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 Stille Stunden

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Sheena Yumiko
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BeitragThema: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeMi Dez 11, 2019 6:03 pm


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06.04.02
Morgengrauen
Kaito & Yumiko
Wald nahe Kumogakure

Die Sonne ist gerade über den Wäldern des alten Bereiches aufgegangen, welcher einst von Kumogakure regiert wurde. Ein Dunstschleier liegt über dem Wald und es ist noch vollkommen still an diesem Ort, den beinahe niemand mehr kennt, oder besucht. Seit ihrem Amtsantritt ist Yumiko nicht selten unterwegs um sich selbst die Grenzen zu beschauen. An diesem Morgen durchstreift sie die Wälder um nach Auffälligkeiten zu suchen und am Ende in der tiefen Natur einige Übungen zu machen, bevor sie zu ihrem ersten Termin zurück in ihr Dorf kehrt.
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Sheena Yumiko
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BeitragThema: Re: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeMi Dez 11, 2019 9:53 pm

Die Sonne kitzelte in ihrem Nacken als sie über den Bergen aufging. Es war noch sehr kühl in den Bergen und der Geruch nach feuchten Kiefern lag in der Luft. Irgendwo waren die leisen Geräusche des Waldes zu hören und sonst schien niemand hier zu sein. Yumiko stand auf einem Felsenvorsprung und blickte hinaus auf den Wald, der sich unter ihr erstreckte. Sie kannte viele Berge und Täler um das Dorf und doch war sie heute weit ab von dem was man als Kern des Reiches bezeichnen konnte. Sollte Chigiri jemals einen Angriff über die alten Berge wagen hätten sie Probleme. Hier gab es zu viele Höhlen, unebenen Felsen, Klippen und ab und an endete der Wald im nirgendwo. Doch bis jetzt hatte sie hier nie jemanden getroffen oder ein Gespräch geführt. Die Dörfer waren winzig und kaum feindlich und Yumiko gab sich Mühe die zivile Arme an den Punkten einzusetzen wo es Banditen oder Überfälle gab. Doch sie konnte nicht alles retten nicht alles verteidigen, wenn sie nicht hin und wieder ausreizte was sie gelernt hatte. Ihre Schritte hatte sie an diesem Tag immer weiter den Pfad hinauf geführt, bis sie schließlich hier oben angekommen war. Ihre Augen hatten den türkisfarbenen Ton vollkommen verloren und funkelten blutrot wie ein geschliffener Rubin. Es würde einige Zeit dauern, bis sie wieder ihre Gewohnte Augenfarbe haben würde. Spätestens wenn sie wieder in ihrem Büro war, wäre dem wohl so. Bis sie dort sein musste hatte sie jedoch noch Zeit und beschloss ihre Übungen an diesem ruhigen Ort zu machen. Anders als im Dorf war sie in schlichte schwarze Kleidung gehüllt. Eine einfache dunkle Hose, flache schwarze Schuhe und eine schlichte Jacke gaben ihr etwas Verschlagenes. Das ihre Haare dabei vollkommen weiß waren machte sie zwar optisch nicht dominanter, aber verlieh ihr etwas Gefährliches, obwohl sie einfach nur dastand und angestrahlt wurde. Langsam ging sie über den Stein und suchte sich einen flachen Punkt auf den Felsen und reckte die Arme einen Moment in die Luft. Als sie diesen gefunden hatte legte sie ihre Jacke vor sich ab und begann langsam die fließenden Bewegungsabläufe auszuführen. Die kalte Luft drang langsam durch ihre Kleidung, und kühlte ihre Haut ab. Langsam wurde aus den zunächst trägen Bewegungen ein flüssiges Muster. Irgendwann waren ihre Bewegungen zu einem stetigen anspannen der verschiedenen Muskelpartien geworden, die ineinander übergingen wie andere atmeten. Ihre Füße bewegten sich beinahe lautlos und geschmeidig über den Felsen, während sie ihre Gedanken fließen lies. Sie wusste jetzt wo ihre größten Probleme im Dorf lagen. Sie hatte Flüchtlinge aus Chigiri und sie hatte in einigen Wochen noch Flüchtlinge aus Chikyu. Sie musste beide feindlichen Parteien in einem Dorf beherbergen und wenn nicht nur normale Bürger, sondern Shinobi in das Dorf kamen würde es mehr und mehr Probleme geben. Wie lange konnte sie den Parteien Unterschlupf bieten? Das die beiden Shinobi aus Chigiri nie wieder gehen würden war klar. Was sollte sie tun? Sie musste mit Nari sprechen, sie musste mit Akio sprechen und abwägen was rational die klügste Entscheidung war. Bis jetzt hatten die beiden dafür plädiert einen Grund zu schaffen das Dorf zu lieben und sich hier heimisch zu fühlen. Galt das auch für Flüchtlinge aus Chikyu? Sie würden das Dorf nicht verlassen dürfen, mussten eingeschränkt werden. Wenn man sie einschränken würde – nein das konnte sie nicht ertragen. Aber niemand schränkte sie mehr ein, denn sie war jetzt das Oberhaupt dieses Dorfes. Ich weiß nicht wie klug es ist all diese Leute bei uns zu beherbergen. Sie sind unberechenbar, sie müssen im Auge behalten werden und es werden mehr, nicht weniger. Wir müssen sicher gehen, dass sie keine Spione sind, Informationen aus ihnen gewinnen – ich wünschte ich wüsste sie es ausgeht. In ihre Bewegungen geriet ins Stocken, als sie nicht mehr bei ihrer Übung war. Ein leises Schnauben kam über ihre Lippen, als sie sich wieder fing und deutlich alle Muskeln anspannte, bevor sie über den nächste Stein stolperte, diesen fort trat und einen Moment inne hielt. Bis sie diesen Zyklus nicht vollendet hatte würde sie nicht von hier fort gehen. Also ging sie einige Schritte von der Klippe zurück und begann erneut mit ihren Übungen und Schritt in fließenden Bewegungen über das kleine Plateau.
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Hatake Kaito
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Hatake Kaito

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BeitragThema: Re: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeSo Dez 15, 2019 5:47 pm

Die Sonne ging unter und hinterließ nichts als Schwärze in dem kleinen Wald zurück. Kaum waren die letzten Sonnenstrahlen verschwunden, wurde es deutlich kühler in der Umgebung. Der frische Duft von feuchtem Waldboden und Kiefer lag in der Luft. Es war eine verdammt lange Zeit her, dass Hatake Kaitou derartig tief in den Wald, der in der Nähe von Konoha To lag, vorgedrungen war. Normalerweise mied er alles um sein altes Dorf herum, um der Gefahr nicht ausgesetzt zu werden von irgendwelchen Anbus aufgesammelt zu werden. Zudem wollte er eigentlich keine direkte Konfrontation mit den Dorfshinobi haben. Leider trieb ihn ein Auftrag geradewegs in die Nähe des Dorfes. Die Umgebung kannte er wie seine Westentasche. Schon als jüngerer Shinobi war er öfters durch die Wälder gewandert. Früher empfand er für diese Umgebung ein gewisses Gefühl von Heimat. Heute wanderte er durch diese Wälder und fühlte sich unwohl. Das lag einfach an der Tatsache, dass man ihn in Konoha To als Nukenin einstufte. Er konnte es dem Dorf nicht verübeln. Wer ein ganzes Team auslöschte, musste wohl damit rechnen gesucht zu werden. Mit der schicksalhaften Mission in dem sich vermutlich alles änderte, musste auch ein neues Leben her. Ein zwielichtiges Leben in dem sein ganzes Hab und Gut in einen Rucksack passte. Genau diesen Rucksack trug er auf seinem Rücken. Im allgemein wirkte er damit wie ein Wanderer, der durch den Wald lief. Ein langer Mantel hüllte seinen athletischen Körper ein und verbarg damit jegliche Vermutung, dass er ein wahrer Kämpfer war. Seine Stiefel waren schmutzig und zeigten deutlich, dass er schon länger durch unwegsames Gelände lief. Aber Dreck war die Tage wirklich sein kleinstes Problem. Bisweilen wusste er noch nicht, wie er die Zielperson – die irgendwo hier in der Nähe war – ausfindig machen sollte. Die Dunkelheit war inzwischen so undurchdringlich geworden, dass sich der Mann entschloss zunächst ein Lager aufzuschlagen. Zwischen Büschen und Ästen verschanzte er sich, aß etwas und holte sich eine Mütze schlaf.

Der nächste Morgen kam früh. Die Geräusche des Waldes weckten Kaitou und ließen ihn sofort die Augen öffnen. In den letzten Jahren war er etwas paranoid geworden, wenn es darum ging in freier Natur zu schlafen. Jederzeit konnte „der Feind“ vor ihm stehen. Als er realisierte, dass die Geräusche keine Gefahr bedeuteten, atmete er einmal tief durch. Mit einem leichten Kopfschütteln raffte er sich auf und fuhr sich durch seine mittellangen Haare. Er war schon Wochen lang nicht in einem Dorf gewesen in dem es ein Frisur gab. Allerdings sah er noch nicht wirklich unordentlich aus. Seine schwarzen Haare fielen ihm leicht ins Gesicht und kitzelten ihn etwas an der Nase. Bevor er weiterziehen würde, stand noch sein mordenglichen Training auf dem Plan. Er zog sein T-Shirt aus, legte es feinsäuberlich zusammen und platzierte es neben seinem Rucksack. Dann schnürte er seine Hose und Stiefel noch etwas fester. Nachdem er sich bereit für das Training fühlte, sah er sich zunächst in der Umgebung um. Alles wirkte ruhig – Mal abgesehen von den normalen Waldgeräuschen. Er streckte sich für einen Moment, ließ die Schultern kreisen und steuerte dann auf die Wand zu. Aus seiner Hosentasche zückte er einen Zahnstocher, den er sich seitlich in den Mundwinkel schob, auf den er gemächlich anfing zu kauen. Eine Methode, um sich daran zu erinnern, ruhig durch die Nase zu atmen, statt durch den Mund. Das würde seine Kondition stärken und Seitenstechen vorbeugen.

Der Aufstieg an der Felswand war für Kaitou nichts Besonderes. Je höher er kam, umso mehr Wald konnte er bald schon überblicken. Nach der Hälfte der Strecke, zeigten sich ein paar Schweißperlen auf seinem Körper. Langsam rannen sie über seine festen Muskeln hinweg, die sich unter seiner Haut mit jeder Bewegung anspannten. Er hatte bewusst das T-Shirt ausgezogen, um es nicht voll zu schwitzen.
Bald schon erreichte Kaitou den Felsvorsprung. Mit einer flüssigen Bewegung zog er sich nach oben als ein sanfter Luftzug an seiner Wange vorbeizog. War der Schatten ein Stein gewesen? Seine dunkelgrünen Augen richteten sich auf die Frau, die nicht weit von ihm stand. Sie begann mit ein paar fließenden Bewegungen und schien, genauso wie er, ihr Training zu absolvieren. Für einen Moment sah er wirklich fasziniert drein, bevor er sich komplett nach oben zog und aufrichtete.
„Es ist ziemlich gefährlich ein Stein einfach weg zu treten“, stellte er fest und legte beide Hände seitlich in die Hüfte, um tief durch zu atmen. Er spuckte den Zahnstocher weg und streckte sich kurz. „Was sind das für Bewegungen? Ich kenne viele Kampftechniken, aber eine solche, ist mir noch nicht untergelaufen.“ Während er sprach, rieb er sich über die verspannten Muskeln und dehnte sich ein wenig. Wer war wohl diese Frau? Was tat sie hier zu dieser Zeit und vor allem soweit weg von jeglicher Zivilisation?

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Sheena Yumiko
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BeitragThema: Re: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeMi Jan 01, 2020 11:15 pm

Fließ – von der einen zur anderen Seite. Gleichmäßig – ein wieder aus – ein wieder aus. Ihre Lieder waren halb geschlossen, während die kühle Luft der Berge durch ihre Bewegungen zirkulierte. Die Luft hüllte sie ein, einmal mehr einmal weniger, während sie über die Steine glitt und in einen Zustand von Entspannung übertrat. Mit jedem Atemzug schien die Last davon zu schweben wie Wasser, das mit der Sonneneinstrahlung zu Dampf wurde und in die Höhen der Welt entglitt. Obwohl sie fest auf dem Boden stand ließ sie den Zweifel und die Sorge los, klammerte sich nicht mehr an die Angst etwas falsch zu machen. Im schlimmsten Fall würde sie versagen und doch, dann wollte es das Schicksal so. Alles besaß eine gewisse Wahrscheinlichkeit, eine Ordnung, die wiederkehrte, Dinge, die sich wiederholten. Irgendwann würde sie sterben und ob mit dem Dorf oder dafür, nun das konnte sie nicht sagen und es war auch vollkommen egal. Sie hatte gerade drei viertel geschafft, als sie eine Regung an den Felsen bemerkte und spürte wie all die Leichtigkeit wich und die Spannung in ihr aufwallte. Routiniert schloss sie die Bewegung ab und wechselte in eine passive Kampfhaltung. Nicht, dass sie im Nahkampf ohne Waffen stark war, aber sie konnte abtauchen und wenn sie genug Zeit hatte eine Klinge zu ziehen, wäre sie sie immerhin halbwegs sicher. Sie musste nur bis zu einem Punkt kommen, an dem sie fortreisen konnte, dann wäre es ohnehin gleich wer er war oder was er wollte. Der Stress seiner Anwesenheit stand ihr deutlich in das hübsche Gesicht geschrieben, während ihre noch immer roten Augen ihn fixierten, um nach einer Waffe zu greifen. Es dauerte nicht lange, um ihn zu bewerten. Hier draußen war niemand der friedlich gesinnt war, nur Landstreicher, verirrte Bewohner aus den winzigen Dörfern und Abtrünnige jeder Form. Die Wahrscheinlichkeit das er ihr oder ihrem Dorf etwas wollte war hoch und doch schien er sie nicht zu kenne. Die Wahrscheinlichkeit das er um Konoha herum operierte war also gering und sie hatte seine Akte nicht in den Händen gehabt. Es gab viel zu tun und in keinem aktuellen Bericht war sein Bild gewesen, oder seinen Namen – nein sie erinnerte sich nicht an ihn. Langsam entspannte sich ihre Haltung, obwohl sich eine Falte auf ihrer Stirn bildete. Er hatte den Kiesel als gefährlich eingestuft, was sie ejdoch nicht so sah. Die Wahrscheinlichkeit von einem Kiesel erschlagen zu werden ist  recht gering. Dafür hätte der Stein euch sehr ungünstig treffen müssen, damit ihr den Halt verloren und hinab gefallen währt. Da ihr jedoch kräftig ausseht sinkt die Wahrscheinlichkeit noch weiter. Er war groß, trainierte, auf den ersten Blick kein Gramm Fett, dunkles Haar, Narben auf der nackten, verschwitzten Brust. Er sah attraktiv aus, rational betrachtet zumindest, ein schöner Mann, obwohl die Anziehungskraft von Narben gemindert werden konnte. Was auch wieder davon abhing, wen man fragte. Taichi ist in diesem Sinne keine wirklich Kampfkunst. Man bezeichnet es als innere Kampfkunst und es wird primär im unbewaffneten Nahkampf eingesetzt, zumindest war es früher häufig so. Mittlerweile dient es der Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung, einige nutzen es zum Meditieren oder als Ausgleich, erklärte sie sachlich. Wie hoch stand die Chance das er davon ausging, dass sie den Kampfsport praktizierte oder, dass sie es als Meditation nutzte? Sie war nicht besonders groß, nicht besonders kräftig, eher schlank und sportlich. Die Frage war nur ob das für oder gegen ihre Kampffähigkeiten sprach. Es blieb wahrscheinlich wohl bei einer fünfzig prozentigen Chance und einem seltsamen Gefühl. Sie konnte keinen Gedanken lesen und so musste sie wohl oder über warten, bis er weitersprach. Vielleicht hätte sie ihn etwas fragen sollen, aber Smalltalk lag ihr nicht. Es war eine Zeitverschwendung, wenn sie nichts aus diesem Gespräch zog. Die Zeit lief gegen sie, gegen ihren Zeitplan für den heutigen Tag. Gegen Mittag hatte sie Termine und nach ihrer Erklärung wirkte sie als wollte sie los. Ein wohin wäre wohl nicht einfach zu beantworten, aber spontanes Lügen wäre wohl etwas das sie noch häufiger machen würde, wenn sie ihren posten behalten würde. Teilen, herrschen und nicht zu viel Kontrolle abgeben. Gab sie ihm Kontrolle, wenn sie ihm die nächste Frage überließ? Vielleicht, aber wenn sie zu forsch wirkte, wäre es auch nicht gut. Wie benahm man sich, wenn man einen fremden, halb nackten Mann traf? Dazu gab es kein Standard Szenario, niemand der ihr davon in dieser Form erzählt hatte. Eine seltsame Situation, eine die sie jetzt durchleben musste ohne die Regeln ihrer Familie zu beugen.
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Hatake Kaito
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BeitragThema: Re: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeDi Jan 07, 2020 6:35 pm

Im ersten Moment schien Kaitou es für eine gute Idee zu halten die Frau anzusprechen, die in dem einsamen Gebiet hier trainierte. Im nächsten Moment merkte er, dass er möglicherweise nicht ausreichend über gewisse Konsequenzen nachdachte. Eine Frau die so fernab der Zivilisation trainierte, wollte bestimmt ihre Ruhe haben. Der großgewachsene Taijutsuka fuhr sich durch seine mittellangen Haare, die noch leicht feucht von seinem eignen Schweiß waren. Er betrachtete ihre passive Kampfhaltung, schien aber keine Anstalten zu machen selbst eine solche Haltung einzunehmen. Offensichtlich schien er seinen gegenüber nicht als Gefahr einzustufen, geschweigen denn dass er überhaupt den Eindruck erwecken wollte, dass ein Kampf in Frage käme. Kaitou musste sich selbst eingestehen, dass er die Frau nur ansprach, weil er so verdammt lange kein ordentliches Gespräch mehr mit einer Person führte. Ob seine Anwesenheit ihn nervös machte? Seinerseits dachte er nun daran, dass sie ihn womöglich erkannt hatte, sodass er sich innerlich vorbereitete in die Tiefe zurück zu springen. Glücklicherweise blieb ihm das aber erspart. Seinen Witz über den Kiesel schien die Frau nicht als solches aufzunehmen. Stattdessen betrachtete er sie kurz mit einem skeptischen Blick. Mit langsamen Schritten kam er näher und setzte ein schiefes Lächeln auf.
„Nun ja, es war eigentlich ein Witz, dass mich dieser Kieselstein wirklich ernsthaft verletzen könnte“, sagte er und rieb sich leicht über seine Wange an dem ein wenig Erde klebte. Er war mit bloßer Muskelkraft hier empor geklettert, ohne nur ansatzweise sein Chakra zu verwenden. Das hinterließ auf seinem Körper Spuren. Kleine Kratze an den Fingern, Abschürfungen an den Ellbogen und etwas Dreck. In einem respektvollen Abstand blieb Kaitou vor der Frau stehen und fragte nach, welche Kampfkunst sie gerade dort zeigte. Seine gegenüber antwortete und erklärte, dass es sich wohl um Taichi handelte. Eine Kampfkunst von der er Mal hörte, die er aber nie wirklich einsetzte. Zu seinem Gebiet zählten auch meistens Kampfkünste der offensiven Natur. Er konnte sehr schnell seine Gegner ausschalten, ohne mit der Wimper zu zucken. Besser er tötete schnell als selbst getötet zu werden.
Für einen Moment betrachtete er die fremde Frau vor sich noch ein wenig näher. Er fragte sich in dem Moment, ob sie eine Taijutsuka war oder ob sie einfach nur Entspannung suchte. Dann wäre es tatsächlich nicht gerade förderlich gewesen, dass er sie hier oben ansprach und ablenkte.
„Dann habe ich Sie wohl sichtlich gerade gestört. Verzeihung“, sagte er und schlug dabei sogar einen ehrlichen Tonfall an. Er brauchte nicht zu Lügen und tat es allgemein nur sehr ungerne. Ironischerweise bestand sein ganzes Leben nur aus einer einzigen Lüge derzeit. „Allerdings muss ich dazu sagen, dass es wirklich selten vor kommt in den Wäldern jemand zu treffen. Ich komme hier meistens hin um etwas Ruhe zu finden“, sprach er dann und ließ seinen Blick gemächlich über die verschiedenen Wipfeln des Waldes wandern. Es war fast schon traurig, dass er selbst in diesem Augenblick nicht ehrlich sein konnte. Wäre er in Konoha To noch, hätte er tatsächlich diesen Ort hier als Ruhepol verwendet. Allerdings war er weder in Konoha erwünscht, noch schenkte ihn dieser Wald wirkliche Ruhe. Sein Blick lief von dem Wald rüber zu der Frau. Dann ging er gemächlich zurück zu dem Rand des Abhanges.
„Würde ich ein Bild in meinem Leben malen müssen, dass schön ist, wäre es der Anblick“, sprach er dann einfach weiter und blickte über den Horizont hinweg. Dann sah er über die Schulter und schenkte ihr ein schiefes Lächeln. Eines was deutlich zeigte, dass er verdammt selten lächelte und dass das Bewegen seiner Lippen eher ungewohnt waren. „Wobei ich sagen muss, dass der Anblick einer schönen Frau hier oben, auch kein schlechtes Bild ist“, witzelte er ein wenig, ließ aber gleichermaßen sein Lächeln sofort wieder verblassen. Zwar war das Kompliment ernst gemeint, aber er wusste, wie das ganze vor einer wildfremden Frau wirkte – wie ein Mörder, der gerade eine Frau traf, die um die Ecke bringen wollte.


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Sheena Yumiko
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BeitragThema: Re: Stille Stunden   Stille Stunden Icon_minitimeMi Jan 22, 2020 5:47 pm

Er reagierte nicht auf sie, zumindest nicht aggressiv. War er sich zu selbstsicher, um einer fremden Frau Angst gegenüber zu zeigen oder war er einfach nicht auf ein Problem aus? Vielleicht war sie zu verbohrt darauf ein Problem zu sehen, welches sie lösen musste. Oh, war alles was sie zu dem Scherz anzumerken hatte. Das lief fantastisch, gerade zu grausam. Sie suchte Eindringlinge die normal wegen nahmen und nicht seltsame Männer die verschwitzt und halbnackt vor ihr auftauchten. Ich habe ein wenig Pech wie es mir scheint. Was mache ich nur, was mache ich nur mit ihm. Nun immerhin wisst ihr jetzt wie es um die Chancen steht – falls wieder einmal ein Stein euren Kopf streift. Besonders überzeugend klang es zwar nicht, aber immerhin ein Argument. Kein starkes, oder gar ein sinniges, aber ein Argument. Sie huschte über seine Erscheinung, sah wie ein Schweißtropfen seinen Weg hinab suchte, kleine Kratzer am Körper, Schwielen, Dreck, aber keine großen Wunden.  Neben ihm wirkte sie wie aus dem Ei gepellt, ordentliche Haare, kein Dreck, alles war sauber, schien zu duften, als wäre sie eben erst aus der Dusche gekommen. Nun das war sie auch beinahe, aber das würde sie ganz sicher nicht erzählen. Sein zweifelnder Blick änderte sich zu einem schiefen Lächeln, welches Yumiko jedoch nicht erwiderte. Sie lächelte nur, wenn er der Sache dienlich war und hier war sie sich nicht sicher, was sie davon halten sollte. Aber er hatte recht, er hatte sie gestört, ganz offensichtlich. Deswegen geht man in den Wald, für gewöhnlich ja. Die Wahrscheinlichkeit hier jemanden zu treffen liegt bei geschätzten zehn Prozent, je nachdem in welchen Teil des Waldes man geht. Erklärte sie erneut und ließ sie Arme einen Moment kreisen. Was sollte sie tun? Ihn von der Klippe stoßen? Oder ihn mit nach Konoha nehmen um ihn zu verhören. Letzteres erschien ihr drastisch, vielleicht hatte er Freunde hier in den Wäldern. War er dabei einen Angriff auf das Dorf planen? Oder war sie einfach zu paranoid? Sie konnte auch versuchen ihn für sich zu gewinnen. Was wäre am sinnigsten? Ein Freund war besser als ein Feind, egal wie man es drehte und wendete. Sie wollte sich nicht verraten und hatte dennoch das Gefühl sich bereits seltsam zu benehmen. Wie benimmt man sich einem potenziellem Straftätet gegenüber? Reicht nur Vorsicht aus? Dennoch ließ seine Haltung keinen direkten Angriff erahnen. Sie folgte seinem Blick über den Wald und trat in großzügigem Abstand an den Rand, um einen ähnlichen Ausblick zu genießen. Es war wirklich schön hier, aber deswegen war sie hierhergekommen. Um ruhig zu werden, zu trainieren und sich nicht den Kopf zu zerbrechen und doch tat sie genau das immer und immer wieder. Yumiko sog die kühle Luft ein um ihre Gedanken zu sortieren und beschloss sich dem Mann gegenüber freundlich zu sein. Ich danke euch, erwiderte sie freundlich, behielt ihren Abstand jedoch bei. Wobei Schönheit seit jeher im Auge des Betrachters liegt und sich mit den Sitten der Zeit ändert, ergänzte sie noch. Sie kam nicht darum herum zu allem eine Meinung zu haben, oder vielmehr wissen, welches sie den Leuten beibringen wollte. Ob das seine Meinung von ihr schmälerte oder nicht konnte sie nicht sagen. Zwar würde es jetzt nicht auffallen, wenn sie ihre Augen wieder aktivierte, immerhin waren sie schon Blutrot. Obwohl es ihr unnötig schien legte sie die Hand an kurz an die Schläfe, besann sich dann jedoch eines besseren. Sie hatte hier keine Gefahr gesehen und ihr Erbe wollte und durfte sie nicht weiter strapazieren. Es gab Regeln und sie würde sich genau an diese halten, um sich nicht in den Welten zu verlieren. Was verschlägt jemanden in dieses Niemandsland? Eine berechtige Frage, obwohl sie sich wünschte er würde es ihr nicht sagen. Wer lief schon hier herum? Nun er wollte Ruhe finden, vielleicht trainieren. Aber wer hier herum liefen, der scheute sich vor etwas, so wie sie es  nun einmal tat. Dabei lief sie nicht vor ihren Pflichten davon, es war vielmehr eine Erholung von dem was auf sie zukommen würde.
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