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 Mister - ich bin nicht am Sterben

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Hokusai Tenzou
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Hokusai Tenzou

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BeitragThema: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeMi Nov 20, 2019 12:29 pm

Das Gespräch mit Haruka war bald schon beendet gewesen. Wie verordnet trug er das Armband noch eine Weile und spürte deutlich, dass die Schmerzen gelindert wurden. Da sich sein Körper dennoch lädiert anfühlte, legte er sich für ein paar Stunden auf die Couch. Aus dem 30 Minütigen Nickerchen wurden mehrere Stunden. In der Zeit träumte er sehr viel. Seine Gedanken schienen alles zu vermischen, was er in den letzten Jahren erlebte. Der Angriff der Samurai, der sehr blutig ausfiel, wurde mit dem Tod von Shigeko gemischt. Er sah, wie die Samurai sie töteten und mit ihr auch das Kind, was sie in sich trug. In seinem Traum starb die Frau in seinen Armen, während er sich entschuldigte, dass er sie nicht beschützen konnte. Eine seltsame Kälte erfüllte den Traum.

Seit dem Gespräch mit Haruka träumte Tenzou sehr oft von dieser Situation. Immer wieder etwas anders und meistens noch um einiges dramatischer. Manchmal starb neben Shigeko auch Hayato, während Harukas Stimme lautstark in seinen Gedanken dröhnte, warum sie alle Tod waren. Immerhin hatte sie ihn beauftragt, dass er sie beschützen sollte. Jedes Mal wenn er aufwachte, fühlte sich der Mann mehrere Stunden fast ein wenig benommen. Er gab sich Mühe, wie so oft, sich nichts ansehen zu lassen. Das war einfach die Art von Tenzou. Nie sprach er über den Tod von Shigeko und die Trauer, die Schuldgefühle, die ihn plagten. Nie sprach er darüber, welche Schuldgefühle ihn seit dem Samuraiangriff verfolgten und welche Gedanken ihn einfach nie losließen. Selbst als Ao da war, schaffte es Tenzou nicht das Thema nochmal anzusprechen. Sie sprachen zwar über die derzeitige Situation, aber nicht über Gefühle. Männer sprachen einfach nicht über Gefühle oder Ängste oder gar schlechte Träume.

Die Zeit bis Haruka ankommen würde, verbrachte Tenzou vor allem damit seine Aufmerksamkeit auf Hayato und sein Training zu verwenden. In Chikyu To begann der Mann mit einem Training zu Raum-Zeit-Jutsus, auch wenn er nur Grundlagen Techniken bisweilen dazu hörte. Die Übungen dazu konnte er nur schwer bewältigen. Seit Ao hier war, konnte er seine Hand schon deutlich besser wieder bewegen, aber es bereitete ihn nach wie vor Schmerzen. Vermutlich Narbengewebe von einer Hand, die zu spät „richtig“ behandelt wurde.
An diesem Abend saß Tenzou auf der Veranda des Hauses und starrte müde auf das Meer hinaus. Durch die schlechten Träume versuchte er meistens nur kurze Zeitfenster zu nutzen, um zu schlafen. Seine Gedanken blieben dabei niemals ruhig. Sie kreisten um die letzten Informationen, die er von Ao bekam. Die Samurai wollten eine öffentliche Hinrichtung für ihn. Seit er das erfuhr, schlief er noch schlechter und wachte bei den kleinsten Geräuschen auf. Danach konnte er Stundenlang nicht einschlafen. Und wenn sein Gehirn gerade abharkte, dass er lange genug über diese Befürchtung nachdachte, dachte er an Asgar und dessen verschwinden. Tenzou schloss seine Augen und legte eine Hand über sein Gesicht. Stille und Dunkelheit umschlossen ihn.
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Kurozawa Haruka
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeDo Nov 21, 2019 7:24 pm

Haruka schnaubte unter ihrem Tuch. Diese Wüste zerstörte nicht nur ihr wunderschönes sehr pflegebedürftiges Haar, nein sie trocknete auch ihre Haut aus, wenn sie nicht ständig etwas dagegen unternahm. Obwohl Kuraiko ihr Chronisch sagte, dass alles in Ordnung war, ging es ihr nicht so. SIe litt unter diesem Wetter, dieser Umgebung und jetzt war sie auch noch auf dem Weg zu Tenzou. Ein undankbarer Mann! Sie wusste das Ao sich ein wenig um ihn gekümmert hatte, aber Ao war eben kein Meister im heilen. Also hatte sie sich erbarmt ihn aufzusuchen und sich um ihn zu kümmer. Außerdem wollte sie Hayato sehen, welcher wohl wieder ihr Armband trug, aber nicht nach ihr gerufen hatte. Ein wirklich unkomplizierter Junge, nie am beschweren, nie dabei sich über etwas aufzuregen und auch nie kurz vorm sterben. Sie wusste ja nicht, dass er generell nicht sprach, mit niemandem über irgendetwas. Kuraiko begleitete sie wie immer und als endlich das Wasser in Sicht kam stöhnte sie auf. Hat ja lange genug gedauert! murrte sie genervt und stampfte in Richtung des Hauses davon. Die schwarzhaarige Samurai hingegen machte eine Bogen um das Haus und schritt hinab zum Strand um ihr Lager aufzuschlagen. Sie sagte es zwar nicht, doch es schien dem Rotschopf so, als würde der Angriff ihrer Landsleute sie stark belasten. Nichts hatte auf diesen Angriff hin gedeutet und Kuraiko hatte ihn missbilligt. Obwohl sie von diesen Leuten abstammte fühlte es sich für Haruka so an, als würde sie etwas ihrer identität verlieren - aber sie sprachen nicht darüber, stattdessen liebten sie sich intensiver den je um ihren Frust, Kummer und die Trauer zu vertreiben. Einen Moment blieb sie auf der Klippe stehen und sah zu wie Kuraiko davon ging. Ein seltsames Gefühl von Sehnsucht ergriff sie und sie schlug die Kapuze ihrer Kleidung zurück. Einen Moment blieb sie stehen, schüttelte sich den Sand aus den Gewändern und aus dem Haar, richtete ihre Frisur, bevor sie überprüfte ob ihre Hände anständig aussahen und hüpfte leichtfüßig die Steine hinab. Den ersten den sie nahe dem Haus fand war Hayato. Er saß auf einem Stein und pfiff etwas vor sich hin das sie nicht verstand. Als sie näher kam erkannte sie die Raben und den Vogel von Forest an seiner Seite und lächelte. Wie ein Raubtier pirschte sie sich an und schlang die Arme um den Jungen um ihn an sich zu drücken. Die Vögel stoben kreischen davon, während der Hayato sich verkrampfte, bis er ihre Stimme hörte. Hallu hallu Hayato-chan, schön dich mal wieder zu knuddeln, flötete sie leise und drückte ihn noch ein wenig. Er sagte nichts, ließ sich jedoch noch eine Moment umarmen. Als Haruka ihn endlich los ließ streckte er sich kurz und stand auf. Er war ganz schön gewachsen, aber das war nicht verwunderlich. Zuletzt hatte sie ihn als kleines Kind gesehen. Es war ein wunder das er noch lebte und das seine Mutter so lange überlebt hatte. Tenzou hatte sich gut um sie gekümmert, dass wusste sie. Dabei war er hin und wieder ein wenig verwirrt, aber im Grunde seines Herzens ein guter Mann. Der Rotschopf streckte dem schwarzhaarigen die Hand hin und dieser ergriff sie nach einem kurzen Blick. Im gehen begann sie Chakra in seinen Körper zu leiten und zu untersuchen wie es ihm ging.  Beinahe sofort spürte sie das er verspannt war und ließ den Schmerz verschwinden, heilte seinen Muskelkater und fragte sich warum er nur noch wenig Chakra besaß. Entweder Tenzou quälte ihn gewaltig oder er trainierte selbst. Beides war möglich, wobei Tenzou was den Jungen betraf ein Herz aus Butter hatte. Als der Schmerz in seinem Körper abgeebnet war blieb er kurz stehen und sah sie an. Seine Hand formte das okay Zeichen und sie imitierte es mehr aus Reflex als, dass sie darüber nachgedacht hatte. Warum er wohl nicht sprach? Als Kind war er bereits still gewesen aber jetzt? Hayatos ziehen brachte sie zurück und sie folgte ihm bis zu dem Kleinen Haus. Wo Ao und Forest wohl waren? Bestimmt haben sie sich lieb - kein Wunder sie haben es wirklich schwer. Hayato ließ ihre Hand am Ende der Treppe los und drehte sich um. Wenige Schritte sprang er fort, bevor ihm Flügel wuchsen und er in den Himmel verschwand. Einen Moment lang sah sie ihm noch nach, ehe sie auf machte die winzige Veranda. Tenzou saß in seinem Stuhl und hatte die Hände vor dem Gesicht. Ob er schlief? Grob stieß sie ihm mit der Hand gegen die Schulter. Hehe Mister ich bin nicht am sterben, du siehst aus als wärst du tot, meinte sie grimmig und stieß ihn noch einmal an. Er konnte doch nicht schlafen, jetzt wo sie und ihre wunderbare Präsenz abwesend waren.
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeMo Nov 25, 2019 6:42 pm

Von dem ganzen Willkommenstrubel bekam Tenzou zuerst nichts mit. Er schwebte in einer Sphäre, die zwischen Realität und Traum lag. Am Rande hörte er Schritte und glaubte im Traum daran, dass Shigeko näher zu ihm trat. Sein Gehirn schien sich an dieses Bild klammern zu wollen. Denn nach dem ersten Anstupsen gegen seine Schulter reagierte er zuerst einmal nicht. Erst beim zweiten Mal ruckte sein Kopf hoch und er blickte mit einem starrenden Blick zu der Person hoch, die ihn gerade störte. Seine Augen wirkten müde und waren gesäumt von leichter Dunkelheit. Es dauerte einen kleinen Augenblick bis er Haruka erkannte und sich sofort aus dem Stuhl erhob. Das ganze wirkte im ersten Moment so als würde sich ein alter Mann erheben. Die Frau – Tenzou nahm seitjeher an, dass sie im selben Alter waren – blickte zu ihm. Was sollte er in diesem Augenblick zur Begrüßung sagen? Er starrte zurück und rieb sich mit einer Hand über den Nacken kurz hinweg. Sollte er sie umarmen?
„Es freut mich, dass du hier bist, Haruka“, sagte er dann nach einen Moment des Schweigens und der kurzen ruckartigen, aber angedeuteten Bewegung sie tatsächlich umarmen zu wollen. Auf halbe Wege schien er sich das ganze zu überlegen und ihr die Hand lieber hin zu halten. Nach wie vor wusste Tenzou nicht, was Haruka von der Situation hielt, dass Shigeko gestorben war. Die Gründe waren natürlicher Natur gewesen. Es war kein Mord gewesen oder Todschlag. Es war lediglich die Geburt eines Kindes. Die Geburt seines Kindes. Tenzou wollte auf die Frau und das kleine Kind nur aufpassen, aber daraus entwickelte sich eine Beziehung bis er schlussendlich ihr einen Antrag sogar machte. Die Entscheidung ein Kind in die Welt zu setzen, fiel ihnen beiden sogar ziemlich leicht. Es war der richtige Augenblick gewesen und ein Geschwisterchen für Hayato sahen sie sogar als förderlich für seinen Charakter. Doch die Natur – oder das Schicksal wollte es einfach nicht so.

Seit dem Augenblick wo Shigeko starb, schien alles nur noch schlecht zu laufen. Tenzou versuchte sie einzureden, dass ihr Tod kein universelles Problem auslöste, dass er dadurch nur noch durch Unglück verfolgt wurde, aber ein wenig fühlte es sich so an.
Aus den Gedanken gerissen, blinzelte er Haruka für einen Moment an, bevor er ein kleines Lächeln zeigte.
„Ich könnte uns – auch deiner Begleitung – einen Tee machen, wenn ihr wollt oder wollt ihr vielleicht etwas essen?“ Obwohl Tenzou manchmal wie ein großgewachsener Grizzlybär wirkte, war er die Höflichkeit in Person. Er wusste, wie man respektvoll mit anderen umging, vor allem mit Leuten, die ihm helfen wollten. Dann wandte er sich bereits langsam herum und betrat den Raum ohne eigentlich auf eine Antwort zu warten.
„Ich hoffe Eure Reise war nicht unangenehm gewesen. Ich hätte das ganze versucht selbst zu lösen… .“ Aber ich wusste nicht wie. Der Satz blieb in seinen Gedanken vollendet aber in der Wirklichkeit nur ein unvollständiger Satz. Tenzou steuerte die Küche an.
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeSa Nov 30, 2019 2:36 pm

Tenzou hatte zwar gewusst das sie auf dem Weg war, aber sie konnte nicht klar sagen ob er sich freut sie zu sehen, oder ob er verwirrt war, dass sie jetzt hier war. Einen Moment lang sah er so aus, als wollte er ihr nahe kommen, dann ruderte er jedoch zurück, hielt ihr die Hand hin. Etwas belustigt blickte sie von seiner Hand zu ihm, grinste schief und umarmte ihn dann großzügig. Hallu hallu Tenzoulein. Hat der große Brummbär etwa Angst, dass ich ihm die Ohren lange ziehe? flötete sie nach ihrer überschwänglichen Umarmung und machte wieder einen Schritt zurück. Sie sah vom Wind ein wenig zerzaust aus, aber nichts war gegen ihr entwaffnendes Lächeln einzuwenden. Sie konnte sich denken warum er Angst hatte, vielleicht auch haben sollte. Sie hatte Shigeko damals in seine Obhut gegeben, hatte darauf gebaut, dass er für sie sorgte. Genau das hatte er getan, soweit sie das beurteilen konnte. Sie wusste das sie tot war und als sie es erfahren hatte war sie wirklich traurig gewesen. Eigentlich wusste sie es nur durch Ao, den sie mit fragen gelöchert hatte als sie in seinen Geist geblickt hatte. Außerdem wäre sie wohl hier gewesen, wenn sie noch leben würde, aber war sie nun einmal nicht. Soweit sie wusste war sie nicht für das Dorf gestorben, aber mehr wusste sie nicht. Vielleicht wäre es angebracht Worte des Mitleides hervor zu bringen? Ihre Augen huschten zu dem Punkt von dem Hayato aus davon geflogen war. Einen Moment erlosch ihr Lächeln, dann sah sie wieder zu ihm. Mhm Tee und Essen? Ja – gleich. Ihre Augen suchten Kuraiko die dabei war ein Zelt aufzubauen und in der ferne schwer zu sehen war. Das mit den Samurai – naja hat sie schwer mitgenommen. Wie erstarrt blickte sie noch einen Moment auf die Silhouette der Frau, welche ihren Weg doch immer mit Ehre gegangen war. Sie liebte Kuraiko sehr und diese ständige Qual zu spüren machte sie beinahe wahnsinnige. Mit aller macht riss sie sich von dem Anblick los und seufzte, bevor sie die Hände in die Luft warf. Darf es dann wahr sein. Da drehen ein paar Idioten durch und sie fällt in tiefe Depressionen. Hoffentlich steckt Forest das besser weg. Murmelte sie zum Abschluss und sah wieder zu ihm hoch. Ich repariere das schon wieder keine Sorge. Ao hat sich das ja schon mal angesehen oder? Er ist ein guter Schüler – so aufmerksam und geduldig, aber so gar nicht begeistert oder talentiert. Da hilft nur zu sagen das es gut für Forest ist und er würde von der Klippen hüpfen. Theatralisch rollte sie mit den Augen und zuckte dann die Schultern. Was konnte sie gegen diese blinde Liebe schon tun? Immerhin wusste sie so, dass Forest immer beschützt werden würde bis er nicht mehr lebte. Bei seinem Talent sich vor sie zu werfen würde er in diesen Zeiten ein kurzes Leben haben. Während sie gesprochen hatte war sie dem Mann in das Haus und in die winzige Küche gefolgt. Das die drei es hier aushielten war ein Wunder, ein wirkliches Wunder. Missmutig blickte sie sich um, es war viel zu eng für drei Leute. Und ihr habt euch noch nicht umgebracht? Ist ja ein wunder. Ich meine das hier ist viel zu winzig. Nicht mal mein Kleiderschrank würde hier Platz haben, plapperte sie weiter und sah ihm dann dabei zu wie er Tee aufsetzte. Alsooo ich steh mal nicht im Weg rum und setz mich da hin – irgendwo. Einen Moment sah sie zwischen Bett, Couch und Sessel hin und her. Ein Bett für Forest? Hayato auf die Couch und wo schlief Tenzou? Oder schlief der im Bett und Forest auf der Couch? Kurz und knapp schien das nicht zu passen, so gar nicht. Irritiert setzte sie sich in den Sessel und drückte sich das Kissen an die Brust um sich setzen zu können und sah sich um. Für drei Leute reichte das auf keinen Fall. Wenn sie hier leben würde mit Kuraiko – das war eine Sache. Aber die drei schliefen nicht in einem Bett, kuschelten nicht miteinander – wie schön warm Kuraiko immer war! Das klirren der Teetassen holte sie zurück und sie reckt sich in dem Sessel kurz und sah dann zu ihm. Bevor ich deinen Arm richte – und ich sage nicht das es schmerzlos sein wird – will ich wissen wie Shigeko gestorben ist. Ihr Kopf fiel rückwärts über die Lehne und sie starrte an die Decke. Hatte sie etwas falsch gemacht? Hätte sie das verhindern können? Wahrscheinlich würde es ihm unendlich weh tun, sie hoffte das es ihm weh tat sonst würde sie ihm wahrscheinlich weh tun. Obwohl sie die Frau nicht gekannt hatte, ihren Sohn kaum kannte war es doch eine Verantwortung die sie für beide übernommen und dann abgegeben hatte. War sie der schlechte Mensch gewesen? Ich frage mich ob ich mich hassen muss. Ist das meine Schuld?
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeSo Dez 01, 2019 7:13 pm

Die angesetzte Umarmung wurde zu einem etwas unpersönlichen Händeschütteln. Tenzou wusste nicht, wie er sich am besten Haruka gegenüber verhielt, vor allem nach dem Shigeko nicht mehr lebte. Zu seiner eigenen Überraschung reagierte die Frau jedoch anders und umarmte ihn. Kurz versteifte sich sein Körper als er die Umarmung spürte, entspannte sich aber gleich danach wieder. Tenzou legte seine großen Arme um die Frau und drückte sie kurz. Eine Umarmung tat in diesem Augenblick wirklich gut, auch wenn er das niemals offen ausgesprochen hätte.
„Ich habe keine Angst. Ich wusste nicht, ob es angemessen ist, dich einfach zu umarmen“, erwiderte Tenzou und löste langsam die Umarmung von der Frau. Er schenkte ihr ein müdes Lächeln und deutete gleichermaßen in das Hausinnere. Tee und Essen waren für die Situation wohl angemessen. Immerhin war die Frau den ganzen Weg zu ihnen gekommen nur um ihm zu helfen. Tenzou ging bereits langsam zu der Tür und blieb im Rahmen davon stehen, um nochmals einen Blick zu Haruka rüber zu werfen. Sie sprach gerade über die Samurai und blickte dabei rüber zu Kuraiko.
„Es kam auch für uns überraschend, dass sie uns angegriffen haben“, brummte er rau und beobachtete, wie sie die Hände in die Luft warf. Das letzte Murmeln verstand er jedoch nicht mehr. „Von Idioten würde ich tatsächlich nicht sprechen. Sie waren bestens vorbereitet uns anzugreifen.“ Langsam wandte er sich dabei ab, verharrte aber in dem Türrahmen kurz als er die nächsten Worte von Haruka vernahm. Ein Brummen kam nur von ihm und verschwand gänzlich im Haus, um Tee zu kochen. Ob sich das Ao angesehen hatte oder nicht, war nicht ganz eindeutig gewesen. Tenzou betrat die winzige Küche und setzte dort einen kleinen Teekessel auf. Aus dem Abwasch holte er zwei Teetassen und stellte sie auf der Anrichte ab. Immer wieder sah er über die Schulter zu Haruka rüber, die ihm inzwischen in das Haus folgte. Sie blickte sich kurz um und stellte fest, dass die Räumlichkeit verdammt eng war für alle. Tenzou ließ sein eines Auge nur kurz umher wandern und zuckte die Schultern. Er schlief tatsächlich die meiste Zeit auf dem Boden oder auf der Veranda. Niemals hätte er es gewagt auf dem Bett oder der Couch Platz zu finden. Lieber hätte er sich ein Bein ausgerissen.
„Spezielle Umstände erfordern spezielle Maßnahmen. Die Wohnung ist passend für eine Notunterkunft. Tatsächlich würde ich es aber nicht als neues zu Hause betiteln“, sagte er von der Küche aus und blickte zu Haruka, die sich auf den Sessel setzte. Tenzou wandte sich wieder dem Wasser zu und goß ihn langsam in die Tasse ein. Es gab nur Kräutertee. Beide Teetassen stellte er auf ein Tablett ab, da er nur mit einer Hand derzeit hantieren konnte. Das Tablett balancierte er dann auf einer Hand langsam rüber zu Haruka, die genau in diesem Moment erklärte, dass sie alles über den Tod von Shigeko wissen wollte. Tenzou blieb so abrupt stehen, dass der Tee der Tassen überschwappte und er fast das Tablett fallen ließ. Er starrte Haruka an als hätte er einen Geist gesehen. Dann kam er langsam näher und setzte sich auf die Couch. Das Tablett bettete er auf seinen Knien ab und nahm eine Tasse in die Hand, um sie ihr zu reichen. Sie tropfte etwas von dem verschütteten Wasser. Was sollte er sagen?
Er öffnete seinen Mund und schloss ihn langsam wieder. Seine Augenbrauen zogen sich tief zusammen und auf seine Gesichtszüge formte sich eine Art schmerz. Seine Hand umschloss fest den Griff des Tabletts, während er das leichte Zittern des Wassers in der Teetasse betrachtete.
„Es ist meine Schuld…“, sagte er plötzlich, auch wenn er etwas vollkommen anderes sagen wollte. Der Griff in seiner Hand brach. Er blinzelte erneut und löste ihn rasch, um weiteren Schaden zu verhindern.
„Ich habe sie geheiratet“, brummte er dann, um die Aussage nicht gänzlich so im Raum stehen zu lassen. „Sie wurde letztes Jahr Schwanger.“ Sein Auge wanderte zu Haruka rüber, er wollte nicht wegsehen, um ihr die Wahrheit zu sagen.
„Sie war im letzten Monat als es bei der Geburt zu Komplikationen kam. Sie ist verblutet. Das Kind – unsere Tochter starb ein paar Stunden danach.“ Er biss die Zähne fest aufeinander und blickte zurück in den Teebecher.



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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeDo Dez 05, 2019 4:06 pm

Ebenso wie sein Ziehsohn reagierte der große Mann ein wenig verstört auf ihre Umarmung. Körperliche Nähe war ein Zeichen von Zuneigung, vertrauen und hin und wieder beruhigte es die Leute. Das Haruka die beiden umarmte, obwohl sie beide kaum kannte lag daran, dass sie als Ärztin der Meinung war, dass sie eine Umarmung gebrauchen konnten. Sie würde auch Ao umarmen, wenn sie ihn zu fassen bekam, aber er und Forest waren beide nicht zu sehen. Nach einem Moment des Zögerns erwiderte er die Umarmung jedoch und meinte es ginge hierbei nicht um Angst, sondern um die Angemessenheit. Haruka zuckte nur nachlässig die Schultern. Im Krieg und der Liebe ist alles erlaubt, erwiderte sie mit etwas rauer Stimme und kicherte kurz, obwohl daran nichts lustig war. Die einzige Art und Weise mit Schicksalsschlägen umzugehen war Heiterkeit, dass hasste sie in den letzten Jahren für sich herausgefunden. Wenn sie ihr Lachen verlor konnte sie nicht so existieren, wie sie es gerne wollte. Auf seine Einschätzung der Samurai grinste sie nur schief. Sie sprach von menschlichen Idioten und er von taktischen Idioten, das war ihr sofort klar. Dennoch sagte sie dazu nichts. Er schien Ehrfurcht vor den Menschen zu haben die ihn aus seiner Heimat vertrieben hatten. Vielleicht war es ganz gut, dass sie heimatlos war und nur zu ihrem Dorf zurückkehren konnte, wenn sie alleine war. Das er sich hier nicht besonders heimisch fühlte Verstand sie sofort. Hier würde sie auch nicht wohnen wollen. Etwas Unglücklich war jedoch der Zeitpunkt ihrer Frage, ließ er deswegen doch das Tablett klirren und sie setze sich wieder aufrecht in den Sessel, sah zu ihm und nahm ihm die nasse Tasse ab. Sorgsam wischte sie diese trocken, während er gestand, dass es seine Schuld war. Ein wenig unglaubwürdig blickte sie zu ihm und zog die Stirn kraus. Die Hochzeit der beiden war für ihn der Grund, warum sie tot war. Hätten sie sich nicht verliebt, wäre sie nicht schwanger geworden, dann wäre sie noch am Leben. Was für ein Unfug. Haruka nahm die Tasse in eine Hand und beugte sich vor um ihm demonstrativ mit dem Finger gegen die Stirn zu schnipsen. Hallo? Du hast sie geliebt – sie hat dich geliebt – der Rest war einfach Pech. Die Kurzoawa seufzte lautstark, sah seinen zerknirschten Blick und neigte den Kopf ein wenig. Die Natur nimmt ihren Lauf und oft sind wir machtlos. Sie hätte dich nicht geheiratet, wenn sie nicht glücklich gewesen wäre. Du hast ihr etwas geschenkt das sie glaubte verloren zu haben. Als ich sie fand war sie verstört und ängstlich. Sie wollte nicht vergessen, wollte nur das ihr Sohn sich nie erinnert, dass er nie von selbst darauf kommt wer sein Vater war. Mit dir hatte sie scheinbar ein gutes Leben. Niemand außer dir gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Lieber ist es mir zu wissen das sie glücklich starb als einsam. Natürlich ist es schwer, aber du wirst sie immer in guter Erinnerung behalten, da bin ich sicher. Denn eigentlich war es wirklich ganz alleine ihre Schuld. Sie hatte die Frau gerettet und zu ihm gebracht. Sie hatte getan was sie für klug gehalten hatte. Wahrscheinlich war sie wirklich glücklich gewesen und hatte bei dem Mann gute Jahre verbracht. Chikyu war die einzige Option gewesen. Es war einfach nur unglücklich gelaufen, dass musste sie sich sagen und das musste sie ihm sagen. Ob ihre Worte überhaupt bei ihm ankamen? Wahrscheinlich nicht. Also trank sie einen Schluck Tee und stellte die Tasse dann fort. Wenn du jemandem die Schuld geben willst, gib sie mir. Immerhin habe ich sie zu dir gebracht und nicht sonst wo hin. Es war einfach eine Fügung und ich weiß wie es ist geliebte Leute zu verlieren. Ich sehe meine Familie kaum, weil es besser so ist. Aber weißt du irgendwann geht alles Berg auf. Wir dürfen nie vergessen zu Lächeln und ein schönes Leben haben, denn sie würden sich nicht wünschen das wir traurig vor uns hin starren und das Leben hassen. Es zerfrisst die Seele, den verstand, den Geist. Ihre Stimme wurde ein wenig leiser und so wie er blickte sie einen Moment in ihre Teetasse, bevor ihr Blick aus dem Fenster glitt und sie an ihre verstorben Tochter dachte und an die ganzen Kinder die bei Yamato lebten, die sie kaum als Mutter sehen konnten. So fühlte es sich zumindest immer an. Sie hatte sich gegen dieses Leben entschieden und er hatte sich gegen sie entschieden. Ihre Tochter war einfach so dahin gerafft ohne das sie etwas hätte tun können. Damals hatte sie sich auch schwach gefühlt, nutzlos und von endloser Trauer erfüllt. Aber sie trug auch mehr als ein Leben in sich und vielleicht war sie einfach abgestumpft was diese Dinge anging, wenn auch nicht so sehr wie einige die nur ein Leben hatten.

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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeSo Dez 08, 2019 6:04 pm

Noch nie sprach Tenzou die Worte aus, dass er glaubte das Shigeko wegen ihm Tod war. Man konnte es vermutlich auch aus anderen Sichten sehen, aber man sah es vermutlich nur aus seinem eignen Blickwinkel. Nachdem seine Worte endeten, schwieg er erst einmal etwas. Ausgesprochen klang alles schon wieder lächerlich, aber dennoch bildete das alles sehr gut seine Gefühle wieder. Als ihn plötzlich ein Finger an der Stirn traf und er blinzelnd zu Haruka sah. Er stieß die Luft hervor und rieb sich mit der freien Hand über den Nacken hinweg. Es war klar, dass Haruka nicht ganz unrecht besaß, dass Shigeko mit ihm glücklich war und wieder ein gutes Leben führte. Dennoch wollte dieses Gefühl von Schmerz nicht verschwinden.
„Ich werde sie nie vergessen, auch wenn ich bis heute nicht weiß, wie ich jemals Hayato sagen soll, dass ich nicht sein Vater bin“, erwiderte Tenzou ruhig und griff gemächlich nach der Teetasse, die noch immer auf dem Tablett stand. Er nahm einen kleinen Schluck und stellte die Tasse wieder zurück. Langsam wanderten seine Augen wieder zu ihr zurück, während sie über die Schuldsprache wieder redeten. Es war eigentlich klar, dass er sich die Schuld in die Schuhe schob. Tenzou hatte damals den ersten Schritt gemacht, war ihr nähergekommen und vergaß irgendwann den eigentlichen Auftrag. Als Haruka darüber sprach, dass sie sich eigentlich die Schuld geben sollte, hob er seinen Augenbraue und legte die Stirn tief in Falten.
„Nun… wie du sagtest. Es war wohl die Natur der Dinge“, wiederholte er langsam die Worte von Haruka, um nicht auf die Schuldfrage nochmals einzugehen. Er war sich sicher, dass die Frau definitiv nicht Schuld besaß an dem Tod von Shigeko, aber man konnte das ganze mit Sicherheit so sehen. Erneut trank er einen Schluck von seinem Tee und beobachtete dabei Haruka ein wenig. „Ich wusste nicht, dass du eine Familie hast, die kaum siehst. Ich könnte mir kaum vorstellen, wie es wäre Hayato nicht mehr zu sehen.“ Er stellte das Tablett langsam auf den kleinen Couchtisch und blickte einmal durch den Raum hinweg. Das Thema war wirklich ein schweres.
„Würdest du mir irgendwann von deiner Familie erzählen und den Grund, warum du sie nicht mehr sehen kannst?“



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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeDo Dez 12, 2019 10:43 am

Es war ein wahrlich schweres Thema, das die beiden sich da vorgenommen hatten. Shigeko war nicht irgendjemand gewesen, zumindest nicht für Tenzou. Sie war seine Frau gewesen, mit Pech die Liebe seines Lebens und es war fragwürdig, ob er sich jemals davon erholen würde, sie verloren zu haben. Das er jetzt noch nicht so weit war konnte sie verstehen. Sie selbst hatte auch immer eine gewisse Zeit gebraucht, aber sie hatte auch ewig viele Lebenszeit um das eine oder andere zu verarbeiten. Es gab keinen Druck für sie, mit 100 war es nicht vorbei gewesen. Da sie bald die zweihundert überschritt waren es schon gar nicht schlimm für sie zu warten, denn das konnte sie mittlerweile ganz gut. Wie musste es sein zu wissen, dass man bald sterben konnte, wie musste es sein sich ständig den Gefahren des Lebens ausgesetzt zu sehen? Ob man es irgendwann einfach nicht mehr wusste? Sie seufzte laut, wie sollte er es seinem Sohn je sagen? Vielleicht wird der Moment nie kommen, es gibt keinen Zeitpunkt um so etwas zu sagen. Jetzt da sie nicht mehr ist wird es nur noch schwerer. Mhm ich denke du solltest eine sichere Umgebung für ihn haben, wenn du es ihm sagst. Sag ihm ruhig das er sich wegen mir nicht erinnert, dann ist er immerhin wütend auf mich. Das war deutlich besser als Wut auf Tenzou zu haben den er täglich sehen würde. Es wäre fatal, wenn er seinen Vater als solches verlor. Vielleicht wäre es besser gewesen ihn mit diesem Wissen aufzuziehen, doch das hatte Shigeko abgelehnt. Warum ihn dann nicht bis zum bitteren Ende belügen? Das war eine schwere Frage, wenn sie bedachte wie lange für die die Ewigkeit war. Wenn Hayato morgen sterben würde, dann wäre es besser gewesen, wenn er glücklich starb. Etwas unglücklich schob sie sich in ihrem Sessel herum, starrte kurz aus dem Fenster, bevor sie wieder Tenzou ansah der ihr zwar keine Schuld gab, aber wahrscheinlich nicht merken würde das es sinnlos war sich selbst die Schuld zu geben. Von seinem Schmerz zu ihrem Schmerz zu kommen war nicht das schönste, aber was sollte sie ihm da vorwerfen? Ablenkung tat ihm bestimmt gut. Also setzte sie sich vernünftig in ihren Stuhl und gab sich alle Mühe lässig zu wirken. Klar warum nicht. Ist ja an sich kein Geheimnis, nur ein wenig unpraktisch. Sie zuckte die Schultern, erhob sich von ihrem Sessel und ging zu ihm auf die Couch und griff nach seinem Arm. Ich erzähle dir davon, während ich dich heile. Klingt gut oder? Dann hörst du mir zu und merkst nicht so viel vom Schmerz. Sie griff in ihre Schicht aus Kleidern und zog ein kleines Bonbon hervor, dass von grünlicher Farbe war. Hier lutsch das, eine Vorfahrin von mir hat Medizin immer so verabreicht. Eigentlich gar nicht so blöde, vor allem bei Kindern. Es wird den Schmerz etwas lindern. Wenn Ao es nicht richtig hatte heilen können, war es wahrscheinlich falsch verwachsen. Ohne lange zu zögern nahm sie seinen Arm in ihre Hand und streckte ihn aus. Mit routinierten Handbewegungen schlug sie den Stoff zurück bis sie den Arm auf ihr Bein legen konnte. Chakra floss in ihre Hände und sie begann sacht die verspannte Muskulatur zu lockern, während sie in rhythmischen Bewegungen den Arm entlang fuhr um die einfachen Verspannungen los zu werden. Ich habe vier Kinder. Drei Töchter und einen Sohn. Die ältesten sind Zwillinge, begann sie ruhig, während ihr Fokus deutlich auf dem Arm lag. Ich war immer viel am reisen, das wusste mein Freund. Irgendwann war es ihm jedoch zu viel. Missmutig kniff sie die Augen zusammen, während ihre Hände nun grün zu schimmern begannen und sie den Arm nach inneren Verletzungen ab suchte. Ich wollte ihn nicht heiraten, weil das für ihn nur eine andere Möglichkeit war mich an einen Ort zu binden. Aber so bin ich nun mal nicht.  Ich kann nicht sagen ob er mich einfach nur aus Liebe zur Ehefrau wollte oder weil er hoffte das - mhm da ist etwas falsch verwachsen - weil er hoffte das ich dann bleibe. Ich muss das kurz durchtrennen, Zähne zusammen beißen. Ihre Stimme verklang, während ihre eine Hand an seinem Arm blieb, die andere fort gestreckt wurde und sich zwischen ihren Fingern ein Skalpell formte. Es waren fünf Schnitte die sie im Arm des Mannes setzte um falsch verwachsene Nerven zu trennen. Die Schnitte waren so schnell gemacht, das gar keine Zeit für äußerliche Ablenkung blieb. Wie weh ihm diese Schnitte wohl tun musste. Als sie klein waren habe ich den Kindern immer vor gesungen weißt du? Einen Moment lang hörten ihre Hände auf zu leuchten und jetzt wurde es knifflig. Leise und mit zarter Stimme begann sie das Lied zu singen, welches ein kaum wahrnehmbares Genjutsu war und sich wie ein beruhigender Schleier auf seinen Verstand legen würde. Auf dieser Wiese unter der Weide - Ein Bett aus Gras ein Kissen wie Seide - Dort schließe die Augen den Kopf leg nieder - wenn du erwachst scheint die Sonne wieder - Hier ist es sicher hier ist es warm - hier beschützt dich der Löwenzahn- Schöne Träume hast du mein Kind - an diesem Ort da lieb ich dich - Hier ist es sicher hier ist es warm - Hier beschützt dich der Löwenzahn- Ihre Worte hingen einen Moment in der Luft während sich der Rotschopf zwang das Chakra für ihre nächste heilende Technik in die Händen zu leiten ohne beim Singen den Schleier des Genjutsu zu verlieren. Selten zwang sie sich genau dazu, meist gab sie Heilmittel, doch ihr Vorrat war nicht mehr so gut gefüllt, wie sie es mochte. Das ständige hin und her reisen hatte ihr die Zeit genommen diese Dinge in Ordnung zu halten. Also musste es so gelingen und während sie sang schaffte sie es tatsächliche die falsch verbundene Nerven neu zu verbinden und sie zusammenwachsen zu lassen. Eine Meisterleistung wie sie fand und das würde ihr so schnell wohl niemand nach machen. Etwas erschöpft rutschte sie von Tenzou fort und gab seine Hand frei. Ist wieder wie neu, meinte sie leicht hin. Nicht das er noch auf die Idee kam, dass es wirklich anstrengend gewesen war.

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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeDi Dez 17, 2019 6:31 pm

Es war einfach die Schuld bei jemand anderes zu suchen und schwer sich die Schuld selbst einzugestehen. Vielleicht war es aber auch andersherum. So wie es wirkte, schien auch Haruka sich selbst die Schuld zuzuweisen, dass Shigeko starb. Man konnte es vermutlich drehen und wenden wie man wollte. Schlussendlich waren sie vielleicht auch beide schuld. Allerdings brachte es wohl heute Abend nicht sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Dennoch empfand es Tenzou als angenehm endlich Mal eine Gesprächspartnerin zu haben mit der er sich über ein paar Themen austauschen konnte. Klar war, dass Ao ihm auch zuhörte oder Forest. Nur war es eine ganz andere Qualität, wenn Haruka nochmals mit ihm sprach. Bei der Thematik seines Sohnes und das er nicht der Vater war, traf die rothaarige direkt ins Schwarze. Auch Tenzou dachte stets daran, dass es besser ihm erst mehr zu erzählen, wenn sie in einer sicheren Umgebung waren. Hayato brauchte klar Festigkeit im Leben und vor allem jemand auf dem er sich verlassen konnte. Dieser jemand wollte der Mann sein. Es wäre für ihn unerträglich gewesen den Jungen leiden zu sehen. Konnte man hier wirklich von Vatergefühlen sprechen? Oder war es einfach die Tatsache, dass er Shigeko in Hayato sah?
Seine Gedanken kamen in die Realität zurück als Haruka davon sprach, dass sie ihm bei der Behandlung über ihre Familie erzählen konnte. Er nickte etwas. Wenn die Frau schon von Ablenkung sprach, würde die Prozedur sicher nicht angenehm werden.
In seine Hand ließ sie das kleine Bonbon fallen und Tenzou schob sich das ganze in den Mund, um es langsam zu lutschen. Es schmeckte frisch, aber so richtig konnte er es einer Kräuterart nicht zuordnen. Seine Augen lagen dabei auf den Fingern der Frau, die langsam anfing seinen Arm von Stoff zu befreien und ihn dann auf ihrem Oberschenkel bettet. Bald schon spürte er warmes Chakra in seine verspannte Muskulatur eindrang und diesen langsam lockerte. Es war angenehm, auch wenn es ihm gänzlich nicht von Schmerz befreite. Während der Behandlung sprach Haruka von ihren Kindern. Es war fast schon überraschend für ihn zu hören, dass sie 4 Kinder besaß. Tenzou pfiff leise durch die Lippen.
„Das sind schon einige Kinder. Hätte ich wirklich nicht erwartet.“ Seine Augen beobachteten ihre Bewegungen und er lauschte dabei den Worten über ihre vielen Reisen. Gerade deswegen vermutete er tatsächlich, dass sie nicht so viele Kinder besaß. Reisen standen Familienplanungen sicher im Weg?
„Kann man nicht auch heiraten, während man reis…“, die Stimme von Tenzou brach augenblicklich ab und er biss sich fest auf die Zähne als er die Schmerzen in seinem Arm wahrnahm. Zuerst zuckte er nur zusammen, stieß dann aber auch angestrengt die Luft aus den Lippen. Seine Gesichtszüge entspannten sich jedoch langsam als sie das Lied für ihre Kinder anfing zu singen. Er bekam nicht einmal mit, dass es sich dabei um ein Genjutsu handelte. Wer dachte auch daran, dass ein Lied zu einem solchen Jutsu gehörte? Der Verstand von Tenzou fühlte sich kurz benebelt an und er fragte sich für einen kleinen Augenblick, ob das vielleicht an dem Bonbon lag, dass ihn Haruka gab. Bevor er sich überlegen konnte, welche Inhaltsstoffe wohl für diesen Nebel sorgten, blinzelte er bereits und die Frau verkündete, dass alles wie neu war. Tenzou sah kurz irritiert drein und sah dann von der rothaarigen hinab auf seinem Arm. Vollkommen perplex starrte er seine Finger an und wagte es noch nicht sie zu bewegen. Nach mehreren Sekunden zuckte dann sein Finger und er bewegte gemächlich alle Glieder. Als er sicherer war, dass es nicht wehtat, hob er seinen Arm hoch und spannte die Finger zu einer Faust an.
„Fühlt sich wie neu an“, sagte er mit einem Lächeln und bewegte dann zusätzlich noch seine Schulter etwas, um die Bewegung nochmal richtig auszuführen. Alles war tatsächlich wie neu.
„Vielen Dank. Ich dachte schon, dass ich bald noch mehr vekrüppelt rum laufen müsste.“ Damit spielte er tatsächlich auf sein blindes Auge an. Es wäre wirklich alles andere als gut gewesen, wenn dann auch sein Arm nicht mehr funktionierte.
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Kurozawa Haruka
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeMo Jan 06, 2020 10:22 am

Einige Kinder – das waren Worte die ihr schwer im Magen lagen. Es war diese Mischung aus Schuld und unangenehmen Gefühle die sie immer mit sich herum trug, über die sie jedoch nicht sprach, mit niemandem. Wenn sie gewusst hätten das ihre Älteste - sie wollte nicht daran denken. Es war wohl ihr Glück, dass er vor Schmerzen nicht wieder über die Hochzeit sprechen konnte. Es war ein ewiges streit Thema zwischen ihr und Yamato gewesen und es würde wohl auch immer eines bleiben. Allein der Gedanke an eine Ehe schlang ihr ein eisernes band um die Lunge, zerdrückte ihr Herz. Zumal er in Konoha lebte und sie dann ihren tot vortäuschen müsste. Nicht das sie so etwas nicht konnte, aber da musste sie ihr Gesicht verstecken, das Dorf meiden bis ihre Kinder tot waren. Ach es war immer anstrengend in einem Dorf zu existieren. Zumal Konoha jetzt diese wunderbaren ausweise hatte, sie konnte im Dreieck springen. Gut das Yamato sich um so etwas kümmern konnte, aber wenn er nicht mehr war, was würde sie dann tun? Sich lügen ausdenken, mit Konoha kooperieren, etwas in der Art. Es war ohnehin schon seltsam, dass sie es nicht in Chigiri schaffte Fuß zu fassen. Es war schwerer, jetzt da sie Kuraiko hatte und mit ihrer Kleinen konnte sie dort nicht hin. In Chigiri würde das Mädchen unter gehen, aber vielleicht konnte sie etwas tun um in dem Dorf Informationen zu generieren. Sie seufzte leise und sah zu wie Tenzou den Arm bewegte und anfing zu lächeln. Ein seltenes Bild des Mannes wie sie fand. Ich sag doch ich bin ein wunder der Natur, die beste Heilerin die diese Welt je gesehen hat. Stellte sie selbstsicher fest.  Sie ließ seinen Arm los und blickte schief zu dem Auge empor, das sie selten betrachtete. Wenn sie keinen Ersatz hätte könnte sie da nichts tun. Sacht beugte sie sich vor sah ihm kritisch ins Gesicht. Ihre Haar kitzelte seine Wange, während sie unbedachte der Nähe versuchte mehr über sein Auge heraus zu finden. Ohne etwas zu sagen legte sie ihre Finger an sein Gesicht, drehte es etwas und zog mit Daumen und Zeigefinger an Wange und Stirn und besah sich das kränkelnde Auge. Das sie nicht noch mit dem Zeigefinger am Augapfel herum drückte schien alles zu sein. Wenn du irgendwo mal ein Auge über hast kann ich mich da drum kümmern. Such dir am besten was cooles aus, irgendwas das dich weiter bringt. Ein Byakugan, oder ein Sharingan. Ich weiß nicht ob Chigiri ein paar schöne Augen hat, aber die haben eher seltsame Elemente. Stell dir vor du könntest Knochen nutzen oder mehr Elemente. Mhm ja nagut, du weißt ja wie ich zu erreichen bin. Sie zog die Hände aus seinem Gesicht zurück und rutschte etwas von ihm weg. Sie konnte nur hoffen, dass er ihr Interesse nur als Ärztliche Fürsorge wahrnahm. In all den Jahren hatte sie sich an sich nie viel mit ihm beschäftigt. Er war groß und breit, hatte nie nach seinem leben gefragt. Er hatte Shigeko dort abgegeben, gehofft das er sich um sie kümmerte. Es hatte gut gepasst, weil er ein ruhiger Mann war. Dabei kannte sie ihn bis heute nicht sonderlich gut, aber das war etwas anderes. Ich würde es nicht sofort übertrieben mit dem benutzen. Wenn du ihn direkt wieder über strapazierst gibt es wieder Muskelkater. Dadurch das du ihn weniger benutzen konntest braucht der Aufbau etwas. Aber du weißt ja wie man Trainiert nicht? Mehr eine rhetorische Frage, immerhin war er ein Shinobi. Gibt es sonst noch etwas, dass ich für euch tun kann? Haushalt, braucht ihr Arznei oder einen guten Ratschlag? Vielleicht konnte sie ja helfen, bevor sie zurück zu Kuraiko ging und schaute wie es dieser ging. Der Weg hierher war lang gewesen, beschwerlich und sie wünschte sich sie könnte im Meer baden gehen, bevor sie schlafen ging und versuchte sich in irgend einer Form zu entspannen.
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Hokusai Tenzou
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BeitragThema: Re: Mister - ich bin nicht am Sterben   Mister - ich bin nicht am Sterben Icon_minitimeDo Jan 09, 2020 5:21 pm

Tenzou war nicht bewusst, dass er gerade in ein Fettnäpfchen trat als er erwähnte, dass sie schon einige Kinder besaß. Er hatte lediglich ausdrücken wollen, dass sie viel mehr Kinder besaß als er selbst. Eigentlich war ihm immer vorbestimmt gewesen, dass er irgendwann selbst Kinder in die Welt setzte und ihnen die Fähigkeiten weitergab, die er hatte. Schlussendlich meinte das Schicksal es aber nicht so gut mit ihm und es blieb bei Hayato. Obwohl der Junge nicht sein leiblicher Sohn war, so gab er sich die größte Mühe ein gutes Vatervorbild zu sein. Zum Glück nahm ihn Haruka jedoch das ganze nicht krumm und heilte in Perfektion seinen Arm. So gut, dass er sich untergründig ein wenig beschwerte, dass er ein blindes Auge besaß. Plötzlich beugte sich Haruka sehr dicht zu ihm vor, sodass ihre Haare sein Gesicht kitzelten. Er starrte sie kurz Stirnrunzelnd an und konnte das erste Mal erkennen, welche Augenfarbe sie besaß. Der intensive Blick war fast hypnotisierend. Tenzou musste unwillkürlich feststellen, dass Haruka eine ziemlich attraktive Frau war. Allein das er daran dachte, bescherte ihn ein dumpfes, schlechtes Gewissen. Mit sehr viel Ruhe und Geduld ließ er sich unter die Lupe nehmen. Dann sah er sie direkt an als sie meinte, dass wenn er sich ein cooles Auge besorgen sollte.
„Hast du jemals einfach so ein Auge gehabt? Und dann einfach Mal so?“, wiederholte er langsam, die Wortwahl, die ihm am meisten störte. Als ob er sich irgendwo ein Auge besorgen konnte. Das ganze klang natürlich interessant und wäre Tenzou ein Mann, den es nicht störte, dass ein anderer Mensch für ein Auge sein Leben geben musste, wäre er sicher Feuer und Flamme gewesen.
Deswegen dachte der Mann auch nicht weiter darüber nach, sondern begutachtete die Wirkung der Behandlung. Er bewegte seine Hand etwas, drehte und wendete sie. Dann dehnte er seine Fingerknöchel ein wenig und blickte zu der Frau zurück. Sie wies ihn gerade darauf hin, dass er mit dem Training noch etwas aufpassen sollte.
„Keine Sorge, ich werde vorsichtig sein“, erklärte er. Tenzou war kein Trottel, was seine eigene Gesundheit anging. Er gehörte nicht zu den dummen Männern, die nach einer Verletzung sofort wieder loslegten, um zu beweisen, wie männlichen sie waren. Auf die Frage, ob sie sonst noch etwas brauchten, überlegte er kurz. Leicht schüttelte er den Kopf.
„Wir benötigen nichts materielles, soweit ich das beurteilen kann“, sagte er und blickte hinaus aus dem Fenster. „Nur ein Lichtblick in die Zukunft und ein Weg den wir bestreiten können.“
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