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 Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein

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Hokusai Tenzou
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Hokusai Tenzou

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BeitragThema: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeDi Jul 09, 2019 5:01 pm

Datum: 10.02.02
Ort: Chikyu To, Auf dem Weg zum Trainingsplatz

„Ich möchte ein Kind mit Dir", die Worte schallten von den Wänden des Schlafzimmers ab. „Ich liebe dich.“ Wenig später befand er sich in Krankenhaus. Seine große Hand hielt die zierlichen Finger einer Frau fest umschlossen. Kleine Schweißperlen standen auf der Stirn einer Frau, die gesichtslos wirkte.
„Keine Sorge, dem Baby geht es gut", hörte er sich sagen und tupfte mit einem Tuch über die erhitzte Stirn. „In ein paar Tagen sind wir zu Hause.“
Wenig später wurde ihm ein kleines Bündel in die Hand gedrückt. Es schrie in seinem Arm. Ein lebendiges kleines Mädchen. Über seine Wange ran eine Träne. Ob aus Freude oder Trauer schwer zu sagen. Das Mädchen schrie lauter und schien nicht mehr aufzuhören. Das Geräusch wurde so laut, dass sein Kopf schmerzte. Dann hörte er ein piependes Geräusch. Sein Blick wanderte auf die Anzeige der Herzfrequenzüberwachung. Eine Nulllinie. Das Geräusch der Maschine verstärkte seine Kopfschmerzen. Es war so laut, dass er das Bündel seiner Hand fallen ließ und in die Knie sank, die Hände auf die Ohren gepresst. Die Augen fest zu gedrückt.


Die Augen von Tenzou öffneten sich und blickten an die Decke seines Schlafzimmers. Seine Augen brannten von ein paar getrockneten Tränen. Hatte er geweint? Er sah auf die Uhr: 5:30.
Tenzou richtete sich auf und spürte erst jetzt, dass seine Hände sich fest in die Decke gekrallt hatten. Er lockerte den Griff und bewegte seine verkrampften Finger leicht. Sie schmerzten etwas. Das war das alter. Langsam ließ er seine Beine aus dem Bett und stellte sie auf dem Boden. Es war draußen dunkel. Tenzou stand auf, rieb sich die Augen. Dann verließ er das Zimmer und ging erstmal ins Bad. Dort wusch er sich das Gesicht und erkannte, dass sein blindes Auge leicht gerötet war. Grimmig verzog er das Gesicht und träufelte Augentropfen in die Seite. Dann nahm er die Augenklappe von der Anrichte und schob sie über die Seite. Heute würde er das Auge etwas schonen. Ein letzter Blick in den Spiegel und er zwang sich einen etwas entspannten Ausdruck auf die Lippen. Dann ging er weiter zu Hayatos Zimmer und klopfte dort an.
„Zeit zum aufstehen!“, rief er und drehte sich bereits herum, um die Treppe runter zu gehen, um in der Küche ein Frühstück zu machen – was im übrigen nicht so einfach war wie es klang. Tenzou war ein schlechter Koch. Shigeko konnte dagegen aus Kleinigkeiten ein Meisterwerk und Geschmacksorgasmus auslösen. Ein Blick in den Kühlschrank erinnerte ihn erneut daran, wie unfähig er war zu Kochen. Es gab nichts wirklich im Kühlschrank, dass einen Freudenschrei aus einen 12 Jährigen bringen konnte – wobei es bei Hayato wohl einfach nur ein Lächeln wäre. Es gab also wieder das Standardgericht: Omelett. Das er in den letzten Wochen so oft machte, dass es inzwischen sogar gut schmeckte. Während der Zubereitung dachte er daran, wie er das Training mit seinem Sohn am besten gestalten würde. Nach dem Frühstück ging es für sie zum Trainingsplatz in der Nähe, wo um diese Uhrzeit nichts los war. Er wollte das Hayato seine Ruhe hatte, damit er in aller Ruhe lernen konnte. Seine Konzentration war auch so schon schlecht, sodass er ihm die Lernumgebung so einfach wie möglich machen wollte. Wenn es nicht anders ging, würde er ihm Geräuschunterdrückende Kopfhörer aufsetzen und alles in Zeichensprache erklären. Während das Omelett in der Pfanne briet, deckte Tenzou den Tisch und kochte grünen Tee auf. Ob Hayato überhaupt kommen würde oder weiterschlief? Immer wieder huschte eines seiner Augen zu der Treppe und wieder zurück zu der Pfanne.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeDi Jul 09, 2019 11:57 pm


Seitdem seine Mutter nicht mehr da war wurde er jede Nacht bis zu drei Mal wach. Beinahe jedes Mal, wenn sein Vater ins Bett ging, dann immer drei Stunden nachdem dies passiert war und wenige Stunden bevor sein Vater aufstand. Auch diese Nacht wurde er wach und starrte eine Zeit lang an die Decke, während er auf das grummeln seines Vaters hörte. Ab und an schlief der Hüne ruhig, doch meist sprach er etwas, schnarchte immer mal wieder oder drehte sich um. Vielleicht hörte er die Dinge auch nur, weil er sie hören wollte. Die beiden Raben, die entweder auf einem Ast des Baumes in seinem Zimmer oder auf der Fensterbank schliefen, wurden meist nicht wach. Hayato blickte auf die schwach leuchtenden Ziffern der Uhr, die er auf den Boden neben sein Bett gestellt hatte. Er wollte keine Kommode neben seinem Kissen haben, das würde nur den perfekten Abschluss von Bett und Wand stören. Die Uhr zeigte ihm, dass es erst zwei Uhr war, also zog er die Beine an die Brust und rollte sich tiefer in die Decke ein. Leise klang das Rascheln der Blätter an sein Ohr, als Snuggly sich bewegte und anders in den Baum setzte. Das leise Ticken seiner Uhr ließ ihn alsbald wieder weg dämmern und er träumte davon zu fliegen. Nicht im trockenen Sand der Wüste, sondern durch üppige Wälder und Gärten. Er flog Klippen hinauf, um sich vom Berg hinab zu stürzen und nur der Wind trug ihn. Irgendwo hörte er die Stimme seiner Mutter, die ihn leitete und als er wieder wach wurde fühlte er sich einen Moment getröstet. Im nächsten Moment zuckte er jedoch zusammen, als die schwere Hand seines Vaters an die Tür klopfte. Der Laut war so viel durchdringender, als das hektische, aber rhythmische Klopfen seiner Mutter. Sie würde nie wieder klopfen war alles was ihm dazu einfiel und ihn sofort traurig stimmte. Langsam schob er die Füße aus dem Bett, um seinem morgendlichen Muster nachzugehen. Erste öffnete er das Fenster, dann holte er die Decke, schüttelte sie aus dem Fenster aus, faltete sie und legte sie sorgsam auf das Bett. Genauso verfuhr er mit dem Kissen und ging dann langsam zu seinem Schrank. Beide Raben waren in der Zwischenzeit aus dem Fenster geflogen. Sie drehten ihre Runde um das Haus um wach zu werden und Hana sammelte aus einer Ecke des Dorfes eine Blüte, wie sie es Jahrelang für Shigeko getan hatte. Snuggly war da einfacher, er zog seine Kreise um das Haus und sammelte an diesem Morgen eine Zeitung aus dem Briefkasten. Während Hayato langsam Hose, Hemd und Jacke aus dem Schrank nahm, saßen die Vögel vor dem Küchenfenster und klopften abwechselnd mit dem Schnabel gegen die Scheibe. Sorgsam legte er alles auf sein Bett, tauschte die Kleider dann langsam aus. Hose gegen Hose, Shirt gegen Hemd und keine Socke gegen keine neuen Socken. Wieder drehte er um, nahm seine Gießkanne, wässerte seine Blumen, um dann das Fenster zu schließen. Erst dann öffnete er seine Zimmertür, schlich ins Badezimmer, um sich das Gesicht zu waschen, die Zähne zu putzen und seine Haare zu kämmen. Alles davon dauerte ironischer weise genau gleich lang und zwar zwei Minuten. Als er endlich aus dem Bad kam und Richtung Küche ging waren genau dreißig Minuten vergangen und sein Vater hatte die Vögel bereits in die Küche gelassen. Er blickte zu Snuggly der über den Tisch lief, um auf seine Schulter zu flattern. Ruhig setzte er sich auf den Stuhl und blickte sein Frühstück ein wenig Missmutig an. Er musste nicht einmal mit dem Raben sprechen, denn sie dachten das gleiche. Wieder Omelett? Wieder Omelett? Nun flatterte auch Hana durch den Raum und beäugte das Omelett. Drei Augenpaare blickte den Mann mit aus einer Mischung mit Enttäuschung und stillem Leiden an. Frühstück? krächzte Hana rau und zwackte sich ein Stück von Hayatos Omelett ab. Dieser teilte es in drei Teile und sah dann zu seinem Vater, der sich ihm gegenübersetzte. Snuggly fischte sich seinen Teil vom Teller und auch Hayato begann zu essen. Ich hätte gerne Tofu, oder Suppe, was Mama immer gekocht hat. Aber immer wieder Ei ist doof. Morgen Tofu? fragte Snuggly während Hana begann auch das Omelett von dem anderen Raben zu essen. Hayato rettete sein Stück in den Mund und kaute lange, während er nur fragend den Kopf neigte. Als er die Hände wieder frei hatte aber noch kaute machte er ein paar Zeichen, um zu fragen warum er so früh wach war. Müde fühlte er sich nicht, aber sein Rhythmus fühlte sich gestört an. Da ihm seine Routine jedoch heilig war und er immer aufstand, wenn man ihn dazu aufforderte, saß er jetzt hier. Seitdem seine Mutter nicht mehr da war, fühlte er sich jedoch ohnehin in seinem Ablauf gestört. Er war ständig traurig und jedes Mal wenn er Hana ansah schien es so, als würde seine Mutter in ihr leben. Als er mit kauen fertig war stellte er fest, dass die Kochkünste besser geworden waren. Das erste war am schlimmsten. Heute schmeckt es fast so wie bei Mama. Ich vermisse sie so sehr. Fast wie bei Mama, übersetzte der Rabe zu seiner Rechten und verschlang sein letztes Stück Omelett.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeDo Jul 11, 2019 9:36 pm

Ein leises Klappern am Fenster holte Tenzou aus den Gedanken und ließ ihn aufblicken. Er sah Snuggly, der mit dem Schnabel gegen die Scheibe klopfte. Der Mann öffnete das Fenster und ließ die Vögel hinein. Beim hereinlassen nahm er Snuggly die Zeitung ab und streifte ihm ganz kurz mit zwei Fingern über das Köpfchen hinweg. Nachdem sowohl Snuggly als auch Hana in der Küche waren, schloss er das Fenster wieder hinter ihnen. Er deckte den Tisch weiter und servierte dort das Omelett, dass er zubereitete. Mit der Zeitung in der Hand setzte er sich auf den Stuhl und klappte sie auf, während er auf seinen Sohn wartete. Die Schrift war wieder einmal grässlich klein, sodass er sich leicht vorbeugen musste und die Augen zusammenkniff, um die Schriftzeichen lesen zu können. Normalerweise war es immer so gewesen, dass Shigeko ihm eine Lesebrille brachte, wenn er die Zeitung zu Hand nahm. Es war fast schon zu einer Gewohnheit geworden. Ohne diese Nachdrücklichkeit verzichtete er aber wieder auf die Lesebrille, weil er ein viel zu großen Stolz besaß, um sie auf die Nase zu setzen.
Lange musste er nicht auf Hayato warten und bald schon hörte er Schritte auf der Treppe. Tenzou sah über den Rand der Zeitung hinweg zu seinem Sohn. Er beobachtete, wie er sich langsam auf den Stuhl setzte und klappte dann die Zeitung zusammen, um sie neben seinem Teller abzulegen. Kaum hatten die drei das Essen gesichtet, sahen ihn drei Augenpaare fast ein wenig vorwurfsvoll an. Tenzou ließ sein eines, sehendes Auge einmal von rechts, nach links wandern und schlussendlich in die Mitte zu seinem Sohn.
„Eier sind gar nicht so ungesund“, predigte er, wie fast jeden Tag, um das Gericht überhaupt noch rechtfertigen zu können. Eigentlich war es nur eine Ausrede, weil er einfach nicht kochen konnte. Vielleicht sollte er sich ein paar Bücher dazu ausleihen oder jemand dafür einstellen? Tenzou aß selbst sein Essen ohne weiter Worte darüber zu verlieren. Er aß normalerweise fast alles, außer Fischsuppe, die mochte er zum Verrecken nicht. Während er das Omelett ziemlich schnell verputzte, sah er immer wieder zu Hayato rüber, der sich das ganze mit seinen Vögeln teilte. Snuggly fragte ihn nach Tofu und Tenzou warf einen fragenden Blick von dem Vogel zurück zu Hayato.
„Tofu… ich werde versuchen eine Miso-Suppe mit Tofu zu machen?“, sagte der Mann langsam und legte die Stirn in tiefe Falten. Vielleicht fand er irgendwo ein Kochbuch und würde so für seinen Sohn ein gutes Gericht zaubern oder besser gesagt für alle drei. Wie hatte Shigeko so gut kochen gelernt? Tenzou stocherte mit den Stäbchen in seinem Essen herum und sah dann, wie sein Sohn ein paar Fingerzeichen formte. Er fragte ihn, warum er so früh wach war. Für einen Moment überlegte er, ob er ihm die Wahrheit sagen sollte? Sein sehendes Auge ruhte auf dem Gesicht des Jungen, während Snuggly sagte, dass es wie bei Mama wäre. Vermutlich bezog es sich auf das Essen. Tenzou sah für einen Moment hinab auf seinen Teller. Es fiel ihm schwer auszusprechen, was ihn früher aufwachen ließ. Langsam formte er ein paar abgehakte Zeichen. Er deutete auf seinem Kopf und sein Herz. Knapp erklärte er damit, dass er einen Traum von Shigeko hatte. Zum Ende hin legte er seine Hand flach auf den Tisch und blickte langsam beiseite zur Tür, so als glaubte er, dass sie durch die Tür kam. Dann stand er gemächlich auf und räumte seinen Teller vom Tisch, um ihm den breiten Rücken zuzudrehen. Es schmerzte ihn nach wie vor an den Verlust zu denken. Solange war Shigeko an seiner Seite gewesen, sodass ihre Abwesenheit ihn zu schaffen machte. Dennoch zeigte er diesen Schmerz nicht. Die meiste Zeit war er für die anderen da, aber er ließ nicht zu, dass er wirklich über seine Gefühle sprach, sodass sie sich immer weiter in seine Seele fraßen.
„Ich weiß, dass es früh ist, aber immerhin haben wir so viel mehr Zeit zum Training“, sagte er und blickte kurz zu seinem Sohn über die Schulter. Er schenkte ihm ein freundlichen Ausdruck – den er im übrigen kaum niemand schenkte. „Vor dem Training gehen wir dann nochmal zu Shigeko… in Ordnung? Wir müssen ein paar neue Blumen hinlegen und schauen, dass dort alles gut ist.“ Tenzou sprach nie von dem „Grab“ als solches, sondern so als würden sie wirklich seine Frau besuchen.


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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeSo Jul 14, 2019 2:05 pm


Hayato verzog das Gesicht ohne sich dabei Mühe zu geben seinen Missmut zu verbergen. Zu Beginn waren die Eier noch wirklich widerlich gewesen, ohne Salz oder Pfeffer, hin und wieder viel zu weich oder zu dunkel. Seit Seine Mutter tot war vermisste er ihre Kochkünste schmerzlich. So sehr er jedoch froh war seinen Vater zu haben, dieser war einfach ein mieser Koch und würde wohl nie so gut wie seine Mutter werden. Hayato war fast froh sein Essen teilen zu können um sich nicht den Magen zu verderben, wie es ihm hin und wieder passiert war.  Langweilig, war alles was Hana zu den Eiern zu sagen hatte und die beiden anderen nickten stumm. Sie waren beinahe wirklich ein Herz und eine Seele, zumindest waren sie stetig bemüht es zu sein. Widersprüche gab es nicht und wenn sie sich stritten hörte es ohnehin niemand. Nicht das der junge Kohada eine Vorliebe für Streitereien gehabt hätte, ihm war es am liebsten, wenn er einfach vor sich hinleben konnte und seine Ordnung hatte. Das er zu früh wach war würde ihn schon noch früh genug am Tag verstören. Immerhin war sein vater stetig bemüht, seitdem er seine Mutter nicht mehr hatte. Immer wieder ertappte er sich dabei wie er aus dem Fenster sah und darauf wartete, dass sie vom einkaufen zurück kam. Ab und an hörte er sie vor seiner Tür stehen und er glaubte fest daran, dass sie erst ging wenn er einschlief. Sie strich noch immer sein dunkles Haar, wenn es ihm nicht gut ging und lächelte ihn breit an, wenn er etwas tat, egal was. Lange war er fest davon überzeugt gewesen, dass es genau so war. Doch langsam musste er sich eingestehen, dass er nichts davon wirklich spürte sondern es sich nur wünschte. Snuggly kuschelte sich meist an ihn, sein Vater richtete das dunkle Haar. Doch die Wärme seiner Mutter war verschwundenen. Ob Tofu ihm das Gefühl geben würde sie wieder hier zu haben? Vielleicht war dem so, aber so tief wie das Loch in ihm war konnte kein Tofu es jemals kleiner machen. Dennoch nickte er stumm zu der Misosuppe und es dauerte nicht lange, bis sie fertig gegessen hatten. Seit dem Tod seiner Mutter hatte er abgenommen, nicht viel und doch kam ihm sein eigener Körper immer leichter vor als noch vor einigen Wochen. Er spürte es beim Fliegen, was er häufiger tat denn je und sich immer zu wieder an seltsamen Orten versteckte. An all diesen fernen plätzen trauerte er um seine Mutter und mit jedem Tag wurde der Schmerz in seiner Brust ein wenig stumpfer. Irgendwann wäre er bestimmt weg, aber dieser Tag war noch lange nicht gekommen. Auf seine Frage hin erklärte auch der Hüne, dass er wegen seiner Mutter wach war. Sofort spürte er die aufkommenden tränen in seinem inneren. Es beruhigte ihn das sein Vater seiner Mutter vermisste und gleichzeitig machte es ihm Angst. Wenn sein Vorbild damit kämpfte wie sollte er dann mit ihrem Tod zurechtkommen? Er war niemand, klein, schwach unbedeutend. Ob er je mit ihrem Tod zurechtkommen würde? Es gab Gründe warum sein Vater vorschlug heute trainieren zu gehen. Zu oft tat man ihm weh und immer drehte er danach vollkommen durch.  Wirklich begeistert war er von dem Vorschlag nicht, denn es hieße mehr Macht zu erlangen um mehr Schaden anzurichten.  Seine Lippen wurden schmal und er krampfte die Hände leicht zusammen. Shi-chan besuchen mögen, war das erste was vom Trio kam. Ich freue mich Mama zu sehen, aber ich mag nicht trainieren. Etwas verloren blickte er zu Snuggly der nur den Kopf schüttelte. Haya mag nicht trainieren. Zu viel – Angst. Aber er muss – Snuggly weiß. Seine dunklen Augen huschten vorwurfsvoll zu dem Raben, bevor er den Blick senkte und auf den leeren Teller blickte. Mit einem Ruck stand er auf, räumte seinen Teller in gewohnter Routine ab und ging in den Flur um sich die Schuhe anzuziehen und dort auf seinen Vater zu warten.
Wenn er mit seinem Vater wo auch immer hinging folgte er dem Mann meist ruhig und starrte auf dessen Rücken. Er war so groß, dass Hayato sich ohne Probleme hinter ihm verbergen. So mied er Leute am besten, stieß an niemanden an und wurde einfach übersehen. Das war seine liebste Sache, nicht gesehen zu werden. Zusammen gingen sie los, wobei Hayato auf halben Weg an seinem Vater vorbeilief. Es war Dienstagmorgen, eine Uhrzeit, zu der kein Blumenladen auf hatte und Hayato wusste wo er Blumen finden konnte. Sein Vater würde ihm folgen, dass wusste er. Als lief er um einige Ecken und blieb vor einer Felsspalte stehen und blickte hinauf. Dort oben gab es Blumen und er würde sie dort hinunter holen, nun vielmehr würden seine Vögel das tun. Ihr wisst was sie für Blumen mag. Alles für Shi-chan, Snuggly und Hana erhoben sich von seinen Schultern und Hayato sah empor, wie die beiden in den Felsen verschwanden. Jetzt ohne seine Vögel drehte er sich zu seinem Vater um, der wahrscheinlich schnell aufgeschlossen hatte und sich fragte was nun wieder los war. Er deutete nach oben und malte mit den nackten Fuß eine Blume in den staubigen Boden und lächelte stumm.  Die Raben würden wahrscheinlich gleich zurück kommen und dann konnten sie ihren Weg zu seiner Mutter fortsetzen.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeSa Jul 20, 2019 1:58 pm

Hana bekam einen bösen Blick zugeworfen als sie auf die Eier-Geschichte mit einem „Langweilig“ reagierte. Es war für Tenzou auch so schwer zu argumentieren, dass es nichts Vernünftiges zu essen gab. Irgendwann musste er wohl doch ein paar Kochkurse nehmen, damit sein Sohn etwas besseres auf den Tisch bekam. Nie würde er dabei an die Kochkünste von Shigeko herankommen, die aus den einfachsten Zutaten das beste Essen der Welt zaubern konnte. Während Tenzou die Zeitung feinsäuberlich faltete und sein Teller mit dem von Hayato zusammenschob, erklärte Hana, dass sie gerne Shigeko besuchen mochte. Gleich daraufhin kam von Snuggly, dass sein Sohn nicht trainieren wollte, weil er zu viel Angst hatte. Zumindest aber fügte der Rabe hinzu, dass er wusste, dass es wichtig war. Tenzou atmete tief durch und stand gemächlich von dem Platz auf. Er tätschelte wieder mit zwei Fingen den Kopf des Rabens, während Hayato aufstand und seinen Teller, sowie Tenzous seinen wegräumte.
„Du brauchst keine Angst haben. Du wirst sehen, dass das Training heute Dir Spaß bereiten wird“, versprach der Mann und versuchte dabei so motiviert wie möglich zu klingen, während der Junge bereits wortlos Richtung Flur ging. Tenzous Gesichtsmuskeln zuckten leicht und er sah ihm kurz hinterher. Seinerseits wortlos ging er an den Kühlschrank und zog eine Papiertüte dort hinaus in den ein paar Brote geschmiert lagen. Er hatte sie gestern vorbereitet, um sie zum Training mitzunehmen. Sowohl die Papiertüte als auch zwei Wasserflasche landeten in einer Umhängetasche. Normalerweise trug Shigeko diese Tasche, um stets für sie beide zu Sorgen, wenn sie trainierten. Tenzou schlüpfte in seine Schuhe hinein und verließ dann mit seinem Sohn das Haus. Zielstrebig bewegten sie sich über den steinigen Pfad entlang, der sie in eine Richtung brachte bis Hayato die Führung übernahm. Sie sprachen – wie so oft kaum etwas. Das war auch meistens nicht nötig, weil sie sich gut ohne Worte verstanden. Als sich die beiden Raben dann erhoben, blickte er hinab auf die gemalte Blume, die Hayato mit seinem Fuß in den Sand zeichnete. Tenzou beäugte kurz seine Zehen und kniff die Augen zusammen.
„Sag Mal, hast du dir gestern die Füße gewaschen?“ Der Mann hatte irgendwann die Regel aufgestellt, dass bevor Hayato ins Bett ging, dass er sich die Füße waschen sollte. Das vermied zum einen unnötigen Schmutz im Bett und auch, dass der ganze Scheiß im Haus rumlief. So schmutzig wie seine Füße waren, glaubte er nicht daran! Es dauerte nicht lange und die beiden Raben kamen mit den Blumen wieder. Tenzou sah wieder zu seinem Sohn. Wieder lag dieser traurige Blick in seinen Augen, was fast etwas kränklich wirkte. Kurz bevor sich Hayato umdrehen wollte, griff er seinen Sohn von unten unter den Schultern. Mit einer beindruckenden Leichtigkeit hob er den Jungen hoch, beugte sich runter und setzte ihn direkt auf seine Schultern. Seine Hände griffen an seine Knöcheln um ihn festzuhalten. Dadurch das Hayato auf seinen Schultern saß, musste er sich keine Sorgen darum machen, dass er irgendjemand umrannte. Zudem konnte er ohne Probleme über Menschenmengen hinwegsehen. Früher nutzte Tenzou das oft, damit sich sein Sohn besser fühlte und nicht so bedrängt wurde. Immerhin konnte man als kleines Kind in einer Menschenmasse ganz schön den Überblick verlieren. Ob Hayato das heute noch mochte? Tenzou wusste es nicht, aber wenn dem nicht so war, würde er sich schon melden! Es würde nun erst einmal weiter zum Friedhof gehen, wo die beiden Gräber von Shigeko und seiner Tochter standen.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeDo Jul 25, 2019 11:30 pm


Ob sein Vater ihn jemals dazu bekommen würde spaß am Kampf zu haben? Wohl eher nicht und schon gar nicht, weil er immer wieder den Kopf verlor. Er gab sich so viel Mühe diese Dinge unter Kontrolle zu halten. Ordnung und System, das vermeiden von allem was ihn in den Wahnsinn trieb oder treiben konnte. Er hatte weniger Angst zu kämpfen, als viel mehr die Kontrolle zu verlieren und sinnlos Dinge zu zerstören oder Menschen anzugreifen. Sein Vater folgte ihm Wortlos und als die Vögel verschwanden war alles was er fragte ob er die Füße gewaschen hatte. Hayato blinzelte ungläubig und legte den Kopf schief, blickte dann auf seine Füße und zuckte die Schulter. Er wusste es nicht und er wusste auch, dass er in letzter Zeit häufiger vergaß sich die Füße zu waschen. Seine Mutter hatte dann immer mit ihm geschimpft und sein Vater würde es ebenfalls tun.  Entschuldigend senkte er den Blick, schüttelte leicht das längliche dunkle Haar. Er blickte erst wieder auf, als die Raben auf seinen Schultern landeten und ihm Blumen in die Hände legte. Ein seliges Lächeln legte sich auf seine Lippen als die beiden Raben ihren Kopf an seinen schmiegten. Es gab Tage da konnte er den ganzen Tag nur mit den Vögeln sprechen und sie mit ihnen kuscheln. Es war schöne Tage in wilden Gärten, mit einer leichten Brise und im Schatten von Felsen. Am liebsten hatte er dann noch ein Windspiel in einem Baum und döste vor sich hin. Als er sich umwenden wollte ergriff sein Vater ihn auch schon und setzte ihn auf seine Schulter. Einen Moment blickte er erschrocken und die Tiere krallten sich fester in seine Schultern. Der Schmerz machte ihm wenig aus und so kam auch kein Laut über seine Lippen. Er bleib brav auf der Schulter seines Vaters sitzen und ließ sich durch das Dorf tragen. Es wurde ein wenig heller im Dorf und er blickte sich um und sah wie einige Leute durch das Dorf liefen und gelegentlich zu den beiden aufsahen. Eigentlich war Hayato viel zu alt dafür, um getragen zu werden, doch seitdem seine Mutter tot war fühlte er sich als wäre er vielleicht sechs oder sieben. Sein Vater verhätschelte ihn, was seine Mutter seltener getan hatte. Sie war strenger gewesen, fürsorglich und ab und an ein wenig laut, wenn ihr altes ich durchschimmerte. Aber sie war fort und seitdem war er wieder ein kleines hilfesuchendes Kind.  Brav sah er sich um, konnte viele Meter weit blicken und hielt die Blumen fest. Vor dem Friedhof ließ sein Vater ihn runter, weil er rhythmisch begann mit den Füßen zu wackeln. Snuggly und Hana hoben ab, flogen über die Mauern und Hayato hüpfte über die flache Mauer, den Tieren nach. Sicher würde sein Vater bald folgen. Er fand den Weg zum Grab seiner Mutter schnell und kniete vor dem breiten Stein nieder. Das Wappen der Kohada war in den Stein geritzt und das Todesdatum beider. Wen er tot war wollte er nie unter die Erde. Schon jetzt mochte er die Höhlen des Dorfes nicht und hasste es, dass er beinahe immer die Decke über sich sah. Es war einfach nur eine erleuchtete Höhle, mit Sauerstoff und vielen Gängen. Zielsicher und zügig waren seine Füße zum stehen gekommen und er kniete flüssig nieder, blieb einen Moment hocken und legte die Blumen auf den Grabstein. Seine Finger griffen nach dem Stoffraben, der mittlerweile ein wenig lädiert aussah. Der Staub kroch immer tiefer in die gehäkelten Poren des schwarzen Tieres. Sorgsam polierte er die beiden dunklen Knopfaugen und klopfte den Staub so gut es ging aus. Es dauerte eine zeit bis er zufrieden damit war und in dieser Zeit ließ er sich auch nicht ablenken. Die beiden Raben saßen auf dem Stein, die Köpfe geneigt. Als Hayato das Stofftier zurück stellte kniete er vollständig nieder und drückte den Kopf an das Gestein. Ich vermisse dich sehr. Papas Essen ist schlimm – es gibt immer nur Ei, nie Tofu. Er kann nicht kochen und ganz oft ist er nicht da, um mir vorzulesen. Ich wünschte mir er wäre öfters da, oder ich könnte mit jemandem reden. Wenn meine Schwester da wäre – könnte ich über die Raben mit ihr reden, oder ihr Spielen. Jetzt habe ich nichts zu tun, ich bin ein schlechter Shinobi – ich meine ich - warum bin ich überhaupt ein Shinobi? Ich bin nie so stark wie Papa oder du. Ich konnte nicht auf dich aufpassen, auf keinen aufpassen. Mutlos ließ er die Schulter sinken und hob den Kopf vom Stein. Langsam erhob er sich, streckte sich kurz und blickte betroffen auf das Grab hinab, damit sein Vater mit ihr sprechen konnte, wenn er wollte. Die Raben jedoch verharrten auf den Steinen, denn sie sahen in beiden einen gleichen Trauerpartner. Obwohl Hana es hätte sagen können, war sie doch nie auf die Idee gekommen, Hayato davon zu erzählen, dass Tenzou nicht sein Vater war. Shigeko hatte es verboten und daran hielt sie sich noch immer.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeDi Jul 30, 2019 9:36 pm

Heute Abend würde Tenzou darauf aufpassen, dass Hayato sich die Füße wusch. Im Moment achtete er darauf, dass es seinem Sohn vor allem gut ging und wenn er dreckige Füße dafür brauchte, war das Tenzou auch recht. Allerdings wusste er auch, dass seine Ehefrau sicherlich nicht erfreut wäre, wenn sie wüsste, dass er die Erziehungsmethoden etwas lockerer hielt, nur weil er glaubte, dass es besser war. Für einen Moment betrachtete er kurz seinen Sohn bis die Raben mit Blumen zurück kamen. Sie setzten sich auf seine Schulter ab und Tenzou wartete für einen Moment einfach nur ab. Ohne länger darüber nachzudenken, griff er sich seinen Sohn und setzte ihn auf seinen Schultern ab. Ihn trug er dann durch das Dorf hindurch. Vielleicht sah es von außen etwas albern aus, weil Hayato doch schon einiges größer war, aber in diesem Augenblick war es dem Mann egal. Sie würden seit langen wieder etwas zusammen machen. Zuerst würden sie aber ein Abstecher zum Friedhof machen, den sie bald schon erreichten. Dort angekommen spürte er das Hayato runter wollte und gewährte ihm diesen Wunsch auch. Kurz sah er dem Jungen nach, bevor er ihm ebenfalls folgte mit weitaus weniger schnellen Schritten. Der Weg zu dem Grab seiner Frau fiel ihm manchmal schwer. Der Gedanke an sie hinterließ in ihm tiefe Trauer, auch wenn man vielleicht glaubte das er ohne weiteres damit umgehen konnte. Es fiel ihm wirklich schwer. Von weiten sah Tenzou wie sich Hayato vor dem Grab kniete und die Blumen ablegte. Auch der kleine Stoffrabe wurde nochmals etwas gepflegt, bevor er wieder auf den Grab seiner Tochter abgelegt wurde. Allein der Gedanke, dass er noch ein weiteres Kind gehabt hätte, zerriss ihm das innere. Nun kam er hinter seinem Sohn an, der etwas die Schulter hängen ließ. Was er wohl dachte? Manchmal wünschte er sich, dass sein Sohn etwas mehr sprechen würde – wenn er es überhaupt jemals tat. Sein Blick musterte den Schriftzug des Grabes kurz. Hayato trat beiseite, sodass sich Tenzou gemächlich vor dem Grab kniete. Seine große Hand legte sich flach auf den Grabstein ab.
„Hallo meine Schönheit“, murmelte er und glitt mit den Finger über den kalten Stein hinweg. Er atmete tief durch und straffte die Schultern, immerhin sollte sein Sohn nicht sehen, dass er schwach war. Im Moment der Schwäche, sollte Hayato seine stärke spüren. Tenzou würde ihn immer auffangen.
„Uns geht es gut… Hayato wäscht sich auch regelmäßig die Füße. Wir denken viel an dich und haben dich lieb“, sprach er dann, auch wenn es nicht ganz die Worte waren, die er wirklich so hätte zu ihr gesagt. Kurz noch streifte er über den Stein hinweg und richtete sich dann auf. Ich liebe dich, Shigeko. Ich werde es immer tun. Ich wünschte ich wäre gestorben und nicht du. Tenzou musterte kurz noch den Grabstein, bevor er einen Arm um seinen Sohn legte, sich herumdrehte und ihn mit zog.
„Auf zum Trainingsplatz. Wir werden Shigeko heute Stolz machen!“ Mit den Worten verschwand er mit Hayato auf den Trainingsplatz. „Also beginnen wir mit einem Lauf zum Platz!“, sagte Tenzou und setzte sich bereits in Bewegung. Es würde zur Aufwärmung dienen.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeMi Aug 07, 2019 9:54 pm


Sein Vater sprach nicht viel, obwohl es neben dem stummen starren von Hayato wie ein Wortgewalt schien. Dennoch war es wenig und Hayato war seinem Vater darum nicht böse. Wenn er schon kein Wort hervor brachte, wie solle sein Papa es dann schaffen? Er kannte seine Mutter so viel länger und doch war er genau so sprachlos was ihren Tod anging wie er. Das sein Vater nicht genug trauerte war etwas das ihm nie in den Sinn kam. Irgendwie wusste er das er sie genau so vermisste wie er es tat, wenn nicht sogar noch mehr. Es war als würde er diese Dinge fühlen, auch wenn er nicht wusste wie das möglich sein konnte oder sein sollte. Irgendwann würde er seinen Vater vielleicht danach fragen, aber ganz sicher nicht heute, an einem Tag an dem er trainieren sollte. Es würde so oder so nicht sein tag werden, denn es war noch viel zu früh und das verunsicherte ihn. Sie gingen nie so früh los, er aß nie so früh und kam nicht so früh durch das Dorf. Wenn er gekonnt hätte, dann wäre er wohl noch so lange hier geblieben, bis die Zeit wieder stimmte, doch sein Vater zog ihn fort. Etwas widerwillig stolperte er hinter dem Mann her und vom Gelände hinab. Die Raben folgten fliegend und machten sich voran zum Trainingsplatz, während sein Vater ihn zum laufen animieren wollte. Einen Moment  blieb er stehen, während sein Vater voran lief. Warum kann ich nicht irgendwas tun das Mama zurück bringt? Der Schwarzhaarige starrte auf seine staubigen Füße, dann wieder auf den Rücken seines Vaters und setzte sich in Bewegung. Er war kein schlechter Läufer, aber eben nicht der beste. Außerdem waren seine beine um einiges kürzer und wenn er nicht noch einen gewaltig Schuss in die Höhe machte. So groß wollte er gar nicht sein. Er passte ohne Probleme in jedes Haus und jeden Tunnel des Dorfes, während Tenten damit Probleme hatte. Aus seinen sprunghaften großen Schritten wurde ein stetiges traben und er machte einen großen Satz, um an die Seite seines Vaters zu gelangen. Es dauerte einen Moment bis sein Körper den für ihn angenehm Rhythmus fand. Er hasste es auf diesen Straßen zu laufen. Überall lagen kleine Steine die ihm in die Füße stachen, staub wirbelte oft auf und hin und wieder waren die Straßen dreckig und viel zu warm. Lieber würde er durch kniehohes Gras laufen und in diesem schlafen. Weiche Erde unter seinen Füßen spüren und die Blumen um sich herum riechen. Das war sein Traum, seine Illusion vom Leben. Wenn er älter war würde er weit hinaus in die Feldern gehen und vielleicht würde Ao ihn mitnehmen und ihm alles zeigen. Er wusste das der blaue Drache genau so wie er lieber außerhalb des Dorfes war und in den Feldern herum lief, als in seinem Büro zu sitzen. Er verstanden den Mann voll und ganz und wusste nicht wie sein Vater es hier aushielt. Langsam kamen sie dem Trainingsplatz näher und bogen um die letzte Ecke, bevor sich eine steinern Mauer um einen Fleck trockene Erde legte. Hier und da standen Trainingsgeräte herum, an denen man sich irgendwie fit machen konnte. Verstanden tat er davon jedoch nichts. Er lief seinem Vater einfach nach in die Mitte des Platzes und blieb dort stehen. Ein wenig am hecheln war er und irgendwie lag ihm das Frühstück nach dem laufen schwer im Magen. Hana und Snuggly umkreisten sie einen Moment, bevor sie sich im Schatten auf der Mauer positionierte. Hayato klopfte sich erst einmal die Füße sauber und warf den lästigen Kiesel zwischen seinen Zehen über den Platz, bevor er die Hände dreimal aneinander klatschte um den Staub los zu werden und sich dann seinem Vater gegenüber aufstellte. Besonders motiviert wirkte er nicht und auch wenn man nicht von Widerwillen sprechen konnte, so war doch deutlich das er wenig Lust hatte. Hier konnten viele Leute vorbei kommen, er musste trainieren und sein Rhythmus war vollkommen aus dem Takt gekommen. Kritsch betrachtete er die nun weniger staubigen Füße und suchte wie gewohnt nach Verletzungen, fand jedoch keine. Was er heute wohl lernen durfte, oder vielmehr sollte?
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeMo Okt 07, 2019 5:54 pm

Nachdem Tenzou sich in Bewegung setzte, brachte er schon einen größeren Abstand zwischen ihm und seinem Sohn. Kurz sah der Mann über seine Schulter hinweg, damit er sicher gehen konnte, dass Hayato nicht auf der Strecke blieb. Obwohl Tenzou hart sein konnte, drehte sich seine Welt um diesen Jungen. Er hatte seine Frau ein Versprechen gegeben und seit sie nicht mehr unter ihnen weilte, schien es ihm noch wichtiger sein, dass es ihm gut ging. Hayato erreichte vor ihm die Mitte des Trainingsplatzes. Tenzou ließ vorher die Umhängetasche am Rand des Feldes nieder und folgte dann seinem Sohn in die Mitte des Platzes. Auf dem Weg dorthin, kreiste er bereits seine Arme etwas um sie etwas lockerer zu machen. Als er vor seinem Stehen blieb, sah er in seinem Blick bereits, dass er überhaupt nicht motiviert war. Tenzou hob seine Hand und wuschelte aufmunternd dem Jungen durch die Haare.
„Hey, hey… etwas mehr Motivation. Heute lernst du etwas nützliches“, versuchte Tenzou mit seiner brummigen, tiefen Stimme seinen gegenüber dazu zu animieren sich etwas mehr auf die Trainingseinheiten zu freuen. Das ganze klang aber fast schon etwas befehlerisch. Wer ihn inzwischen persönlich kannte, würde aber gleichermaßen wissen, dass diese befehlerische Art vor seinem Sohn so weich war wie warme Butter. Je länger er ihn ansehen würde, umso weicher wurde er. Das lag wohl daran, dass er den Jungen schon seit er klein war, hatte aufwachsen sehen. Vatergefühle? Beschreiben konnte Tenzou dieses Gefühl nicht. Bevor der Mann aber länger Zeit damit verschwendete ein paar motivierende Worte zu sprechen, ließ er hörbar die Fingerknöchel knacken und formte dann eine schnelle Folge von Fingerzeichen. Kaum hatte sich sein Doton-Chakra in den Händen gesammelt, stieß er diese auf den Boden, wodurch vor ihm eine große Mauer entstand. Von der Dicke her war sie etwa 1 m, wobei sie in die Höhe fast 5 m ragte. Tenzou griff sich das Essen aus dem Rucksack und stieß sich vom Boden ab, um auf die 5 m Mauer zu springen. Mit Leichtigkeit war er oben angekommen und stellte das Tütchen feinsäuberlich neben ihm ab. Von oben sah er seinem Sohn an und zeigte gemächlich ein breites Grinsen, so als hätte er sich gerade das wohl beste Spiel der Welt ausgedacht.
„Du lernst heute u. a. das Kinobori no Waze von mir“, erklärte Tenzou dann und sprang dann von der Mauer hinab, um direkt an der Seite von Hayato zu landen. Eine Hand stützte er kurz in die Hüfte, während er mit dem Daumen hinauf zu dem Essen deutete.
„Die Tüte gilt es damit zu holen. Keine Tricks und keine Raben“, steckte er zunächst einmal die Spielregeln ab. „Ausschließlich Kinobori no Waze soll verwendet werden.“
Tenzou drehte sich nun wieder Hayato direkt zu. „Kommen wir zu der Technik. Die Aufgabe ist, dass du Chakra in deinen Füßen sammelst und mit diesem Chakra dann die Mauer hinauf läufst. Du musst dabei aufpassen, dass du die perfekte Mischung von Chakra hinbekommst. Wenn du zu viel einsetzt, wirst du die Gegenstände zerstören, an denen du haftest. Bei zu wenig Chakra wirst du hinabfallen.“ Kurz schwieg der Mann und drehte sich dann zu der Mauer herum. „Ich mache es Dir ganz kurz vor.“ Tenzou stellte sich in eine Grundhaltung, die übertrieben für die normalen Verhältnisse der Technik wirkte. So stellte man sich als erfahrene Jounin schon lange nicht mehr hin, um Chakra zu sammeln. Sein Sohn würde aber vielleicht etwas mehr Zeit brauchen, um das ganze ordentlich hinzubekommen, sodass er ein sauberes Beispiel benötigte, wie die Technik anzuwenden war. Tenzou formte genau ein Fingerzeichen, wodurch er etwas besser Chakra fokussieren konnte. Gleich daraufhin hörte man ein leises Brummen als das Chakra unter seinen Füßen blau aufleuchtete. Dann hob er einen Fuß, setzte ihn an die Wand und ließ gemächlich an dieser empor. Das Ganze sah schon witzig aus, weil er relativ groß war. Als er oben ankam, kniete er sich kurz in die Hocke und blickte hinab. „Verstanden?“ Er sprang wieder hinab und landete an der Seite von Hayato. Offensichtlich zufrieden mit seiner eigenen Erklärung, ohne zu wissen, ob sein Sohn das wirklich verstanden hatte.

Zu lernende Technik:
Spoiler:
 
Tenzou:
Spoiler:
 

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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeMi Okt 09, 2019 9:12 pm


Seine Unlust war schwer abzuschätzen und er fragte sich, ob es eine Möglichkeit gab diesem Training zu dieser Uhrzeit zu entgehen. In seinem Innersten spürte er wie der Funke an Unruhe größer wurde. Früher aufstehen, Frühstück das noch immer nicht an das seiner Mutter heran kam. War es unfair seinen Vater dafür zu bestrafen? Er wusste es nicht, spürte nur das Ziehen in seiner Magengegend und zuckte unter der großen Hand seines Vaters kurz zusammen. Seine dunklen Augen blickten zu dem großen Mann empor. Ob er auch einmal so groß sein würde? Wie nützlich konnte das was er lernte schon sein, wenn er damit seine Mutter nicht zurückholen konnte? Er wollte das sie wieder da war, wollte es unbedingt. Vielleicht hilft es ja, dachte er sich einen Moment und versuchte die aufkeimende Unruhe zu unterdrücken. Waren sie deswegen so früh hier, damit ihn niemand sah? Wenn dem so war hatte sein Vater sich wirklich Mühe gegeben ihm eine gut Trainingsumgebung zu bieten, so gut es in diesem Dorf eben ging. Also zwang Hayato sich zu einem halben Lächeln, hörte jedoch nicht auf unruhig mit den Füßen über den Boden zu kratzen. Es schien als wollte er in dem flachen, sandigen Boden einfach verschwinden und nicht mehr auftauchen. Aber er konnte dem Training nicht entkommen. Der Boden zu seinen Füßen erzitterte, als sein Vater ein Jutsu wirkte und eine Erdsäule aus dem Boden beschwor. Einen Moment blickte er das Hindernis empor, bevor sein Vater sich auf die Säule begab und das Essen dort ablegte. Es dauerte nicht lange bis er begriff, was das Ziel dieser Übung war. Es gab erst etwas zu Essen, wenn er dort hoch gekommen war. Ob das Essen dort oben besser schmeckte als sein Frühstück? Hayato blickte noch eine Zeit lange empor, versuchte abzuschätzen wie lange es dauern würde bis er dort hinauf kam. Er war kein Idiot, er war einfach nur lernunwillig. Ihm fehlte der Innere Reiz oder der Spaß an einer Belohnung für so etwas. Vielleicht war er auch einfach noch nicht weit genug, um zu kämpfen damit er jemanden beschützen konnte. Es gab einfach niemanden außer seinem Vater den er beschützen wollte und dieser konnte gut genug auf sich selbst aufpassen. Wenn er jemanden hätte, aber da war nun einmal keiner mehr. Seine Raben konnten davon fliegen, er auch, sein Vater war stark also warum mehr lernen? Um ihm einen Gefallen zu tun vielleicht. Vielleicht will er dich nicht auch noch verlieren, Er kommt mich doch immer beschützen. Also ist das okay. Irgendwann ist er vielleicht nicht mehr da. Der bloße Gedanke stimme ihn unglücklich. Konnte das seine Motivation sein? Seinem Vater die Sorge nehmen? Für heute musste dieser Gedanken reichen. Langsam blickte er wieder zu seinem Vater, bevor er noch einen steifen Nacken bekam und versuchte der Erklärung zu lauschen. Chakra musste genau dosiert werden. Zu wenig war schlecht und zu viel auch. Er durfte seine Raben nicht benutzen, was sehr witzlos gewesen wäre, immerhin konnte er selbst fliegen. Während sein Vater sprach und die Wand hinauf ging versuche Hayato die Dinge zu verarbeiten. Langsam ging er seine Aufgabe durch und die Technik, welche er meistern sollte.
Bei dieser Technik ging es darum sein Chakra genau zu kontrollieren und diese Erdsäule hinauf zu kommen. Er durfte sein Chakra dieses mal nicht nutzen um sein Element zu beeinflussen, sondern er musste sich mit seinem Chakra an die Erdsäule kleben. Wenn er sich zu sehr an die Erden klebte würde er sie zerstören, aber wie viel war genug? Er nickte seinem Vater geistesabwesend zu und ging auf die Säule zu. Einen Moment überlegte er ob es sich bei der Säule noch um einen Felsbrocken handelte, verwarf den Gedanken dann aber. Als seine Nase den Felsen fast berührte hob er die Hand an den Felsen und konzentrierte sein Chakra in seine Hand. Behutsam ließ er Chakra um diese entstehen und wollte sie gerade an den Felsen legen, als er etwas hörte und sich umwand. Der Film erlosch und Hayato drehte sich um. Nur ein paar Leute die vorbei laufen? Ablenkung war wohl sein größtes Problem wenn es um diese Dinge ging. Wenn er in einer Blase ohne Geräusche wäre hätte er damit weniger Probleme, doch jetzt wuchs die Sorge das immer jemand vorbei lief. Unruhig trat er von einem Fuß auf den anderen, sog die Luft ein und schritt um die Säule um sich zu beruhigen. Nicht an die Leute denken, nur an die Aufgabe. Nicht an die Leute denken nur an die Aufgabe. Sorgsam staubte er sich wieder die Füße ab, klatschte seine Hände vom Staub der Füße los und starrte wieder an die Säule. Chakra schmieden, dachte er und legte die Hand wieder an den Stein. Langsam begann das Chakra um seine Hand zu gleiten während der Schwarzhaarige die Finger gegen die Oberfläche drückte. Immer mehr Chakra sammelte sich um seine Hand, bis die Säule unter dem Chakrafilm begann zu bröckeln. Ah zu viel. Der Strom verebbte und Hayato trat einen Schritt zurück, bevor er sich die Risse im Stein besah. Intensität behalten und – er zuckte zusammen als irgendwo ein Knall durch die Straßen hallte. Wieder wand er den Kopf um und starrte ins Nichts. Dieses mal lief niemand vorbei. Was es wohl dieses mal gewesen war? Von vorne – wieder lief er um den Stein, beschwor sich nur die Aufgabe zu behalten, klopfte die Füße ab, dann die Hände und trat an die Säule heran, nur um wieder zwei zurück zu treten. Er imitierte das Fingerzeichen seines Vaters und ließ das Chakra dieses mal in seine Füße gleiten, bevor er den Fuß an die Wand setzte. Winzige Risse bildeten sich um seinen Fuß, bevor er das Chakra reduzierte, sofort rutschte sein Fuß fort, bevor er wieder Chakra hinein fließen ließ. Dann bildeten sich keine weiteren Risse mehr und langsam setzte er den zweiten Fuß dazu. Einen Moment lang starrte er auf die Füße, bevor ihn die Angst ergriff zu Fallen. Von der irrealen Angst ergriffen rannte er die Säule hinauf und vergaß sich zu konzentrieren. Das Chakra in seinen Füßen schwand, bevor er es wieder hinein zwang und mit einem verzweifelten Sprung nach oben grub er die Finger in die Steinkante auf der das Essen lag. Einen Moment lang hing er einfach an der Kante, zappelte mit den Füße durch die Luft, bevor er diese wieder an den Stein bekam und sich an den Stein heftete. Wackelnd halb hinauf ziehend halb laufend erklomm er das letzte Stück und hockte sich auf die Kante. Einen winzigen Moment war er froh oben zu sein, bevor sich die Steinchen von den Händen klopfte und sich um blickte. Höhenangst hatte er nicht, aber die Höhe zeigte ihm immer das er unter der Erde war und genau das hasste er.
Mit einem Seitenblick zu seinem Vater schien er zu fragen „okay so?“ und alles was er tat war die Brauen hoch zu ziehen und nach dem Essen zu greifen.

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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeMo Okt 14, 2019 10:16 pm

Man mochte meinen, dass ein Mann wie Tenzou nicht von einem jüngeren, wie Hayato, lernen konnte. Aber das war ein Trugschluss gewesen. Tenzou hatte von dem einst kleinen Ich von Hayato vieles gelernt. Er lernte geduldig zu sein, nachsichtig und aufmerksam seinen Mitmenschen gegenüber. Diese Geduld zeigte sich auch in diesem Augenblick, wo sie hier warteten. Tenzou hatte sich inzwischen ein paar Schritte zurück positioniert und beobachtete seinen Sohn. Er wusste das es nichts bringen würde ihn anzufeuern oder grosse Reden weiter zu schwingen. Das hätte ihn nur von der Aufgabe abgelenkt. Er warf einen Blick zu Seite zu den Menschen in der Nähe und fixierte dann wieder Hayato. Natürlich hätten sie auch hinter dem Haus üben können, wo es so viel ruhiger war. Allerdings wäre das Training ziemlich einseitig gewesen. Er hätte vielleicht schneller gelernt, ber im wahren Leben war es nicht ruhig. Die Welt wuchs in einem enormen Tempo, man würde nie ganz in Ruhe sein. Hayato setzte sich nun endlich in Bewegung und der großgewachsene Mann verschränkte seine Arme vor der Brust. Kurz verschwand der Junge aus einem Blickwinkel und Tenzou runzelte die Stirn. Dennoch blieb er einfach an der Stelle stehen und wartete darauf, dass sein Sohn sich endlich der Übung widmete. Er wusste, dass es bei ihm manchmal dauern konnte, sodass er weiterhin einfach dortblieb und für einen Moment seine Gedanken schweifen ließ. Wäre seine Frau noch am Leben gewesen, wäre sie hier gewesen und hätte vermutlich am Rand gestanden, um zuzusehen. Kurz warf er einen Blick zu Seite und sah in die Ferne. Obwohl er wusste das Shigeko Tod war, fühlte es sich so an als würde sie dort stehen und sie beobachten. Das Gefühl ging ihm bis unter die Haut und ließ ihn kurz schaudern, bevor er wieder zurück zu der Steinmauer stierte. Sein Sohn tauchte wieder auf und schien konzentriert darauf zu sein die Wand hochzuklettern. Tenzou trat ein paar Schritte näher. Auch wenn er vielleicht glaubte das man durch Schmerz lernte, würde er wohl nicht zulassen das er einfach hinabstürzte und sich verletzte. Obwohl das ganze gefährlich aussah, ließ er alles soweit geschehen. Für einen Moment bekam der Mann fast ein Herzinfarkt als sein Sohn an der Kante baumelte und es so aussah als würde er runterfallen. Sich nichts anblickend, starrte er umso fester hinauf bis Hayato oben ankam. Innerlich atmete er auf, äußerlich wägte er nur überlegend den Kopf hin und her. Dann winkte er ab und nickte.
„Gut gemacht. Zumindest für heute. Du musst das regelmäßig üben, um es besser zu machen. Wenn du ohne abrutschen es schaffst, werde ich dir die weitere Stufe davon zeigen“, sagte Tenzou und musste nicht einmal sich anstrengen lauter zu reden, damit sein Sohn ihn hören könnte. Seine Stimme durchschnitt die Stille mit Leichtigkeit. In der Tüte würde es vermutlich nichts besonderes geben. Es war ein einfacher Snack gewesen für zwischendurch. Tenzou war eindeutig kein begabter Koch und schon gar nicht begabt dadrinnen Essen gut herzurichten. Deswegen ging er die ganze Zeit auch in Restaurants.

In den nächsten 30 Minuten aßen Hayato und Tenzou schweigend nebeneinander das Essen aus der Tüte. Der großgewachsene Mann saß dafür am Boden im Schneidersitz, während er immer wieder den Kopf leicht hob und in die Ferne blickte. Manchmal warf er ein Stück des Essens auch den Raben zu, einfach nur um irgendetwas zu tun. Ein wirkliches Gespräch mussten die zwei jedoch nicht führen. Es war nicht immer nötig gewesen sich zu unterhalten. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand Tenzou dann auf, klopfte sich die Hände ab und blickte zu Hayato runter.
„Jetzt folgt die zweite Lektion heute“, erklärte er und ging ein paar Schritte von dem Jungen weg. „Das Shunshin no Jutsu.“ Es dauerte einen kleinen Moment, bevor Tenzou im nächsten Moment hinter Hayato auftauchte und seine große Hand auf dessen zerwühlten Haare legte. Das einzelne Fingerzeichen, dass er für diese Technik zeigte, war schnell durchgeführt gewesen, fast kaum zu sehen. „Gut um sich schnell aus Situationen herauszuziehen, ohne dabei jemand zu verletzen.“ Tenzou zerwühlte die Haare nicht weiter von Hayato, sondern ging nur einen Schritt zurück. Er umrundete ihn und stellte sich ihm gegenüber.
„Ich hätte eigentlich erwartet, dass du Mal davon gehört hast. Grundsätzlich baut die Technik auf Geschwindigkeit auf und nur ein geringer Teil davon ist Chakra.“ Er hob die Hand für das Fingerzeichen und blickte hinab zu Hayato. Noch ein weiteres Mal führte er alles durch und zeigte dem Jungen etwas langsamer was er tat. Tenzou wusste, dass er keine lange Erklärung schwingen müsste, Hayato sah zu und lernte, so war es immer.


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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeMo Okt 21, 2019 8:52 pm


Mit dem Lob seines Vaters lächelte Hayto ein wenig und wippte mit den Füße an der Säule vor und zurück, bevor er das Essen in die Hände nahm und dann den Kopf schief legte. Wann wird es wieder gutes Essen geben?Ich wünschte er könnte kochen! Wie wäre es, wenn du es lernst? Dann hätten wir alle etwas davon. Leckeres Essen. Vielleicht wäre das – ich weiß nicht. Mama werde ich nie übertreffen. Ich will sie auch gar nicht übertreffen, ich will sie wieder haben. Auch wenn er es sich nicht vorstellen konnte würde er irgendwann weiter leben können. Er würde wachsen, ein guter Mann werde, stumm und geduldig, durchsetzungsfähig und zäher als er aussah. Einen Moment starrte er zu seinem Vater hinab, ehe Snuggly auf ihn zuschoss und ihm das Essen wegnahm. Erst verstört, dann hektisch stand er wie vom Blitz getroffen auf und sprang dem Raben durch die Luft nach. Einen Moment vergaß er das seine Flügel nicht dort waren, spürte nur den Wind in den Haaren, bevor er fiel. Erst als der Boden gefährlich nahe kam änderte er seine Haltung und federte den Fall ab. Seine Mutter hatte immer gesagt er müssen aufpassen sich nichts zu brechen, weil er leichter war als andere. Gekonnt rollte er durch den Staub und stand dann auf, blickte unruhig nach dem Raben. Diese legte das Essen auf den Boden krähte schelmisch und flog davon, zurück zu Hana. Hayato starrte ihm nach, bevor er begann an seinen Kleidern herum zu klopfen um den Staub los zu werden. Eine winzige Wolke bildete sich um ihn und nach kurzem husten und viel klopfen war er wieder Staub und Steinfrei. Gehorsam ging er zu seinem Vater, um sich neben diesen zu setzen und an dem Inhalt der Tüten zu knabbern. Ein paar Kräcker mit Salz, getrocknete Gemüsechips und gezuckerter Tofu. Letzteres hob er sich bis zum Schluss auf und blickte nicht einmal auf, so konzentriert war er mit dem Essen. Immerhin hatte er sich den Tofu wirklich verdient. Für einen Moment vergaß er sogar die Leute in den Straßen, so fixiert war er. Doch irgendetwas holte ihn zurück und er besah sich die Umgebung, bevor er näher an seinen Vater rückte. Am liebsten hätte er eine Decke, um sich unter dieser zu verstecken.  Wenn er besser im Doton wäre konnte er sich eine Kuppel schaffen, in der er trainierte. Seine Augen fixierten Snuggly, während dieser Essen aus der Hand seines Vaters aß. Ich will eine große Erdkuppel bauen! Der Rabe blickte von seinem Essen auf und neigte den Kopf leicht. Du kannst dich nicht verstecken! Nicht immer. Hayato starrte einen Moment weiter auf den Raben, bevor er sich das letzte Stück Essen in den Mund steckte. Kaum war das Geschehen, stand sein Vater schon auf und erklärte von seiner zweiten Lektion. Der Junge legte den Kopf schief und blickte zu seinem Vater, der mit einmal verschwand und ihm die Hand auf den Kopf legte. Gruselig! Er drehte den Kopf langsam während der Hüne wieder um ihn herum schritt. Sorgsam stand er auf, klopfte seine Kleider zum wiederholten male sauber und rieb sich den Staub von den nackten Füßen. Diese Technik erschien ihm besser, um zu flüchten. Einfach verschwinden wäre sicher nützlich. Einfach verschwinden ist toll. Gefällt ihm besser. Dann kann er weg laufen. Ob sein Vater das auch gut fand war eine andere Sache. Bestimmt hatte er einmal davon gehört, aber es sich nicht gemerkt, oder vergessen weil er mit etwas anderem beschäftigt gewesen war. Dieses mal gab es jedoch keine Belohnung für das Trainieren.
Langsam nahm er eine Position zur Seite seines Vaters und versuchte zu überlegen wie man diese Technik am einfachsten übte. Sein Vater beschrieb es als schnelle Bewegung und wenn es sich dabei um ein Taijutsu handelte war es schlecht. Aber wirklich so erschien es ihm nicht. Also kam es auf die richtige Menge Chakra an die er für einen Sprung brauchte. Sprang er dabei überhaupt? Hayato stand eine Zeit lang einfach nur da und sah auf seine Füße. Was wäre, wenn er zu viel oder zu wenig Chakra in seine Füße gab? Wie eben musste er es versuchen bis es einfach funktionierte. Zu viel und ich laufe gegen etwas. Zu langsam und es passiert nichts oder? Ich will mir nichts brechen. Er imitierte das Fingerzeichen seines Vaters, konzentrierte sein Chakra und ließ es frei. Mit einmal spürte wie sein Körper einen Satz machte und er hob schützend die Hände vor das Gesicht, als er gegen die Säule schlug und zurück taumelte. Desorientiert taumelte er einige Schritte durch die Säule, die Hände noch immer vor dem Gesicht. Das war offensichtlich zu viel Chakra gewesen und koordiniert war es auch nicht gewesen. Aber er hatte es geschafft und das auf Anhieb, wenn auch vollkommen zufällig. Langsam nahm er die Hände vom Gesicht und rieb sich das Blut seiner tropfenden Nase einmal quer durch das Gesicht. Wirklich bemerken tat er dies jedoch nicht. Er hatte eine seltsam irrwitzige Idee. Hayato drehte sich um, erklomm die Säule seines Vaters dieses mal ohne große Probleme und blickte hinab zu seinem Vater. Genau vor ihn genau vor ihn! Wieder machte er ein Zeichen und ließ sein Chakra zirkulieren um auf einmal abzubrechen. Das Blut war ihm auf die Füße getropft und nun verrieb er es mit dem einen Fuß auf dem anderen, kleidete seine Füße in ein Staub-Blut Gemisch und sah noch einmal zu wie etwas Blut zwischen seine Füße auf die Säule tropfte. Pitsch pitsch pitsch – ob ich sterbe? Seine Augen huschten zu seinem Vater und er wollte wenn immerhin neben diesem umfallen. Wieder schloss er das Fingerzeichen, starrte auf seinen Vater und konzentrierte sein Chakra. Wieder bewegte sich sein Körper, nicht so schnell wie gegen die Erdsäule, aber doch schneller als normal. Statt vor seinem Vater tauchte er jedoch hinter diesem auf. Immerhin gab es dieses mal keinen Schmerz. Leise stieß er den angehaltenen Atem aus und ließ sich nach hinten gegen den Rücken seines Vaters fallen. Ihm schwirrte der Kopf ein wenig und er hörte nur dem Blut zu das jetzt aus seiner Nase auf sein Oberteil tropfte.
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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeSo Okt 27, 2019 9:49 pm

Tenzou hatte den Kopf zurückgelegt, während er für einen Moment seinen Sohn beobachtete. Gedanklich stellte er sich vor, wie Shigeko am Rand des Trainingsrand stand und dabei zusah, wie er ein guter Shinobi wurde. Der Gedanke stimmte ihn kurz etwas melancholisch. Schlagartig wurde er zurück in die Realität geworfen als er sah, wie sein Sohn plötzlich von der Mauer fiel. Alles passierte so schnell, dass Tenzou nicht in der Lage war zu reagieren. Starr blickte auf die Stelle, wo der kleine Wicht aufgekommen und sich abrollte. Unweigerlich schlug das Herz des Mannes ihm bis zum Hals und es dauerte ein Moment bis er sich beruhigte. Er warf einen fast bösen Blick zu Snuggly kurz rüber, der immerhin die Situation mit seiner Aktion auslöste.
„Alles klar?“, fragte er Hayato dann brummend, ohne sich anmerken zu lassen, dass er fast einen Herzinfarkt bekam. Die Pause kam ihm gelegen sich etwas wieder zu beruhigen. Obwohl er normalerweise sehr gefasst war, reagierte Tenzou super empfindlich auf Situationen, die seinen Sohn betrafen. Es war fast so als würde er ihn wie ein aggressiver Drachen beschützen. Vielleicht, weil er das einzige war, dass ihn von Shigeko noch blieb. Er sah viele Gesichtszüge in Hayato wieder. Gedankenverloren aß Tenzou ebenfalls ein paar Kräcker aus der Tüte, während sie wie so oft kein Wort miteinander tauschten. Das war auch gar nicht nötig gewesen. Die zwei verstanden sich vermutlich auch ohne viel Worte gut. Snuggly fütterte er nebenbei mit ein paar Kräcker – er hatte ihm längst verziehen. Eine sehr lange Zeit verging, bevor Tenzou sich wieder auf die Beine raffte und Hayato die nächste Lektion erklärte. Etwas, dass er vermutlich nicht gut erklären konnte. Die Technik baute auf Chakra auf und Konzentration. Kurz nur erklärte und zeigte er seinem Sohn die Technik. Dann sah er fast schon erwartungsvoll zu Hayato rüber, der das Fingerzeichen nachahmte. Kurz nickte Tenzou, um zu bestätigen, dass das ganze schon Mal richtig aussah. Sekunden später verschwand dann sein Sohn und tauchte an anderer Stelle wieder auf. Vielleicht hätte er die Säule bzw. Mauer zuerst wegmachen sollen? Nicht in der Welt hätte Tenzou gedacht, dass Hayato geradewegs auf diese Säule zu steuerte! Er entdeckte, dass er im Gesicht blutete und kam ein paar Schritte auf Hayato zu, aber da erklomm er die Mauer schon und blickte zu ihm hinab. Tenzou legte seinen Kopf in den Nacken und runzelte die Stirn. Immer mehr Blut schien aufzutauchen.
„Komm runter!“, rief er zu ihm hoch. Im selben Moment verschwand Hayato wieder und plötzlich spürte er etwas im Rücken. Tenzou drehte sich herum, legte einen Arm um Hayatos Schultern, um ihn zu stützen.
„Lass Mal sehen“, brummte er ruhig und griff dem Jungen unter das Kinn, um es leicht anzuheben. Sein Blick suchte nach der Blutquelle, die er auch sofort entdeckte. „Setz dich hin.“ Eigentlich war es mehr ein Befehl als eine Bitte. Dann holte er aus seiner Tasche ein paar Taschentücher und gab sie Hayato.
„Kopf nach vorne.“ Dann kniete er sich an seine Seite und legte eine Hand auf seine Schulter, um ihn aufmerksam zu beobachten.
„Ich hätte nicht gedacht, dass du es so schnell hinbekommst. Ich hatte eigentlich noch eine weitere Übung vorgesehen… aber ich weiß nicht, ob wir die noch hinbekommen. Hast du Kopfschmerzen?“

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BeitragThema: Re: Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein   Phobie: Verlieren ohne ein Verlierer zu sein Icon_minitimeFr Nov 01, 2019 9:17 pm


Sein Vater war am Ende doch nicht so ganz begeistert von dem was er da vor hatte. Kein Wunder, immerhin was er schon immer sorgenvoll gewesen, wenn es um seinen Sohn ging. Beinahe liebevoll schloss der Große die Hände um seinen Sohn und besah sich seine Wunden, während Hayato stumm auf den Boden ging. Ohne Gegenwehr ließ er sich die Taschentücher geben und neigte den Kopf. Er drückte die Tücher an die Nase bis das Blut getrocknet war und nickte nur leicht. Sein Kopf fühlte sich an, als wäre er damit gegen die Wand gelaufen. Zu blöde das genau das passiert war. War es ein Lob das er schneller gelernt hatte als sein Vater es gedacht hatte? Bestimmt. Ich konnte ihn beeindrucken! Aber zu welchem Preis? Mein Kopf tut viel zu weh. Pause ist besser kommentierte der Rabe nur während Hayato gemächlich nickte. Es war besser, wenn er heute nichts mehr tat. Immerhin liefen immer mehr und mehr Leute durch die Straßen und jetzt wo er sich umblickte spürte er die brennenden Blicke auf seinem Körper. Am liebsten würde er davon fliegen, oder in sein Bett zurück. Jetzt wo der Tag ohnehin nicht ganz so lief wie gedacht war es beinahe egal was er tat. Wie spät es war? Was ich heute noch alles tun muss? Mehr lernen? Du schläfst gleich. Aber mein Rhythmus! Der Rabe zwickte ihm unsanft ins Ohr und Hayato schlug unruhig mit der Hand nach ihm. Aber wahrscheinlich hatte Snuggly recht. Außerdem wollte er doch nicht mehr lernen. Einen Moment besah er sich noch die Erdsäule die sein Segen und sein Fluch war. Langsam stand er auf, eine Hand noch immer an der Nase, während er den Staub routiniert fort klopfte. Es dauerte nicht lange bis Tenzou verstand wohin sein Sohn wollte und so lief er wie oft im Windschatten seines Vaters. Daheim legte er sich dann nur noch ins Bett um unruhig hin und her zu rollen, bis seine Tageszeit zum essen gekommen war. Danach ging das ganze Drama von vorne los. Er lief wieder ins Bad, suchte Essen und fand es nicht und lief dann unruhig in seinem Zimmer auf und ab, bis er mit seinem Vater zum Mittagessen gehen konnte. Kein Tag nach seinem Geschmack, aber Hayato wusste ja nicht, was noch auf ihn zu kommen würde. Krieg würde über sie herein brechen, sie entzweien und in Situationen bringen die Hayato noch weit mehr in den Wahnsinn treiben würde.
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