem man ihn aus dem winzigen Zimmer geholt hatte, war seltsam gewesen. Wachen hatten ihn geholt, junge Männer, die er  ohne Probleme hätte nieder schlagen können. Anschließend hatte man ihn durch Gemächer geführt, die jetzt wohl den neuen Herren des Dorfes dienten. Neben einem Bad und frischer Kleidung hatte er endlich etwas vernünftiges zu Essen bekommen und nicht mehr diesen Einheitsbrei. Es war der Tag gewesen an dem die Verhandlungen stattgefunden hatten. Zuerst hatten sie versuche ihn einzuschüchtern, waren jedoch erneut gescheitert. Sie wollten sein Viertel und er wollte es nicht abgeben. Also blieb ihnen nichts anderes übrig als das Viertel zurück zu geben, wenn auch anders. Er durfte Leben, wenn er die Leute unter Kontrolle hielt und sie wollten die Lebensmittel. Scheinbar hatte man Waren vergiftet und die Heiler verweigerten die Dienste, stellten sich unwissend und das eigene Personal war nicht fachkundig genug. Vielleicht hätten sie einmal etwas länger die Fauna ausspähen sollen. Mit einem Kompromiss war er aus dem Dorf gelassen worden, Essen für sich uns seine Familie. Er konnte nur hoffen das sie noch lebten. Er hatte Haruka gebeten in zu verbergen und trotzdem war er endlos lang durch die Tunnel gelaufen, um seine Spuren zu verwischen. An der Oberfläche war die Reise dann zäher geworden. Brennende Hitze im Nacken, schwere Schritte im Sand und sein eingerosteter Körper. Ein Sandsturm hatte ihn zurückgeworfen und doch hatte er sich voran gequält. Er musste wissen ob sie noch lebte. Ohne sie würde er nichts bestimmen, würde er nicht in sein Dorf zurückkehren oder einen Aufstand anzetteln. Sein Leben war Forest und er würde tun was immer sie wollte, das stand außer Frage. Als die Wüste endlich einer schroffen Landschaft wich und der leichte Geruch von Meersalz in seine Nase drang fühlte er sich wie belebt. Das Haus wirkte unscheinbar, leer und verlassen als er es so an der Klippe sah. Einen Moment lang stand er einige Meter neben dem Haus und blickte auf das Meer, bis er sie sah. Forest! Der leichte Wind spielte mit ihrem Haar und zupfte an der behelfsmäßigen Kleidung. Sie war schön wie eh und je und ein strahlten trat in seine Augen, als er die Klippen hinab sprang und mit großen Schritten auf sie zu eilte. Sein Körper protestierte bei diesem und jenem Schritt, aber er wollte unbedingt zu ihr. Im Gehen warf er den schweren Rucksack zu Boden und hüllte sie in seinen verdreckten Umhang, die Wärme seines lädierten Körpers und den Geruch von Schweiß. Seine rauen Hände umschlangen ihren schlanken Körper und einen Moment lang hielt er sie nur eng an sich gedrückt. Zu lange hatte er sie nicht so halten können und jetzt wollte er sie nicht mehr loslassen. Die Besprechungen konnten warten bis er sich sicher war, dass es seiner Frau gut ging. Ich habe dich vermisst, raunte er leise und schloss einen Moment die Augen.
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeSa Nov 09, 2019 3:15 pm


Für einige lange Sekunden lag ihr Blick auf der Gestalt, dem wehenden Umhang und den großen Schritten die auf sie zu kamen. Ein Rucksack landete im Sand, staub wurde aufgewirbelt und doch schien Forest wie versteinert. Unsicher ob sie ihren Augen wirklich trauen konnte hatte sie ihre Augenbrauen zusammen gezogen, die Stirn in Falten gelegt und blickte auf die unverwechselbare Figur die sich ihr so zügig näherte. Das war nur eine Halluzination oder? Er war nicht wirklich hier... oder doch?  Für einen Moment blickte sie über ihre Schulter zum Meer, dann zurück zum Haus, dann zu dem Eimer mit den Fischen und fuhr sich schließlich durch ein paar lose Strähnen ihrer Haare. "Das kann nicht wahr sein...." Sprach sie mit sich selbst, senkte ihren Kopf und schüttelte leicht ihren Kopf. Doch nur einen Moment später verdeckte ein Schatten die Sonne, kräfte Arme schlangen sich um ihren schlanken Körper und den Umhang den sie zuvor im Wind hatte wehen sehen, hüllte sie beinahe komplett ein. Ein stechender Geruch von Schweiß stieg ihr in die Nase, gefolgt von Staub und einem wohlbekannten Geruch, der sie scheinbar wieder wach rüttelte. Als Ao´s Stimme an ihr Ohr drang ging ein leichter Schauer durch ihren Körper und wie von selbst ließ sie sich gegen denmuskulösen Körper ihres Mannes sinken. Die blondhaarige atmete ein paar mal tief durch, schob ihre Arme um seinen Brustkorb. Jeder Kontakt zu seinem Körper fühlte sich wie eine wohltat für ihre Seele an, gab ihr Stärke und vor allem Hoffnung an die sie sich die letzten Wochen so verzweifelt geklammert hatte. "Ao...." Forest lehnte ihren Kopf an seine Schulter, vergrub ihre Finger in den Stoff seiner Kleidung und unterdrückte ein schluchzen das in ihrer Kehle hing. "Du bist hier..." Flüsterte sie leise und klammerte sich regelrecht an ihren Mann. Ihre nackten Füße vergruben sich etwas in den Sand und sie hatte das Gefühl auf dem Wasser zu schweben je mehr ihr bewusst wurde das Ao wirklich hier war und sie in seinen Armen hielt. Wann hatte sie ihn zuletzt berührt? Es war zu lange her und die Erleichterung ihn wieder bei sich zu haben merkte man vor allem daran das Forest so unglaublich ruhig war, sie weinte nicht einmal, denn dafür war der Moment viel zu schön um ihn mit Tränen zu besudeln. Eine ganze Weile standen sie so da, hielten sich in den Armen bis sie sich langsam lösten und sie in das Gesicht von Ao blicken konnte. Ihre Hände wanderten von seinem Rücken an seinen Brustkorb nach oben bis sie sein Gesicht in ihre Hände nehmen konnte und tief in die blauen Augen ihres Mannes blickte. Ein Lächeln kam über ihre Lippen und obwohl sie Ao ansehen konnte wie geschunden, bleich und fertig er wirkte, war sie einfach nur froh ihn lebend zu sehen. Als hätte sie Angst ihn zu zerbrechen strich sie mit ihren Daumen über seine Wange, lehnte ihre Stirn gegen seine bevor sie ihm einen Kuss gab. Seine Lippen waren rauh, schmeckten nach Staub und Schweiß, genauso wie bei ihr, doch für den Moment war das alles egal. Zu schön war es ihn endlich wieder küssen zu können und so schnell würde sie nicht von ihm ablassen. Um ordentlich Luft holen zu können mussten sie doch ihre Lippen wieder voneinander trennen womit Forest ihn für eine ganze Weile einfach nur ansah, durch die dunklen Haare strich und ihn langsam musterte um ein besseres Bild von seinem Zustand bekommen zu können. "Ich bin so froh das du hier bist." Kam mit einer angekratzten Stimme aus ihr da sie noch immer versuchte nicht zu weinen. Ihr Blick wurde schmerzlich als sie neue Narben an seinen Armen entdeckte und hielt für einen Moment den Luft an. War das von den Kämpfen? Was hatte er erlebt? Würde er es ihr erzählen? Aber noch wollte sie nicht in frischen Wunden bohren, würde es nur ihren Hass auf die Samurai stärken. "Hast du was von deiner Mutter gehört?" Wollte sie das Thema vorsichtig auf die Dinge lenken die sie früher oder später besprechen mussten. Sie hatte ihren Sohn, ihr eigen Fleisch und Blut, seit Wochen nicht gesehen, wusste nicht einmal wo sich der Stamm im Moment befand und wo sie gerade bei ihrem Kind waren. "Ao... ich..." Forest senkte ihren Blick etwas, griff nach Ao´s Hand die so viel größer war als ihre zierlichen Hände, nahm sie in ihre und blickte zu Boden, zu ihrem Bauch und strich mit ihren Fingern über seinen Handrücken. Sie wusste nicht wie sie es ihm am besten sagen sollte, war es doch gerade der denkbar schlechteste Zeitpunkt und doch musste sie. "Ich muss dir etwas sagen... ich bin-." Das war noch sehr viel schwerer als es bei Shigeru der Fall gewesen war, zum damaligen Zeitpunkt lebten sie in Sicherheit, Forest war keine gesuchte Verbrecherin, keine Jinchuuriki und sie wusste das ihr Kinder sicher aufgwachsen würde. Aber jetzt? Wie sollte sie hier draußen vernüftig ein Kind gebären? "... eh... weißt du... jetzt wo du hier bist... die Wunden von Tenzou verheilen schlecht, hilf ihm bitte..." Sie brachte es nicht über sich, sie konnte es nicht sagen und doch war es nur eine Frage der Zeit bis er es bemerken würde. Er kannte ihren Körper, er kannte sie selbst besser als sonst jemand und wenn nicht sie es sagen würde, würde es Taijin, oder Shichibi oder Tenzou. Aber gerade konnte sie es nicht sagen mit dem Wissen das alles gut gehen würde.
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Ota Ao
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeDi Nov 12, 2019 2:56 pm

Erst als er sie wieder im Arm hatte wurde ihm klar wie sehr er sie vermisst hatte. Ihren schmalen Körper zwischen seinen Händen, die Art wie sie den Kopf an sein Brust legte, dich an ihn schmiegte. Sie roch anders, nach Fisch und Salz, weniger nach dem Reinigungsmittel ihrer Klinge und der Pflanzen und doch roch sie noch immer wie Forest. Er vergrub den Kopf so gut es ging in ihrem Haar und hielt sie einfach nur fest. Ao wollte sie nicht mehr loslassen bis er sich auch ganz sicher war, dass alles in Ordnung war. Sein Name aus ihrem Mund klang so süß und fremd, wie lange hatte er ihn nicht mehr gehört? Beruhigend hob er eine Hand um ihr das blonde Haar glatt zu streichen, immer und immer wieder bis auch sie wusste, dass es wirklich wahr sein konnte. Er war hier, bei ihr, sie waren wieder vereint und er wollte nichts daran ändern. Eine Zeit lang bewegten sie sich nicht, hielten sich einfach nur aneinander fest und waren glücklich sich wieder zu haben. Irgendwann bewegt sich Forest ein wenig, drückte ihre Stirn an die seine und strich ihm über die Wange. Ihr erster Kuss seit Wochen war rau und fremd, als hätte er vergessen wie es war sie zu küssen. Staub und Schweiß war beinahe alles was er wahrnahm und doch war es der schönste Kuss seit langem. Er war die Hoffnung auf ein schönes Leben, auf ein Leben das noch einen Sinn hatte und das er mit ihr bestreiten konnte. Ihre Lippen schienen sich nicht verändert zu haben und das obwohl sich doch die ganze Welt geändert hatte. Das Wissen sie so lange nicht gesehen zu haben erschien nur noch wie ein dumpfer Widerhall, alles konnte er vergessen, wenn sie bei ihm war. Als sie ihren Kuss lösten schien Forest noch immer aufgebracht wo er sich ungewöhnlich ruhig fühlte. Natürlich - sie hatte nicht gewusst das er in Sicherheit war, sondern in der Hand des Feindes. Aber sie klagte ihn auch nicht an, dass man sie fort geschleppt hatte und das gegen ihren Willen. Vielleicht hatte sie gewusst das sie an diesem Punkt nie zu einer Einigung gekommen wären, wenn sie darüber gesprochen hätten. Ihr Wohl gegen seines, ein grausamer Kreislauf über den er nicht sprechen wollte.  Ich bin froh das es dir gut geht, erwiderte er mit sanfter Stimme, die jedoch ebenso rau klang wie ihre. Sein Wasser hatte er diszipliniert eingeteilt und nichts von dem Essen aus seiner Tasche angerührt. Er wollte das alles für seine Familie blieb und auch für seinen Freund und dessen Sohn. Noch immer streichelte er ihr durch das Haar und sah sie an während sie nach seiner Mutter fragte. Ein Stich hätte sein Gesicht durchzucken müssen doch da war nichts. Er lächelte sein gewohntes leichtes Lächeln, als hätte ihm die Welt keinen schaden zu gefügt. Es ist alles in Ordnung, sprach er beinahe beschwörend und fuhr ihr weiter durch das Haar. Als sie gingen konnte ihre ihre Flucht verfolgen - sie sind weit in die Wüste gekommen und konnten nicht als Druckmittel eingesetzt werden. Ihnen allen geht es gut. Rin, Haru und vor allem Shigeru waren wohl auf. Keiner hatte sie im Stamm gefunden, zu viele waren dort Otas, zu viele dort waren eine eingeschworene Familie und selbst wenn, nach wem hätten sie suchen sollen? Ao kam nach seinem Vater, Rin war keine Kunoichi gewesen und Harus Akte war wahrscheinlich mit verbrannt. Sie waren so früh geflohen wie es ihnen möglich gewesen war, sie hatten einen Vorsprung gehabt, einen den niemand gut machen konnte, der noch dabei war gegen eine Bestie zu kämpfen. Doch seine Frau wolle nicht wirklich ruhiger werden, begann jetzt seine Hand zu streichen, als wollte sie etwas loswerden. Seine Gedanken flogen umher, was konnte hier passiert sein, dass sie so unruhig wirkte obwohl doch alles - soweit es eben ging - in Ordnung war. Ihre Worte kam zögernd ein wenig stotternd und seine Augen huschten sofort von ihrer Hand zu ihren Augen, doch sie starrte weiter hinab. Sie war was? Ao hätte schnauben sollen als sie davon Sprach das er nach Tenzou sehen sollte der verwundet war. Seine Hand ergriff ihr Gesicht, legte sich sacht um ihre Wange. Du brauchst keine Angst haben, ab jetzt geht es wieder Berg auf. Aber wahrscheinlich würde das nichts an ihrer Angst vor Worten ändern. Also was konnte sie hier dazu veranlassen so schlecht von einem Thema abzulenken? Seine blauen Augen wanderten ohne zu zögern über ihren Körper. Ihr Haar war noch immer wild und nicht zu bändigen, sie schien nicht viel anders als sonst. Ihren Augen wollten ihn nicht anblicken, sie sah noch immer sportlich aus. Er machte einen winzigen Schritt zurück, blickte wieder auf ihre Hand die mit seiner spielte und ließ ihre Gesicht aus seiner Hand gleiten um die zweite Hand zu ergreifen. Langsam glitt sein Blick über ihre provisorische Kleidung zum Fischen und dann konnte er erahnen, was sie beschäftigte. Vorsichtig legte er ihre verschränkten Finger auf ihren Bauch, seine Hand über die ihre. Ja das musste es sein, er spürte eine deutliche Wölbung die nicht dem sportlichen Körper entsprach. Ein Lächeln trat auf seine Lippen und er zog sie wieder an sich, küsst ihr Haar und umarmte sie fest. Alles wird gut, das verspreche ich dir. Ich freue mich so. Das Lächeln schwang in seiner Stimme mit, es war hörbar und es gab ihm Kraft weiter zu machen, ihr von seinem Gespräch zu erzählen und einen Plan zu schmieden. Er hätte sich nicht träumen lassen wieder Vater zu werden und obwohl die Zukunft dunkel aussah freute er sich unendlich auf sein nächstes Kind.
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeMo Nov 25, 2019 8:05 pm


Ao zu küssen, seine Körperwärme zu spüren und seine Stimme zu hören fühlte sich wie eine Erlösung an, lange standen sie nur da hatten sich umarmt und geschwiegen. Forest brauchte etwas um zu realisieren das er wirklich hier war. Nur langsam konnte sie sich überwinden zu sprechen ihn nach ihrem Sohn zu fragen. Ihre Züge entspannten sich etwas mehr als er ihr versichterte das seine Mutter, sein Bruder, Shigeru und der Stamm in Sicherheit war. Wenigstens dieser Teil ihrer Familie war in Sicherheit, auch wenn Forest die letzte ihrer Seite war, so war zumindest die Seite ihres Mannes sicher. "Das ist gut." Brachte sie mit etwas erstickter Stimme hervor, lehnte sich etwas mehr Ao´s Hand entgegen als er immer wieder durch ihre Haare fuhr um sie zu beruhigen. Wie stark sie diese vertraute Berührung vermisst hatte wurde ihr erst bewusst als ihr Mann zwangsweiße aufhören musste, da sie seine eine Hand genommen hatte und versucht hatte ihm zu sagen das sie Schwanger war. Sie wusste das sie es ihm sagen musste und doch konnte sie es nicht aussprechen. Zu unsicher fühlte sie sich, zu schwach und verletzlich. Wie sollte sie so schwanger weiter leben und für ein zweites Kind sorgen? Sanft nahm Ao ihr Gesicht in seine große Hand, sprach davon das es ab nun besser werden würde, doch Forest trug noch nie so große Zweifel wie derzeit in sich. Sie konnte nur traurig lächeln, versuchte seinen Worten zu glauben und in ihnen Hoffnung zu sehen, doch es fiel ihr so schwer wie noch nie. Schließlich huschten seine Augen über ihren Körper, da sie selbst nicht verraten hatte was wirklich los war, schien er selbst nach einer Antwort zu suchen, fand sie als er ihre freie Hand nahm und mit verschränkten Fingern auf ihren Bauch legte. In Forest zog sich alles zusammen, sie hielt für einen Moment die Luft an als sie ihren Kopf hob und das warme Lächeln von Ao erblickte. Etwas brach in ihr, machte Platz für die Hoffnung die ihr Mann in ihr schürte. Tränen füllten ihre Augen und sie konnte ihre eigenen Emotionen nicht mehr länger zurückhalten. In den letzten Wochen hatte sie aus Wut und Verzweiflung geweint, doch heute war es zum ersten mal aus Erleichterung, Hoffnung und tatsächlich Freude von der sie gedacht hatte sie nie wieder spüren zu können. Innerhalb von ein paar Tagen hatte Foret alles verloren, ihre Eltern, ihre engsten Freunde, ihr geliebtes Dorf und den Glauben an ihre Vorfahren. Nur gut das sie jemanden an ihrer Seite hatte der alles ertragbar machte und ihr wieder Hoffnung schenkte. Erneut warf sie sich in seine Arme, presste ihr Tränennasses Gesicht an den staubigen Stoff und schlang ihre Arme um seinen Körper, schluchzte laut auf, weinte lautstark vor sich hin während ihr Ao einfach nur über den Hinterkopf strich.
Irgendwann hatte sie sich beruhigt, ihre Tränen waren getrocknet, ihr Lächeln kehrte zurück und zum ersten mal strich sie sich bewusst über den Bauch und wirkte so als hätte sie es eben erst selbst realisiert was vor sich ging. Vielleicht war das die Hoffnung die sie brauchte um den Schmerz zu überstehen, zu kämpfen und der nächsten Generation ein neues Leben zu ermöglichen das besser werden würde als ihres. Ao hatte sie in ihren Arm genommen, während sie den Eimer mit Fisch in ihrer freien Hand trug und ihren anderen Arm um Ao´s Taille gelegt hatte. Gemeinsam gingen sie durch den lockeren Sand, sammelten den Rucksack ein den er fallen gelassen hatte um zurück zum Häuschen zu gehen in dem sie mit Hayato und Tenzou "lebte". "Es gibt sicher viel zu bereden... aber auf leerem Magen kommt das nicht so gut für uns alle. Deine Reise war sicher lang. Du musst Hunger haben." Was Essen anging schien sich Forest nicht wirklich geändert zu haben, sie hatte sich etwas zurücknehmen müssen, genauso wie Tenzou, doch das hieß nicht das sie nicht noch immer Essen konnte wie eine Weltmeisterin. "Es gibt Fisch." Meinte sie und zuckte leicht mit ihren Schultern. "So schlecht ist es gar nicht wenn man sich mal daran gewöhnt hat." Das sie Fleisch, Fisch bevorzugte wusste Ao, seltener als er aß sie diese Tiere, doch wenn es keine alternative gab konnte sich sogar Forest fügen. "Leider keine Makrele, aber die sollten es auch tun." Sie linste etwas in den Eimer hinein, seufzte allerdings kurz darauf auf. Nein wirklich daran gewöhnt hatte sie sich nicht. Oder waren es die Hormone, weshalb sie Hunger auf allesmögliche hatte und Fisch eigentlich nicht mehr sehen konnte? Vielleicht weigerte sie sich auch einfach sich daran zu gewöhnen. Ao ging es ja auch ganz gut obwohl er meistens nur Fisch zu sich nahm. "Tenzou wird sich freuen dich zu sehen. Das mit seiner Verletzung habe ich dennoch ernst gemeint. " Sie lächelte leicht und lenkte vom Essen ab um nicht in Erinnerungen zu schwelgen damit ihr ja nicht das Wasser im Mund zusammenlief und sie noch größeren Hunger bekam als sie eh schon hatte. Am Himmel näherte sich ein Schatten, kreiste über das kleine Haus und inzwischen sollte es Ao so leicht wie Forest fallen den Bussard zu erkennen der kurz darauf auf dem Dach landete und zu dem Ehepaar herabsah. Er nickte leicht, zumindest wirkte es so, als er Ao ansah, schüttelte sein Gefieder und putzte dieses gleich darauf. Als sie bei der Terrasse ankamen, löste Forest ihren Arm von Ao, trat auf die Holzdielen und blickte um die Ecke, doch sicher hatte der großgwachsene Mann seinen alten Freund bereits bemerkt.
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeDo Nov 28, 2019 8:45 pm

Am Anfang ihres Aufenthalts hier waren die Tage nur langsam dahin geronnen. Alles fühlte sich so elendig lange an, auch wenn Tenzou in der ersten Zeit viel schlief. Er wachte tagsüber auf, war verwirrt und schlief manchmal einfach weiter. Nachdem er sich einigermaßen wieder erholte, plagten ihn immer noch grässliche Schmerzen. Seine Wunden verheilten nur schlecht. Bereits seit Wochen trug er seinen Arm in einer Schlinge, fest an seinem Körper gebunden, damit die Wunden in Ruhe heilen konnten. Damit er keine Muskeln abbaute, versuchte er dennoch den Arm etwas in Bewegung zu halten. Von Training konnte man dabei nicht sprechen, was ihn wirklich belastete. Jeden Moment rechnete er mit einem Angriff, Verfolgern oder irgendein anderes absurdes Problem. Er durfte sich einfach nicht hängen lassen und ein verletzter Arm half einen da überhaupt nicht weiter! Von den Sorgen ließ sich Tenzou in der meisten Zeit nichts ansehen. Hin und wieder erwähnte er das Thema gegenüber Forest, aber sie wusste nicht, was sie am besten tun konnten. Anfänglich glaubte der Mann, dass sie es schon irgendwie hinbekommen würden. Sie waren gute Kämpfer! Dann aber entdeckte er eher zufällig, dass Forest Schwanger war. Es war nicht wirklich bewusst gewesen. Allerdings wusste er, wie der Körper einer schwangeren Frau aussah. Shigeko war erst vor wenigen Monaten selbst schwanger gewesen und daran schlussendlich gestorben. Irgendwann konnte er 1 + 1 zusammenzählen, behielt aber dieses Geheimnis für sich. Hätte Forest gewollt, dass er davon wusste, wäre sie auf ihn zugekommen – hoffentlich.

Seit der Hokusai wusste, dass Forest Schwanger war, schien sich die ganze Situation geändert zu haben. Er wollte nicht die Verantwortung dafür tragen, wenn das Kind von Ao, in einem Kampf, starb. Um in Ruhe über ein paar Taktiken nachzudenken, führte es ihn öfters hinaus. Die Gegend musste erkundet werden. An manchen Tagen nahm er auch Hayato zu seinen Ausflügen mit, der sich immer wieder über die Natur freute, auch wenn er immer noch in sich gekehrt war.
Am heutigen Tag – der Tag an dem Ao zu ihnen zurückkamen – war Tenzou auch spazieren gewesen. Auf halben Weg plagten ihn dann aber ziemlich heftige Armschmerzen, sodass es ihn wieder zurück zu dem Haus zog. Leicht grummelig verkündete er, dass er sich hinlegen würde. Mit dem Rücken zum Raum quetschte er sich auf die schmale Couch, schloss die Augen und schlief tatsächlich ein. Wie lange er schlief, konnte er nicht sagen. Als er jedoch wach wurde, war er fast gänzlich alleine im Raum. Die Stille drückte ihn aufs Ohr. Er richtete sich auf und blickte sich müde in dem Raum nach seinem Sohn um. Aus dem Bad kamen Geräusche – vermutlich war Hayato oder Forest dort. Nach einem kleinen Moment des Wartens hörte er dann Stimme von draußen dringen. Etwas überrascht hob er sich von der Couch und trat hinaus auf die Veranda. Sein Blick wanderte auf Forest und Ao, die beide sich dem Haus nährten. Ein seltsames erleichterndes Gefühl machte sich in der Brust von Tenzou breit. Ao lebte und war hier. Das würde alles ändern!
Als der blauhaarige dann gänzlich nähertrat, umarmte ihn Tenzou einfach mit einem Arm. Es war eine feste Grizzlybären-Umarmung gepaart mit einem festen auf die Schulterklopfen nachdem er fertig war.
„Schön das du hier bist. Ich dachte schon, dass du den Löffel abgegeben hast“, sagte Tenzou in einem messerscharfen ehrlichen Tonfall.
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Ota Ao
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeMo Dez 02, 2019 8:33 pm

Er spürte wie ihr Tränen durch seinen Stoff drangen und es schien ihm als hätte sie diese Wort von ihm herbei gesehen. All die Tage musste schrecklich für sie gewesen sein, all der Ballast mit dem Kind, die Unwissenheit um ihn. Sie hatte Qualen erleiden müssen und konnte sich endlich von dem Befreien was ihr die Luft zum Atmen abgeschnürt. Er blieb ihr Fels in der Brandung, strich sorgsam um das blonde Haar und hielt sie fest, ohne etwas zu sagen. Irgendwann ging ihr Atem wieder ruhiger, sie hob den Blick und lächelte. Ein Funkeln trat in seine Augen und er lächelte ganz intuitiv zurück. Ihr Kampfgeist war erwacht und ebenso ihre Hoffnung. So hatte er sie kennen gelernt und so würden sie sich zusammen dem stellen, was vor ihnen lag.  Sacht legte er den Arm um sie, während sie sich langsam zu seinem Rucksack und dann der Wohnung bewegten. Er schulterte diesen und blickte auf das kleine Haus in dem drei Personen wohnen sollten. Vielleicht war es ja größer als es von außen aussah. Ich und Hunger? Sprichst du von dir? scherzte er so als wäre nichts passiert, als hätten sie nicht Wochenlange nicht voneinander gehört. Er wollte nicht an die Narben auf seinem Arm denken, an den Schmerz in seiner Seele und den Dingen, die sie nun klären mussten. Seine Augen huschten kurz zu dem Essen in dem Eimer und er lächelte schmal. Ich denke dagegen kann ich etwas tun. Er neigte den Kopf zu seiner Tasche und blickte dann wieder zu Forest. Ich wusste nicht wie es euch geht, also habe ich mitgenommen was ich tragen konnte. Er sagte nicht, dass er nichts davon gegessen hatte und den Marsch nur mit Wasser überstanden hatte. Sie würde sich nur Sorgen machen und ihm einen Vortrag halten, deswegen schwieg er. Sie machte sich Sorgen um ihn und anders herum war es nicht anders. Jetzt da er wusste das ein zweites Kind auf dem Weg war schien es um so besser, dass er nichts angerührt hatte. Wie würde sich ihr leben ändern, wenn sie wieder Eltern wurden? Konnten sie bei seiner Mutter unter kommen und Nomaden bleiben? Ob Forest das gefallen würde? Das Haus kam näher und seine Frau riss ihn aus seinen Überlegungen. Es war kein Scherz gewesen, dass es Tenzou schlecht ging. Sofort fühlte er sich schuldig, war Tenzou doch allein wegen ihm wahrscheinlich so angeschlagen. Er hatte ihn fort geschickt mit Frau und Sohn, wobei Hayato auch nicht wirklich freiwillig gegangen war. Er war schon immer ein Sorgenkind gewesen, nicht am Reden und chronisch verstört von allem was ihm aus dem Konzept brachte. Er bewunderte Tenzou für die Ruhe und Geduld mit dem Jungen und das er so stark blieb, obwohl seine Frau nicht mehr war. Er sah den hoch gewachsenen Mann als er auf die Veranda trat und hob die Hand zum Gruß, während er die Stufen hinaufstieg. Kaum angekommen wurde er auch schon an die Brust des großen Mannes gedrückt. Schön das du wohl auf bist Tenzou, gab er als Antwort und hob den Kopf um zu ihm aufzublicken. Seine Augen huschten kurz zu Forest, dann wieder zu Tenzou und er lächelte. Danke das du auf Forest aufgepasst hast. Sein Blick war voller ehrlicher Dankbarkeit, als er den Arm um seine Frau legte und sie an sich drückte. Ohne sie wäre er nicht wer er jetzt war, ohne sie hätte er nie die Lust am Leben gefunden, die Energie immer weiter zu machen egal wie anstrengend es war. Dann huschte ein Grinsen auf seine Lippen und er nahm die Tasche von der Schulter, um sie auf das Holzgeländer zu stellen. Sorgsam öffnete er die Tasche und hielt sie den beiden hin. Ich hoffe ihr habt heute Lust auf etwas anderes außer Fisch. Ich habe euch Obst, Gemüse und getrocknetes Fleisch mit gebracht. Er zwinkerte den beiden zu und sah nur wie die Tür des Hauses aufging. Hayato blickte ihn einen Moment lang verstört an, schien nicht zu wissen was er tun oder sagen sollte. Hallo Haya- Sein Satz blieb in der Luft hängen, als der Junge die Tür wieder zu zog und das Holz leise knarrte. Er blickte zu Tenzou und zog die brauen fragend hinauf. Er scheint sich noch nicht eingewöhnt zu haben, stellte er fest und schulterte die Tasche erneut. Seine Augen blieben auf der Verletzung seines Freundes liegen und er  beäugte den geschundenen Arm. Mit dem Kopf deutete er kurz auf den Arm und machte sich daran das Häuschen zu betreten. Ich kümmerte mich nach dem Essen darum. Vielleicht würde er den Arm gerettet bekommen. Er hatte bereits in Chikyu das eine oder andere gelernt und Haruka konnte ihn mittlerweile immerhin geistig schulen, auch wenn er nicht verstand, wie genau das alles funktionierte.
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeDo Dez 05, 2019 10:41 pm


Kurz blickte sie nach oben als Ao meinte er könne ihrem Appetit entgegen wirken. "Du hast Essen dabei?" Fragte sie und bekam prompt ein leichtes glänzen in den Augen. Forest liebte Essen und sie vermisste es wirklich ausgewogen weggehen zu können oder von Ao bekocht zu werden. An ihrer derzeitigen Situation konnte sie kaum etwas ändern, doch die Aussicht auf wenigstens etwas Abwechslung ließ  ihr Herz doch schon gleich etwas schneller schlagen. Seit Tagen war es das erste mal das sie sich wieder "normal" fühlte, nicht von Gedanken und Negativen Ereignissen geplagt und schmunzelte sogar als Ao sie etwas scherzhaft aufzog. Doch ihre Frage ob er Hunger hatte kam nicht von irgendwoher. Ihr Mann hatte sich verändert, seine fahle Haut sprach Bände und ihr waren genauso die neuen Narben an seinen Armen nicht entgangen, ihr graute es tatsächlich davor den Rest seines Körper zu sehen denn wenn es wirklich wahr wäre was sie befürchtete.... Doch für den Moment genoss sie es noch ihn an seiner Seite zu spüren und sich mit ihm zu unterhalten. Zurück am Haus war Tenzou nicht weit, begüßte seinen alten Freund und zog ihn in eine feste Umarmung, die beiden Männer verband eine tiefe Freundschaft, beinahe so tief wie die Konkurrenz zwischen Forest und Tenzou wenn es um Wettessen ging. Aber nur fast. Ein zaghaftes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen als Ao davon sprach das es heute etwas anderes geben würde außer Fisch. Das musste man ihr nicht zweimal sagen, womit sie demonstrativ den Eimer mit Fisch zur Seite stellte und aufseufzte. "Ich kanns kaum erwarten mal keine Gräte zwischen den Zähnen zu haben." Bevor sie ihrer Euphorie um das Essen nachgehen konnte öffnete der jüngste die Tür, besah sich die Szenerie der drei Erwachsenen skeptisch ehe er die Tür zu zog noch ehe Ao ihn wirklich hatte begrüßen können. "Hm... Wäre ich nicht so erleichtert dich zu sehen hätte ich wohl ähnlich auf Überraschungsbesuch reagiert." Schlussfolgerte sie und blickte auf die geschlossene Tür. Forest war nicht unbedingt stolz darauf wie sie sich dem Jungen gegenüber gegeben hatte, sie hatte sich nicht wirklich vorbildhaft verhalten, wenn sie sich auch nie wütend oder böse ihm Gegenüber gezeigt hatte. Doch mental war sie öfters abwesend gewesen, hatte wenig gesprochen und kaum ein Lächeln gezeigt. Das war nicht unbedingt gut damit sich ein verstörtes Kind an die neuen Umstände gewöhnen konnte. Sie hoffte das sie sich in Zukunft mehr zusammenreisen konnte damit Hayato es etwas einfacher hatte in ihrer Gegenwart. Doch zunächst sollte es erst etwas essbares geben bevor sich Ao den Arm von Tenzou ansehen würde und sie über ihre Situation reden mussten. Ao ging voran, ging in die kleine Hütte womit die Tür hinter ihm ins Schloss fiel und Forest für einen Moment alleine mit Tenzou zurück blieb. Kaum war ihr Mann außer sichtweite ballten sich ihre Hände zu Fäusten sodass sogar ihre Knöchel leise knirschten. ".... er hat so viele neue Narben...." Presste sie zwischen ihren Zähnen hervor. Innerlich kochte sie und wäre es nicht um ihre Vernunft wäre sie bereits auf dem Weg nach Chikyû. Außerdem wäre dann alles was Tenzou auf sich genommen hatte und was Ao durchlebt hatte umsonst. Es waren bereis genug Opfer gefordert worden, sie musste sich nur noch etwas mehr gedulden. "Ich weiß nicht was passiert ist, aber sie werden es bereuen...." Wie alles was passiert ist. Ihre Rache würde blutig und unbarmherzig werden. Meine Eltern... Asagar, Anda, Saori, Shiori... mein Dorf.... Alles... sie werden für alles bezahlen. Mit einem seufzen ließ sie einen großteil ihrer Wut von sich, blickte kurz darauf bedrückter zu Boden und fuhr sich mit ihren Fingern über ihre Stirn. "Aber das hat Zeit...." Meinte sie schließlich um ihre Worte etwas mehr zu entschärfen, sodass Tenzou keine Angst haben musste, das sie sich wirklich noch auf dem Weg zurück ins Dorf machte. Geduld musste sie nun zeigen und haben, Schwanger wäre eine Rückeroberung eh schwierig, denn ihr Kind wollte sie für ihre Rache nicht aufs Spiel setzen. Genausowenig wollte sie riskieren Shigeru zu einem halbwaisen zu machen.
Nach kurzem Zögern folgte sie Ao also nach drinnen und überlegte wie und wo die vier nun am besten Essen könnten. In dem kleinen Raum war es definitv zu eng. Vielleicht konnten sie sich auf die Terrasse setzen? Nach kurzem hin und her holte sie zumindest das wenige Geschirr das sie hier hatten und stellte es draußen auf den kleinen Tisch auf der Veranda, bevor sie sich dann doch um die Fische kümmern wollte. "Jetzt wo die Fische schon da sind... sollten wir sie zumindest versuchen zu Essen." Es wäre nun doch zu Schade sie verkommen zu lassen. Wenigstens war sie inzwischen ziemlich gut darin die Fische auszunehmen und von ihren Schuppen zu befreien. Es war immer ein kleiner Akt und ihre Haut glitzerte mit Schuppen für den Rest des Tages, doch Essen war nunmal Essen. Auch wenn es unleidiger Fisch war.
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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeSa Dez 14, 2019 2:46 pm

Normalerweise gehörte es nicht zu den Spezialitäten von Tenzou, Leute einfach zu umarmen. Die Gestik zeigte nur, dass er sich wirklich darüber freute, dass es dem jüngeren gut ging. Nach der spontanen Umarmung ließ Tenzou Ao wieder los und klopfte ihm nochmal ein paar Mal auf die Schulter. Der Mann bedankte sich, dass er auf Forest aufpasste. Auch er blickte nun rüber zu der Frau und winkte mit der Hand ab.
„Du wirst sicher wissen, dass deine Frau gut auf sich selbst aufpassen kann. Ich habe einfach nur ein Blick auf sie geworfen – mehr nicht.“ Allerdings hätte Tenzou sein Leben für Forest gegeben, auch wenn er das gerade nicht offen aussprach. Wenn man ihm sagte, er solle auf jemanden aufpassen, tat er das mit Leib und Seele. Ob Ao schon wusste, dass seine Frau Schwanger war? Für einen winzigen Augenblick sah er Shigeko vor seinen Augen, die mit ihrer Hand über ihn runden Bauch streifte. Tenzou blinzelte die Bilder weg als sie von Essen zu sprechen anfingen. Offensichtlich brachte der Blauhaarige Fleisch, Obst und Gemüse mit.
„Wenn du kochst, wird das sicher auch gut schmecken. Ansonsten wird es wieder gebratenen Fisch gegeben…“, erwiderte Tenzou und räusperte sich leise. Weder er noch Forest konnten wirklich gut kochen. Ein Grund, warum Tenzou zumindest oft in Restaurants war oder von dort Essen mitnahm. Hayato zumindest schien sich über seine Kochkünste nicht zu freuen. Sollte jemals Normalität in ihr Leben kommen, würde er ein Kochkurs machen.
Sein Blick wanderte in diesem Augenblick zu Hayato rüber, der sich nur kurz Blicken ließ und dann wieder verschwand. Mit einem leisen Seufzen sah er wieder zu Ao rüber und nickte leicht.
„Er fühlt sich in neuen Umgebung nicht wohl“, bestätigte der Mann knapp und beließ es dabei bleiben. Hayato war schon immer speziell gewesen, wenn man jedoch seine Geschichte kannte, wusste man, dass es überhaupt ein Wunder war. Obwohl er nur 3 Jahre in den Fängen von Hido war, machte es ihn nicht zu einem normalen Jungen. Tenzou würde alles daransetzen, dass er ein normales Leben führen konnte.
Zunächst wollten sie aber in die Hütte. Ao ging bereits voran und die Tür schloss sich hinter ihm wieder. Tenzou starrte ihm nach und hörte dann die Worte von Forest. Er blickte wieder zu ihr und musterte sie kurz eingehend. Seine Augen glitten zu ihren Händen, die fest zusammengepresst waren. Beruhigend legte der Mann seine Hand auf ihre Schulter und drückte sie leicht.
„Aber er ist hier“, sagte er. „Und er lebt… .“ Tenzou drückte seine Finger leicht in ihre Schulter. Forest verkündete trotzdem, dass sie es bereuen würde. Damit meinte sie vermutlich die Samurai. „Ja, sie werden es bereuen. Aber könntest du dein Racheplan so schmieden, dass du dich dabei nicht aufregst? Ich würde mich freuen, wenn du keine Sturzgeburt erleidest.“ Mit diesen Worten wandte er sich zum Haus zu und betrat es ebenfalls.
Gemeinsam mit den anderen räumten sie dann ein wenig um. Der Tisch kam auf die Veranda, wo sie viel mehr Platz hatten. Tenzou schaffte es auch seinen Sohn dazu zu bewegen, dass er etwas mithalf. Da sich Hayato offensichtlich unwohl fühlte, schickte er ihn auf einen „Rundflug“. Er durfte die Umgebung abchecken. Eine Route, die sie gemeinsam abgelaufen waren, wo er überprüfen durfte, ob Feinde in der Nähe waren. Zum Essen sollte er wieder da sein.
Schlussendlich klärten sie ebenfalls ab, dass es wohl doch erst einmal Fisch gab. Wie so oft war Tenzou allerdings keine wirkliche Hilfe. Mit nur einer Hand konnte er sich nicht wirklich an der Zubereitung des Fisches beteiligen. Das einzige was er gut konnte, war das abtrennen des Kopfes des Fisches. Er wurde daraufhin am Herd abgestellte und durfte, wie so oft, darauf aufpassen, dass nichts anbrannte.
Nachdem Hayato bereits 10 Minuten weg war und sich die Ankunft von Ao etwas beruhigte, wandte sich Tenzou mit ein paar Worten wieder an ihn. Dabei ließ er den Herd nicht aus den Augen.
„Wie sieht die Lage aus? Gibt es irgendwelche Neuigkeiten?“, erkundigte sich Tenzou, der bisweilen nichts weiter über Chikyu hörte. Ihm war nicht einmal bewusst, dass er inzwischen zu den meist gesuchten Verbrechern gehörte. Bewusst hatte Tenzou seinen Sohn mit der Aufgabe betraut gehabt. Die Zeit, die er weg war, konnten sie für eine Besprechung nutzen.

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BeitragThema: Re: Wiedervereint   Wiedervereint Icon_minitimeSo Dez 29, 2019 5:20 pm

Es gab Dinge die sich nie ändern würden und das wäre wohl der unendliche Hunger seiner Frau. Er war nicht stillbar und das brachte ihn tatsächlich zum schmunzeln. Irgendwo war sie noch immer der blonde Wirbelwind der nicht aufgeben konnte. Wenn sie die Möglichkeit gehabt hätte wäre es ihr leicht gefallen das ganze Essen allein zu verschlingen. Mit den Fischen kam er zurecht, das würde er immer tun. Um so mehr für Forest und sein Kind über war um so besser. Auch wenn Tenzou bestritt auf sie aufgepasst zu haben, war er ihm doch dankbar. So stark Forest sein konnte, so wusste er das sie bewusstlos niemals hätte irgendwie aus dem Dorf kommen können. Sie hätte sich geweigert, das war ihm klar und doch hatte er noch immer keinen Vorwurf gehört. Tenzou schien sich ebenso wie Forest über das Essen zu freuen und es ermutigte ihn, bestärkte ihn darin, dass er nichts davon angerührt hatte. Mit der Tasche trat er in die Wohnung, in der er Hayato beinahe augenblicklich fand. Er sah aus wie ein verschrecktes Rehkitz, dass in einen hellen Lichtstrahl blickte. Einen Moment sah er Ao nur an, also wollte er fragen ob dieser echt war. Hallo Hayato, du musst keine Angst haben. Ich bin jetzt erst einmal wieder hier und passe auf euch auf. Seltsam so etwas zu sagen, aber scheinbar beruhigte es den Jungen ein wenig. Langsam schritt er durch den Raum, ging in die Hocke und öffnete den Arm. Mit wenigen Schritten kam der kleine auf ihn zu und schloss Ao einen Moment in die Arme. Es war immer ein Kunststück mit Hayato umzugehen ohne ihn zu Tode zu erschrecken. Erst war seine Mutter gestorben, dann war sein Vater verschwunden und jetzt existierte sein Dorf nicht mehr. Er stand am Abgrund und da war es nicht verwunderlich, wie verwirrt er war. Er ließ den Jungen los, welcher die Tasche begann auszuräumen, während Ao sich die winzige Küche besah. Forest und Tenzou folgten kurz darauf und die Gruppe räumte um. Sie trugen den Tisch heraus und sein Freund kümmerte sich um den Fisch, während Ao in der Tasche nach einigem Gemüse kramte. Er schnitt es klein und warf es in einen Topf wo er begann es zu würzen und zu mischen, bis Tenzou sich an ihn wand. Hayato war fort, flog seine Runde und ließ sie allein. Ao spürte wie der Druck auf seinen Schultern stärker wurde und setzte sich mit Topf und Brett auf den Sessel. Es hat sich einiges getan im Dorf. Shinobi sind geächtet, sie patrouillieren an jeder Ecke, die Bevölkerung wird mit Propaganda zugedröhnt. Es gibt Kopfgelder – auf beinahe jeden. Er schwieg einen Moment, weil er wusste das er mehr sagen musste aber nicht wirklich wollte. Das sie alle auf der Abschussliste standen war nichts schönes, nichts das Hayato jemals erfahren sollte. Wir werden alle gesucht. Hochverrat, Behinderung des Systems, solche Dinge. Er hob den Blick und sah zu Tenzou, sein Blick war deprimierend. Sie wollen dich hinrichten Tenzou. Ein dunkler Ton lag in seiner Stimme und es schmerzte ihn seinen Freund dabei anzublicken. Dennoch sah er ihn an, drückte sein Mitleid aus und ließ den beiden einen Moment, um es zu verarbeiten. Seine Finger hielten das Schneidemesser fest in den Händen. Sie wollen, dass ich zurück in den Distrikt komme um ihn zu beruhigen. Ich hätte Freiheiten – aber wohl nur bis alles ruhig ist. Dann wäre ich auch Tod, denke ich. Aber vielleicht könnte ich weitere von uns rausholen. Netsu ist noch immer fort. Der Schwarzhaarige besah sich das Messer und schnitt nicht weiter. Eigentlich wusste er nicht viel und doch mussten sie Entscheidungen treffen, auf die er sich nicht freute. Was sollte er mit seiner Frau machen? Sollte er sich selbst opfern und versuchen weitere Shinobi zu befreien? Das würde Forest nie erlauben. Am liebsten würde er sie zu seiner Mutter schicken und zu seinem Bruder. Als weiteres Kind der Familie würde sie nicht auffallen. Was Tenzou wohl von seinem Todesurteil halten mochte? Er sollte es auf jeden Fall nicht Hayato verraten, sonst würde es nur noch schlimmer mit dem Jungen.


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